Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 09.12.2016

Einbruch vorbeugen Einbrechern keine Chance geben

In der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher Hochsaison. Doch Bewohner können effektiv vorsorgen: Eine Mischung aus Mechanik, Technik und gesundem Menschenverstand macht es.
Einbruch vorbeugen Einbrechern keine Chance geben

Viele Einbrecher sind Gelegenheitsdiebe, die von einem geöffneten Fenster angelockt werden

„Mit Beginn der dunkleren Jahreszeit steigen die Einbruchzahlen“, sagt Andreas Mayer, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes mit Sitz in Stuttgart. Aber nicht nur Dämmerungseinbrüche steigen zahlenmäßig an, insgesamt nehmen Einbruchdiebstähle seit 2009 deutlich zu: Nordrhein-Westfalen nimmt mit über 62.000 Wohnungseinbrüchen im vergangenen Jahr einsam die Spitzenposition ein, über 12.000 entfallen auf Baden-Württemberg, vergleichsweise niedrig ist die Zahl in Bayern mit rund 7.500 Einbrüchen.

Die Gründe für die steigenden Zahlen sind vielfältig. Einer ist in osteuropäischen Banden zu suchen, die sich gezielt Wohngebiete vornehmen. Viele Einbrüche seien aber auch unter der Rubrik „Armutskriminalität“ zu verbuchen, die Täter kommen oft aus dem gleichen Ort, so Mayer - der Gegensatz zwischen arm und reich in unserer Gesellschaft wird immer größer.

Schnell und einfach muss es gehen

Warum Diebe Herbst und Winter bevorzugen, liegt auf der Hand: „Die Einbrecher können leicht erkennen, ob jemand zuhause ist“, sagt Mayer. Ist alles dunkel, gilt die Luft als rein. „Viele Einbrecher sind Gelegenheitsdiebe.“ Erst die einladende Situation durch ein dunkles Haus oder gar ein gekipptes Fenster lockt sie an.

„Unerkannt kommen, unerkannt wieder gehen und das möglichst schnell – das ist das oberste Credo der Diebe“, sagt Mayer. Damit das gelingt, hebeln Täter Fenster und Türen in den meisten Fällen auf und schlagen sie nicht ein. Wer vorsorgen will, muss genau da ansetzen. Als bester Einbruchschutz gelten mechanische Verriegelungen: Abschließbare Fenster, gut gesicherte und stets zweifach abgeschlossene Türen. „Wenn der Täter in drei Minuten die Tür nicht aufbekommt, bricht er in der Regel ab.“

Finanzielle Zuschüsse für mehr Einbruchsicherheit

Wer sein Haus oder seine Wohnung nachrüsten möchte, kann ein staatliches Förderprogramm über die KfW-Bank nutzen, das es voraussichtlich auch 2017 wieder geben wird: Zuschüsse von bis zu 1.500 Euro sind möglich. Ebenso kann ein zinsgünstiges Darlehen gewährt werden. Eigentümer wie auch Mieter können Anträge stellen. Gefördert wird alles, was Einbrüche erschwert: sichere Türen, Fenster, Gitter, Rollläden, Einbruch- und Überfallmeldeanlagen, Türspione oder Gegensprechanlagen und Videotechnik.

Ratsam ist es, die Mechanik um ein wenig Technik zu ergänzen: Bewegungsmelder, die das Licht angehen lassen, wenn jemand das Grundstück betritt, aber auch eine Videoüberwachung ist denkbar. Innen sollten die Bewohner Zeitschaltuhren an Lampen anschließen, so dass diese zu unterschiedlichen Zeiten an- und ausgehen. Das simuliert Anwesenheit. „Es gibt sogar Geräte, die Fernsehflimmern simulieren“, sagt Mayer.

Keine Leitern im Garten stehen lassen

Es lohnt sich, mit offenen Augen um das eigene Haus zu gehen: Bieten Leitern, Gartenstühle oder Tische eine praktische Steighilfe, um in obere Geschosse zu gelangen? Nicht zuletzt ist auch eine aufmerksame Nachbarschaft eine gute Prävention. Anstatt die beste Freundin jedoch telefonisch zu informieren, was man gerade seltsames am Nachbarhaus beobachtet, sollte man besser die Polizei anrufen.

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Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe über Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin tätig.

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