Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 22.04.2016

Pflegefall Gesetzliche Kasse zahlt nur Zuschuss

Wird man zum Pflegefall, reichen die staatlichen Zusch√ľsse nicht aus, um die anfallenden Kosten zu decken. Private Vorsorge wird immer wichtiger.
Pflegefall Pflegeversicherung Geldsparen.de

Im Pflegefall zahlt die gesetzliche Kasse nur einen Zuschuss.

Diese Kosten kommen auf Sie zu

Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, zahlen Sie automatisch auch in die Pflegekasse ein. Das gilt auch, wenn Sie privat krankenversichert sind. Folglich stehen Ihnen Zusch√ľsse zu, sollten Sie eines Tages zum Pflegefall werden, ganz gleich, ob zuhause Angeh√∂rige die Pflege √ľbernehmen, Sie einen ambulanten Pflegedienst besch√§ftigen oder in ein Pflegeheim umziehen.
Der H√∂chstsatz an Zuschuss aus der gesetzlichen Pflegekasse betr√§gt bei Pflegestufe III im Jahr 2016 1.612 Euro im Monat. Ein Heimaufenthalt kostet aber je nach Pflegestufe zwischen 2.000 und weit mehr als 3.000 Euro im Monat. F√ľr diese Pflegekosten-Differenz m√ľssen Sie als Pflegebed√ľrftiger selbst aufkommen. Sie m√ľssen mit Ihrem gesamten Einkommen und Verm√∂gen daf√ľr gerade stehen.

Der Sozialhilfeträger kassiert im Pflegefall bei Kindern ab

Reicht das eigene Einkommen f√ľr die Finanzierung einer Pflege nicht aus, √ľbernimmt der Sozialhilfetr√§ger, das Sozialamt, die Kosten im Pflegefall. Zuvor √ľberpr√ľft es aber die finanzielle Situation der Verwandtschaft, es gibt n√§mlich den Elternunterhalt: Kinder stehen f√ľr ihre pflegebed√ľrftigen Eltern in der Pflicht. Dabei wird nicht nur ihr Einkommen herangezogen, sondern auch das vorhandene Verm√∂gen unter die Lupe genommen.

Wer viel verdient und viel besitzt, wird zur Kasse gebeten und muss f√ľr den Unterhalt aufkommen. Oft springt zun√§chst der Sozialhilfetr√§ger ein, um die Bezahlung der anfallenden Kosten sicherzustellen. Doch sp√§ter holt sich die Beh√∂rde die Betr√§ge bei den Kindern wieder zur√ľck.

Lebensstandard bleibt unangetastet


Allerdings d√ľrfen die finanziellen Forderungen nicht so hoch sein, dass die Angeh√∂rigen eine sp√ľrbare und dauerhafte Einschr√§nkung ihres Lebensstandards hinnehmen m√ľssen, sofern sie nicht in √ľbertriebenem Luxus leben.

Ein sogenanntes "Schonverm√∂gen" der Nachkommen und des Ehepartners wird bei der Berechnung nicht ber√ľcksichtigt. Dazu geh√∂ren R√ľcklagen f√ľr die Altersversorgung, Hausrat, bestimmte Familienerbst√ľcke, Bar- bzw. Freibetr√§ge sowie eine selbst genutzte Immobilie. Haben Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung innerhalb von zehn Jahren, bevor Sie staatliche Leistungen f√ľr einen Pflegeaufenthalt ben√∂tigten, an Ihre Kinder √ľbertragen, kann die Schenkung widerrufen werden.

Mein Tipp: Jeder muss nur f√ľr eigenen Eltern aufkommen, nicht f√ľr Schwiegereltern.
Finanzl√ľcke ausrechnen und privat f√ľr den Pflegefall vorsorgen
Wenn Sie vermeiden wollen, dass Ihre Verwandtschaft zur Kasse gebeten wird, sorgen Sie am besten selbst vor. Rechnen Sie aus, wie gro√ü Ihre Finanzierungsl√ľcke ist. Ihre gesetzliche Rente und Ihre angesparte private Altersvorsorge k√∂nnen Sie dabei ber√ľcksichtigen.

Die Versorgungsl√ľcke schlie√üen Sie am besten √ľber eine private Pflegezusatzversicherung. Nat√ľrlich sind die Beitr√§ge g√ľnstiger, je fr√ľher sie einsteigen. Realistisch ist jedoch ein Abschluss erst dann, wenn Finanzmittel frei werden: etwa wenn die Kinder aus dem Gr√∂bsten raus sind oder das Haus allm√§hlich abbezahlt ist. Allerdings viel sp√§ter als mit 50 Jahren sollten Sie nicht einsteigen, weil dann die Beitr√§ge betr√§chtlich ansteigen.

Mein Tipp: Anstatt eine Pflegezusatzpolice abzuschlie√üen, k√∂nnen Sie nat√ľrlich auch jede andere Form der Geldanlage w√§hlen. Ein Vorteil der Versicherung: Sie sichert Zahlungen bis ans Lebensende. Am popul√§rsten sind Pflegetagegeldversicherungen. Angebote k√∂nnen Sie sich √ľber unseren Versicherungsrechner erstellen lassen.
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Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

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