Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 28.12.2015

Krankenkasse Kassen erhöhen 2016 Zusatzbeitrag

2016 heben viele Krankenkassen den Zusatzbeitrag an. Am teuersten wird es für Mitglieder der DAK.
Krankenkasse Kassen erhöhen 2016 Zusatzbeitrag

Bei Rückenschmerzen kann ein Besuch beim Osteopath Liniderung bringen - die meisten Krankenkassen zahlen mit

Immer weniger Krankenkassen kommen mit ihrem aktuellen Zusatzbeitrag finanziell zurecht. 2016 stehen gesetzlich Versicherten deshalb vielerorts teils kräftige Erhöhungen ins Haus. Als Gründe nennen die Kassen gestiegene Ausgaben im Krankenhausbereich, für niedergelassene Ärzte sowie für Arzneimittel. Den Gesetzliche Krankenversicherung (kurz GKV) -Zusatzbeitrag müssen Sie als Arbeitnehmer seit 2015 komplett alleine bezahlen, denn mit der letzten Gesundheitsreform wurde der gesetzlich festgelegte Mindestbeitrag, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen, auf 14,6 Prozent vom Bruttoeinkommen eingefroren.

DAK 2016 teuerste Krankenkasse

Den stärksten Sprung nach oben macht 2016 die DAK. Deutschlands drittgrößte Krankenkasse erhöht den GKV-Zusatzbeitrag um satte 0,6 Prozent auf 1,5 Prozent. Der GKV-Zusatzbeitrag der DAK liegt damit deutlich über dem durchschnittlichen GKV-Zusatzbeitrag, den das Bundesgesundheitsministerium für 2016 mit 1,1 Prozent beziffert hat. Mit einem Gesamtbeitrag von 16,1 Prozent wird die DAK im nächsten Jahr damit Deutschlands teuerste Krankenkasse. Wenn Sie DAK-Mitglied sind, heißt das für Sie: Bei einem Monats-Bruttoeinkommen von 3.000 Euro ab 2016 monatlich 18 Euro weniger in der Tasche.
 
Krankenkasse

Moderate Erhöhungen von Techniker, Barmer und AOK

Auch die Techniker Krankenkasse (TK) wird 2016 ihren GKV-Zusatzbeitrag erhöhen. Hier wird es um 0,2 Prozent nach oben gehen. Mit 1,0 Prozent liegt die TK aber immer noch unter dem durchschnittlichen GKV-Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent. Macht für Sie als TK-Mitglied bei einem Monatseinkommen von 3.000 Euro sechs Euro Mehrkosten im Monat. Ebenfalls um 0,2 Prozent erhöht die Barmer GEK ihren GKV-Zusatzbeitrag an. Hier geht es um 0,2 Prozentpunkte auf dann insgesamt 15,7 Prozent. nach oben,

Deutschlands viert- und fünfgrößte Krankenkassen, die AOK-Bayern und AOK-Baden-Württemberg werden ebenfalls 2016 teurer. Bei der AOK-Bayern steigt der GKV-Zusatzbeitrag um 0,2 Prozentpunkte und bei der AOK-Baden-Württemberg um 0,1 Prozent.

Mehrkosten beim GKV-Zusatzbeitrag 2016 bei den 5 größten Kassen


 

Krankenkasse

Zusatzbeitrag 2015 

(in Prozent)

Zusatzbeitrag 2016

(in Prozent)

Gesamt 2015

(in Prozent)

Gesamt 2016

(in Prozent)

Techniker Krankenkasse

 

0,8

1,0

15,4

15,6

Barmer GEK

 

0,9

1,1

15,5

15,7

DAK Gesundheit

 

0,9

1,5

15,5

16,1

AOK Bayern

 

0,9

1,1

15,5

15,7

AOK Baden-Württemberg

 

0,9

1,0

15,5

15,6

Quelle: Gesetzliche Krankenkassen.de

Kostensteigerungen auch bei Betriebskrankenkassen

Teurer wird es auch bei vielen Betriebskrankenkassen. Hier geht’s teilweise kräftig nach oben. So erhöht z.B. die BKK Gildemeister Seidensticker ihren GKV-Zusatzbeitrag 2016 von 0,7 auf 1,2 Prozent und liegt damit im nächsten Jahr bei 15,8 Prozent. Ein der größten Betriebskrankenkasse, die Siemens BKK verlangt 2016 sogar 15,9 Prozent - ebenso, wie die Brandenburgische BKK. Die Schallgrenze von 16,0 Prozent erreicht 2016 die ebenfalls bundesweit geöffnete BKK Pfalz.

Kaum noch Kassenbeitrag unter 15 Prozent

Am billigsten wird es 2016 für Mitglieder der Metzinger BKK Sie ist regional für das Gebiet Baden-Württemberg zuständig und erhebt auch 2016 keinen GKV-Zusatzbeitrag. Damit kostet sie nur 14,6 Prozent. Freuen dürfen Sie sich auch, wenn Sie Mitglied der AOK Plus sind. Die regionale Krankenkasse für Sachsen und Thüringen bleibt auch 2016 beim niedrigen GKV-Zusatzbeitrag von nur 0,3 Prozent und kostet Sie damit nur insgesamt 14,9 Prozent ebenso wie die AOK Sachsen-Anhalt sowie die BKK MEM für Thüringen. Die HKK bleibt mit einem zukünftigen GKV-Zusatzbeitrag von nur 0,59 Prozent Deutschlands günstigste überregional geöffnete Krankenkasse.

GKV-Zusatzbeitrag steigt weiter

Die Preisspirale dreht sich aber munter weiter. So prognostiziert der
Finanzexperte Dr. Jens Boysen-Hogrefe vom Deutschen Institut für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel einen Anstieg des durchschnittlichen GKV-Zusatzbeitrags auf 1,8 Prozentpunkte bis 2020. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende vom Verband der Ersatzkassen, warnt gegenüber der Deutschen Presseagentur, sogar vor einem Anstieg auf zwei Prozent bis 2020, die Arbeitnehmer komplett alleine tragen müssen. Sie plädiert deshalb dafür, dass auch der die GKV-Zusatzbeiträge künftig wieder von den Arbeitgebern mitfinanziert werden.

Wechseln spart bis 540 Euro

Aktuell ist hier aber noch keiner Änderung in Sicht. Wenn auch Ihnen bald schon eine Erhöhung des GKV-Zusatzbeitrags ins Haus flattert, können Sie die „Kröte“ schlucken oder zu einer billigeren Krankenkasse wechseln. Im Falle der Beitragserhöhung steht Ihnen übrigens ein Sonderkündigungsrecht zu. Sie können dann sofort kündigen und mit einer Kündigungsfrist von vollen zwei Monaten zur billigeren Kasse wechseln. Beim Wechsel z.B. von der DAK mit 2016 bereits 16,1 Prozent zur HKK mit dann 15,19 Prozent, sparen Sie bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro knapp 330 Euro pro. Wohnen Sie in Baden-Württemberg, dann können Sie bei einem Wechsel zur dortigen Metzinger BKK sogar 540 Euro pro Jahr sparen.
 
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