Von Horst Peter Wickel, 08.08.2017

Hund und Arbeit Mit dem Hund ins Büro

Hunde sollen die Stimmung aufhellen, das Betriebsklima verbessern und als Seelentröster im Büro arbeiten. Doch einige Punkte müssen Sie beachten, wenn Sie Ihren geliebten Vierbeiner mitnehmen wollen.
Hund und Arbeit Mit dem Hund ins Büro

Hunde sollen im Büro für bessere Stimmung sorgen.

"Man muss endlich verstehen, dass ein Hund eine wirkungsvolle Maßnahme ist, um psychischer Überlastung am Arbeitsplatz entgegenzuwirken“, heißt es beim Bundesverband Bürohund (BVBH), dem wichtigsten Lobbyisten für Tierfreunde, die ihre Haustiere mit zur Arbeit nehmen wollen.

BVBH-Vorsitzender Markus Beyer erklärt: „Sie wirken sich positiv auf den Menschen aus, bewegen etwas in unserem Innern. Beim Streicheln des Vierbeiners werden das Bindungshormon Oxitocin und das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Der Level der Stresshormone Insulin und Kortisol sinkt. Die Anspannung lässt nach, der Blutdruck sinkt. Die Menschen werden emphatischer, verstehen ihr Gegenüber besser, sind motivierter und engagierter.“

Bürohunde sind im Trend

Zwar lehnen die meisten Mitarbeiter, so die Ergebnisse einiger Umfragen, Haustiere am Arbeitsplatz ab, aber eine Minderheit, rund ein Drittel, fordert, ihre geliebten Haustiere dabei haben zu dürfen. Einige Betriebe dulden Hunde bereits, einige erheben sie gar zu einem Teil ihrer Unternehmensphilosophie.

Und einige Unternehmen betrachten Bürohunde beim Kampf um passende Mitarbeiter und Talente schon als etwas „Besonderes“, um die gewünschte Zielgruppe aufmerksam zu machen und sich damit von Wettbewerbern am Markt deutlich abzuheben.

Ohne Genehmigung Ihres Chefs geht gar nichts

Ihr Chef allein kann darüber bestimmen, ob Ihr Vierbeiner während der Arbeitszeit im Büro sein darf. Denn schließlich könnte Ihre Arbeitsleistung eingeschränkt und Firmeneigentum beschädigt werden. Gesetzliche Grundlage für ein eventuelles Hundeverbot ist Paragraf 106 der Gewerbeordnung: „Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind. Dies gilt auch hinsichtlich der Ordnung und des Verhaltens der Arbeitnehmer im Betrieb. Bei der Ausübung des Ermessens hat der Arbeitgeber auch auf Behinderungen des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen.“

Verstößt der Arbeitnehmer gegen das Verbot, droht nach einer Abmahnung die fristlose Kündigung. Ausnahmen von dieser Regelung sind zum Beispiel Blindenhunde. Außerdem gilt: Wenn Ihre Kollegen bereits ihre Hunde mit ins Büro bringen dürfen, können Sie sich auf den Gleichbehandlungsgrundsatz berufen und so ebenfalls die Erlaubnis für Ihren Hund einfordern.

Rücksicht auf Ihre Kollegen

Aber auch wenn Bürohunde erlaubt sind – völlig problemlos geht das meistens nicht. Die wichtigsten Spielregeln sollten immer lauten:
  • Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Kolleginnen und Kollegen. Wenn jemand besonders ängstlich ist in der Nähe von Hunden, wird die Arbeitssituation schnell problematisch.
  • Auch wenn es nur selten vorkommt: Manche Menschen haben eine Hundehaarallergie. Dazu kommt, dass man so einen Vierbeiner unter Umständen durch das ganze Büro riechen kann. Sauberkeit, gründliche Fell- und Zahnpflege für den Hund sind ein Muss.
  • Bei Hunden, die viel bellen, ist eine Einschränkung der Arbeitsleistung denkbar. Auch ein offensives Verhalten gegenüber den Kollegen kann stören. Ein Bürohund sollte deshalb an die Anwesenheit von fremden Menschen gewöhnt sein.
  • Nicht jeder Hund ist geeignet. Wenn Ihr Vierbeiner beispielsweise Ihren Schreibtisch als Territorium verteidigt, kommt es zu Problemen. BVBH-Chef Beyer hält eine gute Sozialisation eines Bürohunds für unverzichtbar, wenn er zum guten Kollegen werden soll.

Wenn Ihr Hund zubeißt

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt es etwa 140.000 durch Hunde verursachte Schadensfälle pro Jahr. Es ist also ratsam, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen, ehe Sie das Tier mit zur Arbeit nehmen. In einigen Bundesländern ist dies sowieso schon Pflicht. Im Zweifelsfall kommt es jedoch auf die konkrete Tätigkeit zum Zeitpunkt des Unfalls an. Ist der Beschäftigte seiner „normalen, betriebsdienlichen Verrichtung“ nachgegangen, greift die gesetzliche Unfallversicherung, sagt der BVBH. Sie zahlt etwa, wenn der Mitarbeiter auf dem Weg zum Kopierer gebissen wird. Bei allen „privat motivierten“ Handlungen, wie Spielen oder Gassi gehen, greift die private Hundehalterhaftpflicht.

Tipp: Lesen Sie hier, worauf Sie bei einem Urlaub mit Hund achten sollten.

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1 BlueLine-5Mio 55,81 Euro weiter  
2 NV 5Mio 56,42 Euro weiter  
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