Caroline Benzel
Ein Beitrag von Caroline Benzel, 21.08.2017

Radarwarner Sind Blitzer-Apps überhaupt erlaubt?

Für Apples iPhone und Android-Geräte gibt es einige Blitzer-Apps im Angebot. Sie helfen dabei, feste und mobile Radarfallen zu vermeiden. Doch sind sie überhaupt legal?
Radarwarner Sind Blitzer-Apps überhaupt erlaubt?

In Deutschland gibt es mehr als 4.000 Blitzer-Anlagen.

Ein Piepen des Handys und schon ist klar, auf der Strecke lauert gleich eine Radarfalle. Dank des GPS-Empfängers im Smartphone lässt sich der aktuelle Smartphone-Standort genau ermitteln und mit der Liste bekannter Blitzgeräte abgleichen. So funktionieren Blitzer-Apps und das in der Regel recht gut. Ob die Apps legal sind, daran scheiden sich die Geister.

Blitzer-Apps in rechtlicher Grauzone

Auf den ersten Blick scheint die Situation klar. "Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören", heißt es in Paragraph 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO).

Allerdings wurden Smartphones nicht gebaut, um speziell Radarfallen anzuzeigen und kontrollierende Polizisten können nicht ohne Weiteres die Mobilfunkgeräte von Autofahrern nach Blitzer-Apps durchsuchen. Klar ist: Die Apps bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. So darf der Beifahrer zwar eine Blitzer-App nutzen, die Warnungen aber nicht an den Autofahrer weitergeben. Juristen bewerten die Legalität der digitalen Helferlein unterschiedlich. Denn auch Radiostationen sagen durch, wo Blitzgeräte stehen. Und es ist erlaubt, sich eine Liste mit Blitzgeräten entlang der Fahrstrecke auszudrucken.
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Bußgeld droht bei Blitzer-App

Autofahrer, die mit einer Blitzer-App erwischt werden, müssen im schlimmsten Fall 75 Euro bezahlen und bekommen einen Punkt in Flensburg. Ob das dann auch vor Gericht Bestand hat, kommt sicherlich auf das Gericht und den jeweiligen Einzelfall an. Auf Nummer sicher gehen Autofahrer, die sich schlicht und ergreifend an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und auf Blitzer-Apps verzichten. Autofahrer, die trotz rechtlicher Bedenken eine Blitzer-App einsetzen wollen, werden sowohl im Apple App-Store als auch bei Google-Play fündig.

Die besten Blitzer-Apps

In Tests schneidet die App von Blitzer.de in der Regel am besten ab. Der Grund: Der Anbieter ist schon lange am Markt und verfügt deshalb über eine große Community. Der Vorteil: Das Programm warnt deshalb nicht nur zuverlässig vor fest installierten Radarkästen, sondern in der Regel auch vor mobilen Blitzern. Allerdings müssen iPhone-Nutzer 9,99 Euro bezahlen, um vor mobilen Blitzern gewarnt zu werden – und das auch nur, wenn sie vorher schon für 99 Cent die Kauf-Version erworben haben.

Android-Nutzer werden dagegen sogar in der Gratis-Version vor Radarkontrollen gewarnt. Für 4,99 Euro gibt es die Blitzer.de Plus-Version im Google-Play-Store. Dafür läuft die App dann auch bei Anrufen und anderen Anwendungen weiter und lässt sich beispielsweise mit einem Navigationsprogramm kombinieren.

Für Android-Geräte ist auch die App "Radardroite" interessant. Die App zeigt sowohl mobile als auch feste Blitzer zuverlässig an. Wer sich die Kaufversion für 5,99 Euro gönnt, kann die App im Hintergrund und ohne Werbung laufen lassen.
Smartphone-Besitzer, die neben einem Blitzer-Melder auch gleich eine Navigations-App haben möchten, finden eine Kombination aus beiden in der "Navigon-App".

Diese App gibt es sowohl für Apple- als auch Android-Geräte. Preis: 4,99 Euro im Monat oder 29,99 Euro pro Jahr, für alle Europa-Karten. Wer einmalig 79,99 Euro investiert, kann die App lebenslang mit jeweils aktuellem Kartenmaterial nutzen. Die Karten für Nordamerika und Australien müssen Autofahrer allerdings separat kaufen. In der Navigation ist auch eine Blitzer-Warnung vorhanden.
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Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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Leserkommentare

 

26.08.2017 12:13 Uhr
Diethard Pötzsch: Willkür
Wer gibt hier wem das recht uns Steuerzahlern Blitzerwarngeräte zu verwenden ??????

21.08.2017 16:16 Uhr
erasmus: Blitzer
Hier wieder mal eine Vorschrift die uneinheitlich ist und nach Willkür ausgelegt werden kann. Im Radio kommen laufend Radarwarnungen und die sind rechtens. Radarwarner im Auto hingegen nicht. Es wurde einmal versucht, die Radarwarnungen im Radio zu verbieten. Doch es blieb beim Versuch, weil die Gerichte der Klage nicht zustimmten. Da frage ich mich, warum hier mit zweierlei Mass gemessen wird ?


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