Von Horst Peter Wickel, 23.01.2017

Einbruch So schützen Sie Ihr Zuhause mit einer Überwachungskamera

Mit einer Überwachungskamera vor der Haustür können Sie nicht nur wichtige Hinweise auf Täter sammeln, sondern vor allem Einbrecher abschrecken.
Einbruch So schützen Sie Ihr Zuhause mit einer Überwachungskamera

Eine Überwachungskamera kann man heutzutage problemlos und günstig selbst installieren

Egal, wo Sie in Deutschland wohnen – die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt, im vergangenen Jahr meldete die Polizeistatistik fast 170.000 Fälle. Versicherer mussten mehr als 530 Millionen Euro für die Schäden zahlen. Deshalb fordern Versicherungen bei Vertragsabschluss grundlegende Einbruchssicherungen an Haus und Wohnung. Neue digitale Systeme gehören noch nicht dazu, aber viele Experten halten sie für sinnvoll.

Noch vor einigen Jahren war eine Alarmanlage mit Videoüberwachung eine teure Installation, die nur der Fachmann einbauen konnte. Aber inzwischen können Sie mit kostengünstigen IP-Kameras via Internet Ihre eigenen vier Wände unkompliziert im Blick behalten. Und die meisten Kameras können Sie problemlos selbst installieren.

Wie die Überwachungskameras funktionieren

Natürlich ist mit der heutigen Technik ein gestochen scharfes Full-HD-Bild bei Überwachungskameras möglich, aber dafür müssten Sie ein entsprechend großes, teures Speichermedium wählen.

Je besser die Bildqualität, desto größer sind die Datenmengen, die gestreamt oder abgespeichert werden müssen. Das „IP“ steht bei den Überwachungskameras für „Internet-Protokoll“. Die Kamera verwandelt das aufgezeichnete Bild in einen Internet-tauglichen Datenstrom, der dann über das heimische Netzwerk und den Internetrouter übertragen wird. Per Browser auf dem PC oder per App auf dem Smartphone oder Tablet können Sie die Bilder via Internet von überall verfolgen.

Wenn ein Einbrecher kommt

Viele IP-Kameras haben mittlerweile eine Bewegungserkennung. Wenn Sie den Alarmmodus scharf geschaltet haben, werden Sie per E-Mail und sogar per SMS informiert, wenn eine Bewegung erkannt und deshalb ein Video aufgezeichnet wurde. Die meisten Kameras haben nicht nur Augen, sondern auch Ohren in Form von eingebauten Mikrofonen. Damit wird zusammen mit dem Video auch der Ton im überwachten Raum aufgezeichnet. Und neue Kameras sind sogar mit Lautsprechern ausgestattet – im Fall der Fälle können Sie mutmaßliche Eindringlinge per Smartphone dann direkt ansprechen und vertreiben.

Was Sie für eine IP-Kamera ausgeben müssen

Die Preise für Netzwerk-fähige IP-Kameras beginnen schon bei unter 50 Euro. Sinnvoll ist es, eine Kamera mit Nachtsichtfunktion zu kaufen. Diese kann in absoluter Dunkelheit ihr Blickfeld mit einer Infrarot-Leuchtdiode unsichtbar illuminieren und Videos aufzeichnen. Wenn Sie etwas mehr investieren, bekommen Sie eine Kamera, bei der Sie das Objektiv ferngesteuert drehen und neigen können.

Eine solche Schwenkoptik kann eine größeren Bereich und mehrere Perspektiven überwachen, so dass Sie hier nicht mehrere starre Kameras installieren müssen. Solche Kameras sind in der Regel ab 150 Euro zu bekommen.

Tipp: Der Bund bezuschusst einbruchshemmende Maßnahmen. Die Fördermittel zum Einbruchschutz können Sie über die KfW beantragen.

Datenschutz grenzt Überwachung nicht ein

Natürlich dürfen Sie Ihr eigenes Haus oder Ihre Wohnung per Video überwachen, aber es gibt Grenzen. Die Kamera darf nicht auf den öffentlichen Bürgersteig oder die Straße gerichtet werden, auch die Grundstücke der Nachbarn sind tabu. Bei der Überwachung innerhalb der eigenen vier Wände oder auf dem eigenen Grundstück greifen die Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes bei Aufnahmen zu ausschließlich privaten oder familiären Zwecken nicht, aber wenn die Persönlichkeitsrechte von Besuchern, Familienmitgliedern oder Passanten verletzt werden, drohen Unterlassungsklagen. Rechtsanwälte empfehlen ein gut sichtbares Hinweisschild, das auf die Videoüberwachung hinweist.

Attrappen zur Abschreckung

In der Regel schauen sich Einbrecher Häuser zumindest oberflächlich an, bevor sie einen Einbruchsversuch starten. Wenn sie dabei eine oder mehrere Überwachungskameras entdecken, erscheint ihnen das Objekt gut gesichert – sie werden abgeschreckt. Wenn Sie die Kosten für eine Überwachungskamera und den Aufwand der Installation scheuen, sind Überwachungskamera-Attrappen eine gute Alternative, um einem Einbruch vorzubeugen. Diese zeichnen zwar nicht wirklich Überwachungsvideos auf, sie wirken aber genauso abschreckend wie echte Kameras – vorausgesetzt, sie sehen auch wirklich echt aus.

Schon für wenig Geld (rund zehn Euro) sind gute Attrappen zu kaufen, bei denen Materialien (Metall und hochwertiges Plastik) wie beim echten Modell verwendet werden. Um Einbrecher schnell und sicher auf die vermeintlich echte Überwachungskamera aufmerksam zu machen, ist es von Vorteil, wenn der Dummy über ein LED-Blinklicht verfügt. Dieses wird meist mit einer 9-Volt-Batterie betrieben, die im Inneren des Gehäuses untergebracht ist und mehrere Monate lang hält.
Solche Kamera-Attrappen bringen Sie am besten an Stellen an, an denen Sie auch eine echte Überwachungskamera montieren würden. Das sollten in der Regel Stellen sein, von denen aus Einstiegsmöglichkeiten, also Türen und Fenster, überwacht werden können.

Tipp: Lesen Sie hier, was Sie beachten sollten, damit Ihre Hausratversicherung auch wirklich zahlt, falls doch eingebrochen wurde.

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