Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 05.05.2017

Versicherungen rund um den Garten Richtig versichert im Liegestuhl entspannen

Mähroboter, Loungemöbel, Riesentrampolin – in manchen Gärten sammeln sich ganz schöne Werte an. Das müssen Sie zum Versicherungsschutz wissen.
Versicherungen rund um den Garten Richtig versichert im Liegestuhl entspannen

Bei sommerlichen Temperaturen im Liegestuhl relaxen. Gibt es was Schöneres?

Der Garten ist Ort der Freizeit und Erholung – und der Gartenarbeit. Die dafür notwendigen Utensilien, vom Liegestuhl bis zur Heckenschere, lagern auch meist im Freien oder in einer Garage oder Schuppen. Wird etwas aus dem Garten gestohlen oder von Sturm und Hagel zerstört, kommt es auf die Hausratversicherung an, ob der Schaden gedeckt ist oder nicht.

Eine Hausratversicherung enthält in der Regel auch eine Außendeckung. Das heißt, Hausrat, der sich außerhalb der Wohnung befindet – bewegliche Güter - ist ebenfalls vom Schutz erfasst. Grundsätzlich deckt die Hausratversicherung den Einbruchdiebstahl. Werden also Gartengeräte oder auch Gartenmöbel aus der abgeschlossenen Garage entwendet, springt die Hausratversicherung ein.

Hausratversicherung mit Deckungserweiterung

Gerade Gartenmöbel wird man aber nicht jeden Abend wegsperren. Sie bleiben die ganze Saison über auf der Terrasse stehen. Werden sie dort entwendet, gilt das als Diebstahl und der ist nicht in der klassischen Hausratversicherung erfasst. Einige Versicherer bieten allerdings trotzdem Schutz über eine sogenannte Deckungserweiterung und versichern auch den einfachen Diebstahl.

„Dafür muss man aber einen hochwertigen Tarif abschließen, also keinen Basis-, sondern eher einen Komfort- oder Exklusivtarif“, sagt Thorsten Rudnik, Versicherungsberater. „Der Aufpreis von 30 oder 40 Euro im Jahr lohnt sich, dann ist beispielswiese auch gestohlene Wäsche auf der Leine versichert.“ Allerdings gibt es in der Regel Erstattungsgrenzen: bis zu 1.500 Euro erstattet die Universa im Exklusiv-Tarif, die Allianz je nach Tarif zwischen 500, 5000 Euro oder sogar unbegrenzt.

Solche Deckungserweiterungen leisten oftmals auch dann, wenn Sturm und Hagel Hausrat im Freien zerstören. Denn das ist auch nicht automatisch im üblichen Leistungsumfang enthalten.

Hausratversicherung-Vergleich

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 Tarif Classic 51,34 Euro weiter  
2 CIF pro Classic 87,58 Euro weiter  
3 SY24-Platinum-L 93,62 Euro weiter  
4 Vit 94,82 Euro weiter  
5 Komfort 119,59 Euro weiter  
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Haftungsrisiko Trampolin


Die Gartensaison birgt neben dem Diebstahl auch Risiken, die Haftungsfragen aufwerfen. Bestes Beispiel ist das von Kindern heißbegehrte Trampolin. Oftmals kommen alle Kinder aus der Nachbarschaft vorbei und nutzen das Sportgerät. Kommt es dabei zu einem folgenschweren Unfall, kann der Trampolineigentümer dafür haftbar gemacht werden. „Das ist ein klassischer Fall für die private Haftpflichtversicherung“, sagt Rudnik. Sollte der Eigentümer zu Schadenersatz verpflichtet werden, zahlt die Versicherung.

Es ist aber gar nicht gesagt, dass der Eigentümer automatisch immer haftet bei einem Unfall. Er haftet vielmehr nur, wenn ihn auch eine Schuld trifft. Also wenn beispielsweise kleine Kinder unbeaufsichtigt zu mehreren auf dem Trampolin hüpfen, wenn das Gerät unsachgemäß aufgestellt ist oder wenn der Eigentümer es gestattet, dass Nachbarskinder das Gerät trotzdem nutzen dürfen, auch wenn er selbst im Urlaub ist.

„Ein guter Rat ist, die Kinder aufzuklären, zu welchen Zeiten das Springen erlaubt ist oder zu wievielt sie auf dem Trampolin hüpfen dürfen“, rät Rudnik. Im Schadensfall kann man so nachweisen, dass man seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Denn man ist nicht verpflichtet, ständig neben dem Trampolin zu stehen und das Spielen zu überwachen, vor allem, wenn ältere Kinder darauf springen.
 

Hohe Sorgfaltspflicht: Gartenteich


Genauso verhält es sich mit dem Gartenteich. Auch hierbei kann der Eigentümer haften, wenn es zu Unfällen kommt. „Man muss sich bewusst sein, dass den Eigentümer eines Gartenteichs hohe Sorgfaltspflichten treffen“, sagt Rudnik. So ist dieser verpflichtet, den Gartenteich so zu sichern, dass er für andere nicht zur Gefahr werden kann. Sollte es trotzdem zu einem Unfall kommen, würde aber auch die private Haftpflichtversicherung einspringen, meint Rudnik. Übrigens: „Ein Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ ist nur ein Alibi und hat keine rechtliche Wirkung.“
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Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe über Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin tätig.

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