Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 10.10.2016

Hilfe, das Konto wird teurer Wo gibt es noch Gratiskonten?

Bis zu 180 Euro fürs Girokonto? Das muss nicht sein. Geldsparen.de zeigt, wo Sie Konten zum Nulltarif finden und wie Sie mühelos umsteigen.
Hilfe, das Konto wird teurer Wo gibt es noch Gratiskonten?

Ob Smartphone oder Desktop: Wer online vergleicht, geht Kontoführungsgebühren einfach aus dem Weg.

Banken und Sparkassen drehen massiv an der Gebührenschraube bei Girokonten. Hatten bereits vor einiger Zeit Großbanken wie die Postbank oder die Hypovereinsbank neue Kontomodelle mit höheren Kosten eingeführt, so verärgern jetzt die Sparkassen mit satten Aufschlägen ihre Kunden.

Hier wird’s teurer

  • Berliner Sparkasse: Das "Giro Pauschal"-Konto verteuert sich um satte 75 Prozent. Statt vier berechnet die Bank ab Dezember monatlich sieben Euro.
  • Hamburger Sparkasse: Für das klassische Girokonto der Haspa zahlen Kontoinhaber ab Herbst 3,95 statt bislang 2,95 Euro – ein Aufschlag von 34 Prozent.
  • Stadtsparkasse München: Das Girokonto "Komfort" springt von 4,95 Euro auf 7,95 Euro – eine Verteuerung um gut 60 Prozent.

Häufig kosten Leistungen extra

Auch ehemals kostenlose Inklusivleistungen wie Überweisungen oder Lastschriften werden jetzt bei vielen Kontomodellen einzeln abgerechnet. Das betrifft nicht nur Vorgänge am Bankschalter, auch Überweisungen am SB-Terminal sind nicht mehr in jedem Fall gratis. So zahlen Inhaber des "Vorteilkontos Pur" der Sparkasse Düsseldorf einen Euro, wenn sie eigenhändig Geld am Bankautomaten überweisen. Die Braunschweigische Landessparkasse erhebt für den gleichen Vorgang zwei Euro, die Hypovereinsbank sogar 2,50 Euro.

Das Gleiche gilt für Lastschriften. Die Stadtsparkasse München erhebt zum Beispiel beim Girokonto "Individual" für jede Lastschrift 30 Cent. Heben Sie Bargeld am Sparkassen-Automat ab, zahlen Sie beim gleichen Konto noch einmal 30 Cent.

Was sind die Alternativen?

Wie der Geldsparen Girokonto-Vergleich zeigt, kosten teure Girokonten bis zu 180 Euro im Jahr. Das muss nicht sein. Mit einem kostenlosen Girokonto bei einer Direktbank halten Sie Gebühren in Schach. Gratiskonten finden Sie unter anderem bei Comdirect, Consorsbank, DKB und ING-Diba. Auch manche Filialbank zeigt sich kundenfreundlich. Das "1/2/3 Girokonto" der Santander Bank erhebt beispielsweise keine Kontoführungsgebühr und spendiert obendrein noch kostenlose Kreditkarten. Auch bei vielen PSD- und Sparda Banken finden Sie Girokonten zum Nulltarif.

Banken übernehmen Kontowechsel

Das neue Zahlungskontengesetz verpflichtet Banken und Sparkassen jetzt, den Kontowechsel aktiv zu unterstützen. Dazu teilt das bisherige Institut der neuen Bank mit, welche Geldtransfers in den vergangenen 13 Monaten vom Ihrem Konto ab- bzw. auf das Konto eingegangen sind. "Dazu muss der Kunde bei der neuen Bank ein Ermächtigungsformular ausfüllen", erklärt Björn Mammen von der ING-Diba.

Diese sendet das Formular dann zum bisherigen Institut, damit die Altbank sämtliche Lastschriften, Daueraufträge und Terminüberweisungen herausfiltern kann. "Kommt das Papier zur neuen Bank zurück, hat das Geldhaus fünf Geschäftstage Zeit, um die Zahlungspartner über das neue Konto zu informieren sowie Daueraufträge und Terminüberweisungen einzurichten", so Mammen. Insgesamt stehen für den Kontowechsel zwölf Arbeitstage zur Verfügung.
Geldsparen-Tipp: Wie der Kontowechsel ohne Probleme von statten geht, erfahren Sie in unserem Beitrag: "Girokonto: Banken unterstützen Kontowechsel".
  Anbieter Ertrag pro Jahr
Sie sparen pro Jahr 
 
1.
+6,10 € 
87,75 gespart
2.
+5,34 € 
86,99 gespart
3.
+4,58 € 
86,23 gespart
Datenstand: 01.12.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Jetzt zum Geldsparen Newsletter anmelden!

Liebe Leserinnen und Leser,

Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kümmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tätig.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

08.11.2016 16:43 Uhr
Gerald Barthold: Betrügerische Werbung
ING-Diba wirbt für sich, um Kunden zu locken. Ich kann bei der ING-Diba kein Konto eröffnen, obwohl ich Arbeit habe und jeden Monat 1250,- bis 1450,- ausbezahlt bekomme. Wer in Deutschland verdient denn schon 1800,- Euro Netto? Die ING-Diba nimmt wahrscheinlich nur reiche Kunden. Oder?

16.10.2016 10:08 Uhr
Wiedmann, Volker: Postbank
Wenn ich einen monatlichen Geldeingang über 3000 Euro bei der Postbank eingebe, zeigt es das Konto Giro direkt mit monatlichen Kosten mit 1,90 Euro an. Anzeigen müsste es das Konto Giro extra direkt an welches kostenfrei ist.


Kommentar schreiben

Name*

Email*

Überschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: MNBB Studio / Shutterstock.com ID:6767

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Geld Pagename: wo-gibts-noch-gratiskonten(6767)