Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 28.03.2017

Airbnb und Co. Die eigene Wohnung vermieten

Die eigene Wohnung zu vermieten, ist ein populäres Geschäftsmodell geworden. Wer seine private Unterkunft anbietet, sollte vorher Versicherungs- und Rechtsfragen klären.
Airbnb und Co. Die eigene Wohnung vermieten

Gerade in gefragten Großstädten kann es viel Geld bringen, die eigene Wohnung zwischenzeitig zu vermieten.

Die Vermietung privater Unterk√ľnfte √ľber eine Plattform wie Airbnb ist f√ľr viele eine gute M√∂glichkeit, eine teure Miete zu finanzieren: F√§hrt man selbst in den Urlaub oder studiert ein Semester in einer anderen Stadt, holt man sich G√§ste aus aller Welt in die eigene Wohnung, die daf√ľr eine Miete bezahlen.

Gast und Gastgeber benötigen private Haftpflichtversicherung

Seine Wohnung als private Unterkunft im Internet anzubieten, ist immer ein Wagnis. Wer haftet, wenn dem Gast der Deoroller ins Waschbecken fällt und ein Loch in der Keramik gähnt? Die Antwort ist einfach: der Schadenverursacher - der Gast selbst. Seine private Haftpflichtversicherung springt dann ein, vorausgesetzt, er hat eine und hat obendrein Mietsachschäden versichert.

Wer sich als Gastgeber nicht die Versicherungspolice seines Gastes zeigen lassen m√∂chte, sollte im Vorfeld eine Kaution verlangen. So schafft er einen Anreiz, dass sich der Gast auch um die Schadenbegleichung k√ľmmert.

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Auch der Gastgeber selbst ben√∂tigt eine private Haftpflichtversicherung. Sollte der Gast in seinen vier W√§nden zu Schaden kommen und der Gastgeber hat dies zu verantworten, haftet er. Weil das gelegentliche Vermieten privater Unterk√ľnfte auf Plattformen wir Airbnb noch nicht so lange in Mode ist, haben Versicherer dieses spezielle Risiko noch nicht ausdr√ľcklich in ihren Versicherungsbedingungen ber√ľcksichtigt. Wer Gastgeber werden m√∂chte, sollte deshalb beim Versicherer nachfragen, ob die Vermietungssituation gedeckt ist, r√§t Sascha Straub, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Bayern. Dabei spielt sicherlich eine Rolle, ob die Wohnung nur gelegentlich oder regelm√§√üig vermietet wird.

Hausratversicherung: Vermietung gilt als erhöhtes Risiko

Die Hausratversicherung haftet auch, wenn ein Gast in der Wohnung wohnt. Allerdings sollte man seiner Hausratversicherung die Vermietung melden, weil sie eine Risikoerh√∂hung darstellt. Den Versicherungsschutz sollte man sich sodann schriftlich vom Versicherer best√§tigen lassen, r√§t Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV). Allerdings ist immer nur der Hausrat des Versicherungsnehmers vor Sch√§den gesch√ľtzt – nicht der des Gastes.

Die Hausratversicherung kommt f√ľr Sch√§den auf, die durch Leitungswasser, Sturm, Feuer oder Einbruchdiebstahl entstehen. Vandalismus oder einfacher Diebstahl sind hingegen nicht abgesichert. Klaut also der Gast Wertgegenst√§nde, hat der Vermieter Pech gehabt.

Die popul√§rste Plattform zur Vermietung privater Unterk√ľnfte, Airbnb, bietet zwar eine Gastgeber-Garantie an, die Vermieter vor Sch√§den sch√ľtzen soll. Aber das Bedingungswerk enth√§lt viele F√§lle, in denen die Gastgeber-Garantie, die immerhin Sch√§den bis 800.000 Euro begleichen will, eben nicht gilt – zum Beispiel ersetzt sie keine Wertgegenst√§nde. Verlassen sollte man sich also nicht auf den Schutz.

Erlaubnis des Vermieters einholen

Wer selbst Mieter ist, darf nicht einfach seine Wohnung untervermieten. Er muss eine schriftliche Genehmigung seines Vermieters einholen, sonst droht die fristlose K√ľndigung. Sollte die Untervermietung im Mietvertrag ausdr√ľcklich erlaubt sein, muss man trotzdem den Vermieter fragen, denn eine tage- oder wochenweise Vermietung an Touristen stellt keine gew√∂hnliche Untervermietung dar.

Tipp: Es lohnt sich, seine Nachbarn √ľber die Untervermietung zu informieren. Kommt es immer wieder zur Ruhest√∂rungen durch die G√§ste, k√∂nnen die Nachbarn die Miete k√ľrzen – eine Situation, die man sicherlich vermeiden m√∂chte.

Achtung: Zweckentfremdung verboten

Schlie√ülich gilt es aufzupassen, ob in der Stadt, in der man seine private Unterkunft zur Vermietung anbieten m√∂chte, ein Zweckentfremdungsverbot gilt. Das ist in M√ľnchen und in Berlin der Fall. Weil es hier an Wohnraum mangelt, darf die private Unterkunft nicht an Touristen vermietet werden. Es gelten aber oft Ausnahmen: Wer beispielsweise mehr als die H√§lfte der Wohnung selbst zum Wohnen nutzt - nicht als B√ľro – darf durchaus vermieten. Ein Anruf bei der Stadt, um die Rechtslage zu kl√§ren, empfiehlt sich.

Liebe Leserinnen und Leser,

Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

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