Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 12.05.2016

Krankenkasse So zahlt die Kasse Ihre rezeptfreien Medikamente!

Rezeptfreie Medikamente können Sie sich bei vielen Krankenkassen inzwischen wieder erstatten lassen. Familien können dabei bis zu 600 Euro pro Jahr sparen.
rezeptfreie Medikamente

Mit rezeptfreien Medikamenten lässt sich das Sparschwein ordentlich füllen

Erkältungsmedikamente, Schmerzsalben, Heuschnupfenmittel, Globuli und Co.  - so übers Jahr gerechnet, kommt da für gesetzlich Krankenversicherte schon oft so einiges zusammen. Denn rezeptfreie Medikamente müssen Sie, wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, seit der Kassenreform von 2004, bis auf wenige Ausnahmen, komplett selbst bezahlen.

Etwa die Hälfte aller Krankenkassen zahlt für rezeptfreie Medikamente

Diese Regelung wurde 2012 aber wieder gelockert. Seither dürfen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten nämlich Zusatzleistungen anbieten, die der Gesetzgeber im Leistungskatalog per se nicht vorsieht. Eine dieser Zusatzleistungen ist die Erstattung rezeptfreier Medikamente, auch OTC-Medikamente genannt, die Abkürzung steht für Englisch "over the counter".

Während vor Jahren nur eine Handvoll an Krankenkassen hier Erstattungen anbot, zählte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) 2014 bereits rund 60 Krankenkassen, die hier wieder Kosten übernehmen. "Das bedeutet, dass immer mehr gesetzlich Versicherte bestimmte nicht verschreibungspflichtige Medikamente erstattet bekommen oder nur noch anteilig bezahlen müssen", betont Anja Klauke, Expertin für OTC-Arzneimittel beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). "Insbesondere Familien und Geringverdiener werden dadurch deutlich entlastet."

Krankenkasse erstattet 600 Euro und mehr pro Familie

Da jede Krankenkasse selbst festlegen darf, was und wie viel sie erstattet, gibt es hier keine einheitliche Erstattungspraxis. Die meisten Krankenkassen leisten für alternativmedizinische Medikamente aus den Bereichen Homöopathie, Phytotherapie und anthroposophische Medizin. Erstattet werden Kosten zwischen 50 bis 120 Euro pro Jahr und Versichertem. So übernimmt zum Beispiel die BKK Akzo Nobel 80 Prozent der Kosten des Arzneimittels und insgesamt maximal 100 Euro pro Kalenderjahr. Die Atlas BKK Ahlmann erstattet zu 100 Prozent bis 120 Euro pro Jahr und Versichertem. Eine Familie mit drei Kindern kann sich in diesem Fall also bis zu 600 Euro pro Jahr an Medikamenten-Kosten sparen. Wenn Sie bei der BKK Euregio versichert sind, sind sogar bis 750 Euro pro Jahr maximal für Ihre Familie drin. Denn diese Betriebskrankenkasse erstattet 75 Prozent pro Medikament bis maximal 150 Euro pro Jahr und Versichertem.  

Wird jedes rezeptfreie Medikament von der Krankenkasse erstattet?

Nein. Medikamente, die vom Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen sind, wie etwa Raucherentwöhnungsmittel, Appetitzügler oder auch Haarwuchsmittel dürfen die gesetzlichen Krankenkassen auch im Rahmen von Zusatzleistungen nicht erstatten. Außerdem müssen die Medikamente apothekenpflichtig sein. Bei den meisten Kassen bezieht sich die Erstattung auf Medikamentengruppen bestimmter Bereiche - wie Homöopathie, Antroposophie und Phytologie. Voraussetzung für die Erstattung ist in der Regel auch die Verordnung durch einen Arzt auf einem grünen oder Privatrezept. Rezepte vom Heilpraktiker werden von gesetzlichen Krankenkassen nicht anerkannt.

So funktioniert die Erstattung: Lassen Sie sich das entsprechende Medikament vom Arzt verordnen. Wenn Sie die Arznei in der Apotheke holen, müssen sie es zunächst selbst bezahlen. Anschließend reichen Sie die Apotheken- Quittung, zusammen mit dem Arzt-Rezept (im Original), bei Ihrer Krankenkasse zur Erstattung ein. Die Krankenkasse überweist dann direkt auf Ihr Konto.

Wo finde ich eine Krankenkasse mit vielen Extra-Leistungen?

Ihre Krankenkasse erstattet keine rezeptfreien Medikamente? Es gibt keinen Zuschuss zu den Kosten der professionellen Zahnreinigung? Auch homöopathischen Behandlungen werden nicht übernommen? Dann sollten Sie sich vielleicht einmal nach einer Krankenkasse umsehen, die Ihnen hier mehr bietet. Nutzen Sie dazu einfach unseren Geldsparen-GKV-Rechner. Schon nach wenigen Klicks wissen Sie, welche Krankenkasse derzeit am wenigsten Zusatzbeitrag verlangt und Ihnen darüber hinaus viele Extras bietet.

Wechseln geht übrigens ganz einfach: Sie müssen dazu nur bereits mindestens 18 Monate Mitglied Iher Kasse sein und die gesetzliche Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende einhalten. Dann können Sie ganz problemlos zu Ihrer neuen Wunschkrankenkasse wechseln.
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Leserkommentare

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15.02.2016 20:37 Uhr
Vaith: Welche Möglichkeiten bestehen
Welche Möglichkeiten bestehen bei freiwillig Versicherten ? Sie bieten 332.-- Euro und ich bezahle einen monatlichen Beitrag von über 7oo.-- Euro ?

14.02.2016 17:16 Uhr
K.-H.-Hechinger: Name
Guten Tga, es wäre schön gewesen,wenn die betreffenden Kassen genannt würden.


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