Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 03.07.2015 (Aktualisiert 31.03.2016)

IBAN Die neuen Regeln f√ľr √úberweisungen

iban

Viele Bankkunden tappen im Dunkeln, wenn es um die IBAN geht

Der europäische Zahlungsverkehr läuft jetzt nach dem Sepa-Verfahren. Eine Folge davon ist die lange IBAN. Wie vermeiden Sie Fehler?
Seit 2014 gilt in Europa der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum Sepa (Single Euro Payments Area). Zu diesem gehören nicht nur die 28 EU-Länder, sondern auch die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), also Island, Liechtenstein und Norwegen. Zudem Monaco und die Schweiz - also insgesamt 33 Staaten.

Vorteil f√ľr Bankkunden: Sie ben√∂tigen f√ľr √úberweisungen innerhalb des Sepa-Raums nur noch ein einheitliches Konto. Zudem entfallen die bislang √ľblichen √úberweisungsgeb√ľhren f√ľr Auslandstransfers.

Warum sind die neuen Kontonummern so lang?

Wie Sie sicher bemerkt haben, werden derzeit alle Kontonummern auf den neuen Standard umgestellt. Die neue Kontonummer hei√üt jetzt IBAN und besteht aus 22 Ziffern und Buchstaben. Dies soll die Unverwechselbarkeit von Kontonummern innerhalb der EU garantieren. Bestandteil ist die bisherige Kontonummer, die deutsche Bankleitzahl, ein L√§nderk√ľrzel sowie eine Pr√ľfziffer. Also gar nicht so schwer zu merken. F√ľr Deutschland steht das L√§nderk√ľrzel DE. Die IBAN finden Sie bereits auf allen Kontoausz√ľgen und Bankbriefen sowie auf Ihrer girocard.
Positiv: Die Umstellung auf die neue Kontonummer erfolgte automatisch, auch die Übernahme von Daueraufträgen und Lastschriften ist gewährleistet.

Was passiert bei IBAN Zahlendrehern?

Die IBAN soll die Wahrscheinlichkeit einer fehlerhaften √úberweisung verringern. Grund: Die Pr√ľfziffer vorne korrespondiert mit der Bankleitzahl und der Kontonummer. Geben Sie eine falsche Bankleitzahl oder Kontonummer ein, f√ľhrt dies zu einer anderen Pr√ľfziffer und damit zu einer falschen IBAN. Doch selbst wenn die IBAN die Wahrscheinlichkeit einer Fehl√ľberweisung reduziert, gilt weiterhin: F√ľr Zahlendreher haften Sie selbst! Geben Sie eine Kontonummer oder Bankleitzahl falsch an und landet der √úberweisungsbetrag wider Erwarten auf einem falschen Konto, so k√∂nnen Sie hierf√ľr nicht Ihr Geldinstitut verantwortlich machen. Banken und Sparkassen brauchen n√§mlich seit 2009 nicht mehr zu pr√ľfen, ob Name und Kontonummer des Empf√§ngers in sich stimmig sind. Seither z√§hlt allein die Kundenkennung, also Kontonummer und Bankleitzahl oder IBAN.

Wie komme ich wieder an mein Geld?

M√∂chten Sie falsch geleitetes Geld zur√ľckholen, hei√üt es schnell aktiv werden. Informieren Sie unverz√ľglich Ihre Hausbank! Unter Umst√§nden kann sie die √úberweisung noch vor Gutschrift des Betrags auf dem falschen Empf√§ngerkonto stoppen. Ist die Transaktion abgeschlossen, bleibt Ihnen nur die Bitte, die Bank m√∂ge Ihnen bei der R√ľckholung des Geldes behilflich sein. Diese wendet sich dann an die Empf√§ngerbank. Lehnt der Empf√§nger die Erstattung des zu Unrecht erhaltenen Betrags ab, so geben Banken und Sparkassen die Empf√§ngerdaten an Sie weiter. In diesem Fall liegt es in Ihrer Hand, gerichtliche Schritte einzuleiten.

Hier erklärt die Sendung mit der Maus Ihren Kindern die IBAN. 
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Datenstand: 08.12.2016
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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Leserkommentare

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02.12.2016 16:27 Uhr
Walter: Hilft allen Betrügern
Dass eine Zahlung via SEPA nicht zurück gefordert werden kann ist perfekt für Pishing-Betrüger. Zumindest bei offensichtlichem Betrug sollte die Zahlung gestoppt werden können. Da wurde zu kurz gedacht.

14.07.2015 16:09 Uhr
Lisa: Nichts wird komplizierter
Was wird denn komplizierter? Nichts, außer dem Länderkürzel und die Prüfziffer. Kontonummer und BLZ bleiben gleich. Das kann ich nicht kompliziert nennen. Aber, liebe Redaktion: Es heißt NICHT IBAN-Nummer. Das N in IBAN heißt bereits "Nummer". Also heißt das Ganze einfach nur IBAN. Und auch "IBAN" ist weit weniger kompliziert als "Kontonummer und Bankleitzahl" Ė oder?

25.12.2013 16:06 Uhr
STRYJEWSKI: SEPA
Dieses neue Überweisungsverfahren ist ein weiteres Zugeständnis an unsere EU und gleichzeitig ein Klotz am Bein. Jeder der schon eine SEPA-Überweisung getätigt hat, wird das wissen. Alles wird immer komplizierter ...

30.11.2013 18:16 Uhr
Blackforest: Für Europa ???
Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch keine Überweisung ins Ausland getätigt, insoweit ist es dies ein Schmarn. Überweisung billiger - das holen sich diese Herrschaften einige Jahre danach wieder zurück - Garantiert! Aber was man uns als Vorteil verkaufen will wird uns noch mannigfach auf die Füße fallen. Durch übergreifende Kontrolle der Konten die dadurch entsteht wird der der vorletzte Rest an Anonymität genommen, die EZB hat dann die totale Bankenkontrolle der Verbraucher. Nicht nur, dass der Inhalt der Sparkonten für Politiker Begehrlichkeiten weckt, nein es wird noch schlimmer kommen. Schon jetzt wir diskutiert dass das Bargeld abgeschafft werden soll, das wird uns wieder mit entsprechenden Annehmlichkeiten präsentiert werden. In Wirklichkeit sind IBAN UND BIC für alle Europäer und die noch ausstehende Bargeldabschaffung eine totale Kontrollmöglichkeit unserer Konten - diese beiden Grundvoraussetzungen machen einen Zugriff auf unsere Konten durch Staat, EZB und EU erst möglich ohne dass der Verbraucher reagieren kann oder eine Ausweichmöglichkeit hat. Durch Geldkarten sind die Geldspuren immer sichtbar. Und der "große" EU Bruder weiß über jede Centbewegung genau Bescheid.


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