Oliver Mest
Ein Beitrag von Oliver Mest, 29.07.2013

Pflegetagegeld Auf die Leistung achten

Bei der Pflegetagegeld-Versicherung kennen sich nur wenige aus. Bei vielen Policen gibt es zum Beispiel nicht die volle Leistung.
Pflegetagegeld: Auf die Leistung achten

Bei der Pflegetagegeldversicherung gibt es für viele ein böses Erwachen

Um das Pflegerisiko abzusichern, wählen die meisten Deutschen die Tagegeldpolice. „Das Tagegeld ist einfach zu verstehen und nicht an komplizierte Bedingungen geknüpft – der Kunde muss keine Kosten nachweisen“, sagt Timo Voss vom Bund der Versicherten. In diesem Fall wird immer der Tagessatz versichert. Das ist der Betrag, der bei Pflegebedürftigkeit als Rente ausgezahlt werden soll.

Was bei den Policen tatsächlich ausgezahlt wird, richtet sich nach der Pflegestufe und ob die Pflege  zuhause oder im Pflegeheim stattfindet.

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Was je nach Pflegestufe gezahlt wird

In der höchsten Pflegestufe III ist es klar, denn alle Versicherer zahlen den vollen Tagessatz. Anders in Pflegestufe II: „Die Versicherer zahlen dann abgestuft“, so Voss. Beispiel: Die Mecklenburgische gewährt beispielsweise in Stufe II bei stationärer Pflege den vollen Satz, während es bei der Inter und der SDK gerade einmal 540 Euro gibt.

Niedrige Pflegestufe, weniger Leistung

Für die ambulante Plege zahlen die Versicherer bei Stufe 1 nur noch 360 Euro. Bei Demenz sieht die Bilanz noch schlechter aus: Hier leisten einige Anbieter gar nicht, bei anderen hat Experte Voss die „wildesten Fälle erlebt, bei denen dann gerade einmal 150 Euro gezahlt wurden – und das auch nur für einen begrenzten Zeitraum“. Das reicht natürlich im Ernstfall nicht.

Individuelle Tarife als Alternative

Bei vielen Pflegetagegeldversicherungen kann die Höhe der Absicherung in den einzelnen Pflegestufen und Pflegeformen zwar selbst bestimmt werden. Das ist aber teuer. Beispiel: Beim Anbieter Inter kostet die Pflegetagegeldversicherung für einen 30-jährigen Mann pro Monat 23,66 Euro für den Fall, dass in Pflegestufe I 100 Prozent, in II 30 Prozent und in III 20 Prozent des vereinbartes Tagessatzes gezahlt werden. Sollen in allen Pflegestufen 100 Prozent erreicht werden, steigt die Prämie auf 61,14 Euro. In allen Pflegestufen ist also ein Rundumschutz mit hohen Leistungen möglich – aber eben auch deutlich teurer.

Was Pflegekostentarife taugen

Eine Pflegekosten-Police berücksichtigt als Alternative zur Pflegetagegeld-Versicherung die tatsächlich anfallenden Pflegekosten, wie sie vertraglich festgelegt wurden. Es bleibt also kein Restbetrag für den zu Pflegenden übrig. Wird zuhause gepflegt, empfiehlt sich deswegen fast immer eine Tagegeld-Police. Grund: Das Geld wird dem Betroffenen direkt überwiesen, der darüber frei verfügen kann. Möglich sind dann auch pflegefremde Leistungen wie z.B. eine Haushaltshilfe.



 

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