Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 22.07.2016

Zahnkorrektur Krankenkassen erstatten Zahnspangen zu 100 Prozent

Eine Zahnkorrektur kostet oft Tausende Euro. Ist die Korrektur medizinisch notwendig, tr√§gt die Krankenkasse die Kosten f√ľr eine Zahnspange.¬†
Zahnkorrektur Krankenkassen erstatten Zahnspangen zu 100 Prozent

Ist eine Zahnspange medizinisch notwendig, dann zahlt auch die Krankenkasse

Einfach nur schiefe Z√§hne reichen nicht aus, damit die Kasse die Kosten f√ľr eine Zahnspange √ľbernimmt. Voraussetzung muss schon eine massive Fehlstellung sein, die vor allem keinen korrekten Biss erm√∂glicht, die das Kauen, das Sprechen oder gar das Atmen erschwert oder in Zukunft beeintr√§chtigen wird. Kurz: Der Status "medizinisch notwendig" muss gegeben sein, damit die Kasse die Kosten tr√§gt. Dann allerdings springt sie zu 100 Prozent ein.

So funktioniert die Kostenerstattung bei der Zahnspange

Die Krankenkasse tr√§gt 80 Prozent der Kosten der Behandlung f√ľr Kinder und Jugendliche. Die restlichen¬†20 Prozent m√ľssen Sie als versicherter Elternteil zun√§chst selbst bezahlen. Erst wenn Ihr Kind die Behandlung erfolgreich abgeschlossen hat, erstattet die Kasse den Eigenanteil wieder zur√ľck.

Brechen Sie allerdings die Zahnkorrektur vorzeitig ab oder bleibt diese erfolglos, etwa weil Ihr Sohn oder Ihre Tochter die Zahnspange nicht regelmäßig trägt, kann die Krankenkasse die Erstattung sogar verweigern.

Zahnspangen-Behandlung: Aufgepasst beim Arztwechsel

Möchten Sie während der kieferorthopädischen Behandlung den Zahnarzt wechseln, geht eventuell die Erstattung Ihres Eigenanteils verloren. Denn die Behandlung gilt dann als nicht beendet. Sprechen Sie vor einem Arztwechsel deshalb unbedingt mit Ihrer Krankenkasse, wie Sie dieses Szenario vermeiden können. 

Das sollten Sie wissen: Die Krankenkasse gew√§hrt nur die einfachste kieferorthop√§dische Versorgung. Legen Sie bei der Zahnspange auf besondere Materialien wert, beispielsweise transparente oder farbige Brackets, oder eine aufw√§ndigere Behandlung, m√ľssen sie diese Kosten selbst tragen.

Private Zahnzusatzversicherung gewährt Zuschuss

Private Zahnzusatzversicherungen leisten zum Teil auch bei kieferorthop√§dischen Behandlungen. Sie springen genau dann ein, wenn aufw√§ndigere Materialien oder eine umfangreichere Behandlung zum Einsatz kommen soll. Achtung: Eine Zahnspange f√ľr eine rein kosmetische Zahnkorrektur bezahlt auch die private Versicherung nicht.

Wichtig: Eine solche Police m√ľssen Sie abschlie√üen, bevor der Zahnarzt eine Zahnspange empfiehlt! Kalkulieren Sie Reservezeit ein, denn die Policen haben oft lange Wartezeiten, bis Sie die Leistung voll in Anspruch nehmen k√∂nnen.

Wichtig ist, dass eine Zahnzusatzversicherung nicht nur nach Vorleistung der gesetzlichen Krankenkasse Kosten erstattet, sondern auch rein privatzahnärztliche Leistungen gewährt. Achten Sie auch darauf, ob der Versicherer seine Leistung etwa durch einen Maximalbetrag deckelt, der Ihnen möglicherweise zu niedrig ist.

Versicherung f√ľr die Zahnspange nur im Paket

Leider k√∂nnen Sie keine separate private Zahnzusatzversicherung nur f√ľr die Zahnspangen-Finanzierung abschlie√üen. Eine solche Police enth√§lt immer auch andere Leistungen, wie zum Beispiel Inlays, Br√ľcken oder Implantate.

Tipp: Nutzen Sie unseren Sparrechner Zahnzusatzversicherung, um eine g√ľnstige Versicherung zu finden.
Tipp:¬†Wenn Sie bereits eine Empfehlung vom Kieferorthop√§den f√ľr eine Behandlung haben, ist es zu sp√§t, noch schnell eine Police abzuschlie√üen. Die aktuelle Behandlung ist vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Um Kosten zu sparen, k√∂nnen Sie die Police wieder k√ľndigen, wenn gekl√§rt ist, dass keine Zahnkorrektur notwendig oder die Behandlung abgeschlossen ist.
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Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

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Leserkommentare

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02.02.2015 20:49 Uhr
Kirsten: Kieferorthopäde weist auf Zusatzkosten nicht hin
Unser Kieferorthopäde hat bei der Behandlung auf Mehrkosten von 1027,56Ä, die die Kasse nicht erstattet hat, nicht hingewiesen. Was kann man hier tun?

02.11.2014 11:49 Uhr
Holly: Falsch
Dieses stimmt nur zum Teil. Die 100% beziehen sich auf eine Zahnspange ohne IGEL-Leistungen. Die Zahnärzte bestehen aber auf diese und verweigern die Behandling ohne diese zusätzlichen Luxusleistungen. Somit entstehen weitere Kosten von 800 - 2.000Ä. Die Zahnärzte sind zwar verpflichtet nach Kassenärztlichem Standart zu behandeln, aber auch Beschwerden meinerseits bei Krankenkasse, Zahnärztliche Vereinigung und Medizinischer Dienst verlief sich. Keiner hilft. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl hier wird die Meinung noch unterstützt.

07.10.2009 10:18 Uhr
Redaktion: Die Information...
... dass die Kassen eine Zahnkorrektur in bestimmten Fällen zu 100 Prozent begleichen ist durchaus ein Spartipp: Viele Verbraucher wissen das nämlich gar nicht und lassen sich von vielen Kieferorthopäden zu kostspieligeren Behandlungen überreden, weil sie die Alternative - Zahnkorrektur auf Kassenkosten - gar nicht kennen. Leider gibt es sehr viele Behandler, die Patienten, die nicht bereit sind, Zusatzkosten zu tragen, gar nicht erst behandeln. Damit der Verbraucher für seine Rechte einstehen kann, muss er Bescheid wissen, nämlich, dass eine Zahnkorrektur auch ohne Zuzahlungen und ohne Zusatzversicherung möglich ist

02.10.2009 10:52 Uhr
sonja schneider: Sonderbarer Artikel oder falsche Überschrift?
Die Kosten für kieferorthopädische Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr werden bei tatsächlichem Bedarf ja generell zu 100 % von den Krankenkassen übernommen, wo will man da noch sparen? Natürlich ohne Rückerstattung der 20 %igen Vorauszahlung, falls die Behandlung von Seiten des Patienten abgebrochen wird - was aber im Sinne der Solidargemeinschaft der Krankenversicherten ist und nicht gegen den Patienten gerichtet. "Gegen den Kieferorthopäden" muss sich gewöhnlich auch kein Patient durchsetzen - ganz im Gegenteil: die Mehrheit der Kieferorthopäden berät umfassend und erstellt punktgenaue Vorschläge, es gibt aufgrund des hohen Wettbewerbs mittlerweile auch Praxen die darüber hinausgehenden hervorragenden Service bieten und besondere Verträge mit diversen Krankenkassen abgeschlossen haben, durch die freie Wahl der Materialien besteht. Was die Zahn-Zusatzversicherungen für Kinder anbelangt, so wird hier natürlich mit den Ängsten der Eltern gearbeitet - doch wäre es, auch nach Ansicht der Verbraucherzentralen, günstiger, den Kindern das Zähneputzen beizubringen als eine Zahn-Zusatzversicherung abzuschließen, denn notwendige Kosten werden im Krankheitsfall von den Kassen, oder im Unfall-Fall, von den diversen Haftpflichtversicherungen übernommen.


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