Oliver Mest
Ein Beitrag von Oliver Mest, 06.08.2012

Krankenzusatzversicherungen Schutz für den Nachwuchs

Auch wenn die Kassen für Kinder Schutz bieten: Viele Leistungen bleiben finanziell an den Eltern hängen. Private Zusatzversicherungen können helfen.
Krankenzusatzversicherungen Schutz für den Nachwuchs

Rund 200 gesetzliche und gut 40 private Versicherer werben um Kunden

Zahnversicherungen für Kinder stehen ganz oben auf der Liste der gewünschten Zusatzversicherungen. Und das weniger wegen der Kosten für Zahnersatz, der bei den Youngstern erfahrungsgemäß selten Probleme bereitet. Vor allem die Kosten für kieferorthopädische Leistungen sollen die Zusatzversicherungen schultern helfen. Was die gesetzliche Kasse übernimmt, hängt davon ab, welche „kieferorthopädische Indikationsgruppe“ (KIG) indiziert ist.

In den Gruppen 1 und 2 werden nur minimale Fehlstellungen festgestellt, bei denen die Kosten nicht getragen werden. Nur in den Gruppen 3 bis 5 übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Allerdings nur für eine wirtschaftliche und zweckmäßige Behandlung. „Sonderwünsche“ und eine über das Kassenniveau hinausgehende Versorgung werden nicht gezahlt.

Die richtige Wahl

Empfehlenswert sind Zusatzversicherungen, die für die kieferorthopädische Behandlung zum einen die reinen privatärztlichen Leistungen übernehmen, also alle „Extrawünsche“ der Eltern außerhalb der kassenärztlichen Versorgung sowie alle Behandlungen der Gruppen 1 und 2, die gar nicht von den gesetzlichen Kassen gezahlt werden. Je Nach Tarif und Behandlung können so 40 bis 100 Prozent der kieferorthopädischen Behandlungskosten von der privaten Zusatzversicherung übernommen werden.

Wichtig ist, dass Sie die Versicherung für das Kind möglichst frühzeitig abschließen. Denn wenn der Kieferorthopäde erst einmal eine Fehlstellung diagnostiziert und eine Behandlung angeraten hat, werden Sie keine Versicherung finden, die die Kosten kurzfristig übernimmt. Wichtig ist auch, bei den Policen auf die sogenannte „Zahnstaffel“ zu achten: Damit wird geregelt, bis zu welcher Höhe Kosten in den ersten Jahren übernommen werden. In vielen Tarifen sind die Leistungen vor allem in den ersten drei Versicherungsjahren auf 400 bis 1.200 Euro begrenzt. Für umfangreiche Maßnahmen bleibt da kein Spielraum, wählen Sie also einen Tarif mit einer möglichst großzügigen Regelung.

Überlegenswert sind für den Nachwuchs auch stationäre Zusatztarife. Sie ermöglichen bei Krankenhausaufenthalten die Chefarztbehandlung auch über den Höchstsatz der Gebührenordnung hinaus. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Kinder auf Wunsch im Ein- oder Zweibettzimmer unterzubringen. Viele Tarife sehen zudem ein sogenanntes Rooming-in vor – damit haben die Eltern die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Nachwuchs im Krankenhaus zu bleiben. Die private Krankenzusatzversicherung für die Kinder sollte im Übrigen auch die Option abdecken, dass ambulante Operationen vom Chefarzt übernommen werden. Denn immer mehr Eingriffe werden in den Krankenhäusern ambulant gemacht. Eine Zusatzversicherung mit rein stationärem Schutz muss dann nicht einspringen.

Vorsicht bei ausuferndem Schutz

Neben den beiden erwähnten Krankenzusatzversicherungen gibt es eine Vielzahl weiterer Policen, die Eltern immer wieder angeboten bekommen: Die Kosten für Sehhilfen können so versichert werden – oder die für Heilpraktiker-Behandlungen und sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen. Solche Policen gehören ganz sicher nicht zu den Pflicht-Policen für Eltern – gerade Brillenversicherungen bieten zudem oft ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis und sehen gravierende Leistungseinschränkungen vor. Deshalb bei solchen Policen immer den Nutzen genau hinterfragen.

Anders sieht es mit einer privaten Auslandskrankenversicherung aus. Zwar gibt es mit einigen Ländern Sozialversicherungsabkommen, die die Kosten für eine Auslandserkrankung decken sollen. Tatsächlich aber bleiben viele Eltern dennoch auf Kosten sitzen, weil die Ärzte im Ausland mehr berechnen, als die Kassen bereit sind zu tragen. Es ist also sinnvoll, sich und seine Familie privat abzusichern.

Auslandskrankenversicherungen gibt es schon ab wenigen Euro im Jahr für die ganze Familie. Dafür übernehmen die privaten Auslandskrankenversicherungen in den meisten Fällen bei unerwarteten Erkrankungen alle Kosten für ambulante und stationäre Behandlung, zahlen Medikamente und tragen sogar die Kosten für den Rücktransport, wenn er medizinisch notwendig ist.
Vergleich Private Krankenversicherung
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