Von Horst Peter Wickel, 08.12.2017

Haftpflichtversicherung Strenge Regeln für Drohnen

Um die Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr viele Drohnen schwirren. Wer ein solches Flugobjekt geschenkt bekommt, muss die neuen Vorschriften beachten.
Haftpflichtversicherung Strenge Regeln für Drohnen

Vor dem ersten Start einer Drohne gilt: Den Versicherungsschutz prüfen!

Nach Schätzungen der Deutschen Flugsicherung sind bereits fast eine Million Drohnen an Deutschlands Himmel unterwegs. Schon in den ersten neun Monaten 2017 behinderten sie sechzig Mal den Flugverkehr, abstürzende und fehlgesteuerte Drohnen verursachten bundesweit erhebliche Schäden. Deshalb werden nun strengere Anforderungen an Drohnen-Piloten gestellt.

Seit Oktober 2017 Führerscheinpflicht

Wenn Sie sich nur eine kleine Spielzeugdrohne anschaffen und in der Luft tanzen lassen wollen, können Sie das natürlich weiterhin tun. Doch Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, zählen nicht mehr als Spielzeug. Sie müssen mit dem Namen und der Anschrift des Hobbyfliegers (auf einer Plakette oder einem Aluminiumaufkleber) versehen sein. Diese Kennzeichnung müssen Sie feuersicher und fest mit dem Gerät verbinden. Im Schadenfall soll damit schnell der Halter ermittelt werden.

Wann Sie einen Führerschein benötigen

Noch komplizierter wird es, wenn Ihre Drohne mit mehr als zwei Kilogramm Gewicht starten soll. Dann brauchen Sie einen Führerschein, den die Behörden „Kenntnisnachweis“ nennen. Diese Bescheinigung wird von Flugschulen und Ingenieurbüros ausgegeben, die vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannt sind. Nachweisen müssen Sie Kenntnisse zur Navigation der Geräte und den rechtlichen Grundlagen für die Nutzung.

Wo Ihre Drohne fliegen darf

Unbemannte Fluggeräte dürfen nur in Sichtweite und bis zu einer maximalen Flughöhe von 100 Metern unterwegs sein. Über Menschenmengen, militärischen Objekten, Kraftwerken und Krankenhäusern sowie in der Nähe von Flughäfen dürfen Sie Ihre Drohne gar nicht fliegen lassen. Und Drohnen ab 250 Gramm, die Töne und Bilder aufnehmen können, sind über Wohngrundstücken tabu.

Ohne Versicherung nicht starten

Schon seit 2005 ist eine Haftpflichtversicherung für unbemannte Flugobjekte Pflicht. Wenn Sie nur ein leichtes Spielzeug abheben lassen, kann der Schutz einer privaten Haftpflichtversicherung ausreichen. Bevor Sie die Drohne das erste Mal in die Luft steigen lassen, sollten Sie mit der Versicherung unbedingt klären, ob eine Zusatzversicherung nötig ist.

Haftpflichtversicherung-Vergleich

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 Premium-2016-Single-5Mio 40,62 Euro weiter  
2 BlueLine-Tip-5Mio-Single 42,01 Euro weiter  
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Haftpflichtverscherung: Knackpunkt Schadensumme

Vor allem sollten Sie Ihre Versicherung fragen, ob für Drohnenschäden die gesamte Deckungssumme der Police zur Verfügung steht. Einige Versicherer haben nach Angaben von Verbraucherschützern die Schadensumme für Drohnen bereits gedeckelt. Sie übernehmen dann zum Beispiel nur Drohnenschäden bis zu 100.000 Euro, auch wenn die Versicherungssumme sehr viel höher ist.

Tipp: Lesen Sie hier, wann sich eine Selbstbeteiligung in der privaten Haftpflichtversicherung lohnt.

Spezielle Drohnen-Versicherung

„Fliegen ohne entsprechenden Versicherungsschutz zieht ein Bußgeld nach sich und im Falle eines Schadens haftet der Drohnen-Pilot mit seinem privaten Vermögen“, so die Haftpflicht-Experten der Versicherungskammer Bayern (VKB). Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, sind nicht in Ihrer privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. Sie müssen dann eine speziellen Zusatzbaustein Ihrer Haftpflichtversicherung oder eine separate Drohnen-Police abschließen. Für Drohnen mit mehr als fünf Kilogramm Gewicht brauchen Sie immer eine Spezial-Versicherung.

Tipp:
Lesen Sie hier, wann die private Haftpflichtversicherung für Schäden im Internet aufkommt.
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