Von Peter Rensch, 21.11.2017

Konto Hierauf sollten Sie bei Überweisungen ins Ausland achten

Für Überweisungen ins Ausland gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Kosten unterscheiden sich zum Teil erheblich.
Konto Hierauf sollten Sie bei Überweisungen ins Ausland achten

Für Überweisungen innerhalb des Euro-Raums via Online-Banking fallen in der Regel keine zusätzlichen Kosten an.

Bei Überweisungen muss man unterschieden zwischen einer Sepa-Überweisung (SEPA = Single Euro Payment Area) innerhalb des Euroraums und einem Geldtransfer in Nicht-EU-Länder. "Unproblematisch sind in der Regel Überweisungen innerhalb der EU. Dank Sepa werden auch hohe Überweisungen schnell und relativ günstig durchgeführt", sagt Thomas Mai, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen.

Kosten für Überweisungen innerhalb des Euro-Raums

Verbraucher sollten darauf achten, dass IBAN-Ziffern, BIC-Code sowie der Name des Kontoinhabers richtig sind, damit es nicht zu Fehlbuchungen kommt. Durch das EU-Recht müssen die SEPA-Gebühren in allen Mitgliedstaaten gleich sein, was die Bank betrifft, die die Überweisung ausführt. Führen Sie den Transfer online aus, fallen in der Regel keine gesonderten Gebühren an. Anders verhält es sich jedoch mit Papierüberweisungsträgern, die Sie am Schalter abgeben. Je nach Kontomodell kann für eine Papierüberweisung schon mal ein Euro oder mehr fällig werden.

Kosten für Überweisungen außerhalb des Euro-Raums

Bei Überweisungen außerhalb des Euro-Raums, müssen Sie mit Überweisungskosten rechnen. Ein Sprecher der Commerzbank erklärt hierzu: "Bei einer Auslandsüberweisung innerhalb des SEPA-Raums entstehen keine zusätzlichen Kosten für Kunden der Commerzbank. Bei Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums fallen 1,5 Promille der Überweisungssumme an, mindestens jedoch 12,50 Euro."

Wichtig:
Informieren Sie sich über die Konditionen der Empfängerbank, denn einige Institute akzeptieren SEPA-Überweisungen nur bis zu einer bestimmten Höhe und berechnen darüber hinaus Extraprovisionen, die je nach Summe unterschiedlich hoch sein können.
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Datenstand: 15.01.2018
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Was die Kürzel OUR, SHA und BEN bedeuten

"Die Kunden sollten vor der Überweisung ins Ausland mit dem Empfänger klären, wie mit anfallenden Überweisungsgebühren umzugehen ist", sagt Axel Bäumer, Pressesprecher der Targobank. Er nennt ein Beispiel: Ein Vater überweist einen Betrag in die USA, mit dem anfallendes Schulgeld für seine Tochter beglichen werden muss. Entsprechend sollte der Betrag ohne Abzüge beim Empfänger ankommen. In diesem Fall empfiehlt sich, dass der Kunde alle anfallenden Gebühren im Voraus selbst übernimmt. Hierbei handelt es sich um eine OUR-Überweisung.

"Geht es aber beispielsweise darum, eine Ferienwohnung im Ausland zu bezahlen, empfiehlt sich eine Aufteilung der Kosten zwischen Sender und Empfänger, was der Zusatz SHA für Share regelt. Dabei übernimmt der Kunde nur die Kosten für die ausgehende Überweisung bei einer Bank, während der Empfänger, in dem Fall der Vermieter, die für ihn anfallenden Kosten übernimmt", so Bäumer weiter.

Die Option der BEN-Überweisungen, also die Übernahme der vollen Überweisungsgebühren durch den Empfänger, sei durch die Umsetzung der PSD2 ab Januar 2018 für viele Auslandsüberweisungen nicht mehr erlaubt und werde daher nicht mehr angeboten.

Alternativen zum Auslandsüberweisungen per Bank

Je nach Bank sind die Preisunterschiede bei Auslandsüberweisungen außerhalb des SEPA-Raums drastisch. Hier lohnt sich ein Vergleich zwischen Hausbank und Online-Anbietern wie beispielsweise Azimo, Moneygram oder Worldremit, die gerade bei Überweisungen nach Übersee attraktiver sein können. Auch Anbieter wie Western Union können eine Alternative sein. Hierbei zahlen Sie in einer Filiale die Summe bar ein und der Empfänger kann das Geld in einer bestimmten Filiale abholen. Das ist unkompliziert. Allerdings betragen die Gebühren bis zu 15 Prozent der Transfersumme.

Kosten für Paypal-Überweisungen

Bei Online-Überweisungen denken viele natürlich an PayPal. Jedoch besteht dort ein Limit in Höhe von 2.500 Euro. Diese können Sie jedoch auflösen. Dafür müssen Sie auf Ihrer persönlichen Startseite  unter "Informationen zu Ihrem PayPal-Konto" den Button "Limits aufheben" öffnen und den Anweisungen folgen.

Wenn Sie per Paypal Geld in Euro transferieren, zahlen Sie keine Extrakosten. Berechnet werden Gebühren erst dann, wenn die Überweisung in einer fremden Währung durchgeführt wird. Die Höhe ist abhängig von Währung, Empfängerland und Zahlungsart. Bei Verwendung einer Kreditkarte werden 1,9 Prozent in Rechnung gestellt plus 0,35 Euro für jede Transaktion.

Ab 12.500 Euro sind Auslandsüberweisungen meldepflichtig

Wichtig: Überweisungen ins Ausland sind unter bestimmten Bedingungen meldepflichtig.  Gemäß Paragraph 11 des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) und Paragraf 67 der Außenwirtschaftsverordnung (AWV) müssen natürliche und juristische Personen mit Wohnsitz beziehungsweise Geschäftssitz in Deutschland Zahlungen von mehr als 12.500 Euro melden, wenn Sie diese von Ausländern erhalten oder an diese zahlen. Hierunter fallen sowohl Barzahlungen, Überweisungen, Zahlungen per Lastschrift als auch per Scheck oder Wechsel. Davon ausgenommen sind Ausfuhrerlöse, Zahlungen für Wareneinfuhren sowie Auszahlungen und Rückzahlungen von Krediten und Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit bis zu zwölf Monate.

Die Meldung müssen Sie in elektronischer Form bei der Bundesbank einreichen. Weitere Informationen und die Möglichkeit, online der Meldepflicht nachzukommen, finden Sie auf dem Allgemeinen Meldeportal Statistik (AMS).

"Diese Meldungen dienen zur Erstellung der Außenwirtschaftsstatistik und sind durch den Kunden direkt an die Bundesbank bis zum 7. des Folgemonats elektronisch über das Allgemeine Meldeportal Statistik (AMS) zu machen. Lediglich Privatpersonen können ihre außenwirtschaftlichen Zahlungsmeldungen auch telefonisch unter der entgeltfreien Telefonnummer 0800 1234 111 (aus dt. Festnetz) aufgeben", sagt Ralf Palm, Pressesprecher bei der Postbank.

Tipp: Lesen Sie hier, wie lange Sie Kontoauszüge aufbewahren sollten.
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