Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 14.12.2016 (Aktualisiert 22.03.2017)

Hausratversicherung So melden Sie einen Einbruch Ihrer Versicherung

Damit die Hausratversicherung nach einem Einbruchdiebstahl bezahlt, ist richtiges Handeln angesagt: Schnell den Versicherer informieren und nicht gleich aufräumen, lautet die Devise.
Hausratversicherung So melden Sie einen Einbruch Ihrer Versicherung

Einen Einbruch sollte man umgehend der Polizei und der Versicherung melden

Wenn Einbrecher in die Wohnung eingedrungen sind, stehen die Bewohner erst mal unter Schock. Das Eindringen Fremder in die Privatsph√§re empfinden viele als traumatisch. Nicht selten ziehen sie langfristig aus der Wohnung aus, weil sie sich nicht mehr sicher f√ľhlen. So verst√∂rend die ersten Momente nach einem Einbruch sind – die Bewohner m√ľssen trotzdem besonnen handeln. Jetzt gilt es, alles richtig zu machen, damit die Hausratversicherung auch f√ľr das Gestohlene aufkommt.

Versicherung muss Schaden begutachten können

Im Schadensfall hat der Versicherungsnehmer n√§mlich sogenannte Obliegenheiten zu erf√ľllen. Also Pflichten, denen er nachkommen muss, damit die Versicherung leistet. „Dazu geh√∂rt, den Schaden unverz√ľglich dem Versicherer zu melden“ – und nat√ľrlich vorher auch der Polizei, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg. Leider sei „unverz√ľglich“ zeitlich nicht genau definiert. Sicher ist, dass nicht Tage oder gar Wochen vergehen d√ľrfen. „Der Versicherer muss die Chance haben, den Schaden, so wie er sich unmittelbar nach dem Einbruch pr√§sentiert, zu begutachten.“

√úbrigens: Der Versicherer ist in der Regel auch am Wochenende und an Feiertagen √ľber eine Hotline zu erreichen oder man kann zumindest eine Schadensmeldung per E-Mail schicken.

Ohne Stehlgutliste keine Leistung

Auch wenn die Bewohner am liebsten sofort die Wohnung aufr√§umen und die Spuren der Diebe beseitigen m√∂chten – „besser ist es, erst mal nichts anzur√ľhren und abzuwarten, welches Vorgehen der Versicherer empfiehlt“, r√§t Boss. M√∂glicherweise m√∂chte er ja einen Gutachter schicken. Allerdings ist der Versicherungsnehmer auch verpflichtet, den Schaden so gering wie m√∂glich zu halten. Wurden also Kreditkarten gestohlen, muss er sie sofort sperren lassen.

Es lohnt sich, den Tatort umfangreich zu dokumentieren, um sp√§ter Beweise gegen√ľber dem Versicherer in der Hand zu haben. Also: Alle Sch√§den fotografieren und gleichzeitig eine Liste der gestohlenen Gegenst√§nde anlegen, die sogenannte Stehlgutliste. Auch besch√§digte Gegenst√§nde sind dort aufzuf√ľhren, beispielsweise ein aufgebrochenes Haust√ľrschloss, zerst√∂rte Fenstergriffe oder aufgehebelte Schrankt√ľren.

Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, die Liste dem Versicherer so schnell wie möglich vorzulegen. Versäumt er dies, gilt das als Obliegenheitsverletzung und der Versicherer darf die Leistung verweigern. Die Liste muss der Versicherungsnehmer auf Eigeninitiative vorlegen. Weder der Versicherer noch die Polizei sind verpflichtet, ihn darauf hinzuweisen.

Hoffentlich vorgesorgt mit Inventarliste

Letzte H√ľrde bei der Erstattung des Schadens durch die Hausratversicherung ist der Nachweis, dass man die gestohlenen Gegenst√§nde auch tats√§chlich besessen hat. Hier bleibt nur zu hoffen, dass der Gesch√§digte vorgesorgt und bei Abschluss der Police eine Inventarliste angelegt hat, beispielsweise indem er seinen Hausrat abfotografiert hat. Von Wertgegenst√§nden lohnt es sich, Rechnungen und Belege als Nachweis aufzuheben. Wer in einer preiswert und bescheiden eingerichteten Wohnung lebt, aber nur wertvollstes Diebesgut als gestohlen meldet, wird Probleme haben, ohne Belege die volle Erstattung von der Versicherung zu erhalten.

Mein Tipp:
Lesen Sie hier, wie Sie einem Einbruch vorbeugen können und worauf Sie beim Abschluss einer Hausratversicherung achten sollten, damit sie bei einem Einbruch problemlos zahlt.

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Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

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