Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 29.01.2015

Neue Regeln 5 Steuertipps f├╝r Arbeitnehmer

Das neue Jahr startet wieder mit zahlreichen Steuer├Ąnderungen. F├╝r Besch├Ąftigte gibt es gute Nachrichten, denn Fiskus und Chef k├Ânnen gro├čz├╝giger sein.
Neue Regeln 5 Steuertipps f├╝r Arbeitnehmer

Betriebsfeiern werden steuerlich f├╝r Arbeitnehmer und Arbeitgeber einfacher

1. Betreuungskosten steuerfrei

Bis zu 600 Euro kann der Chef pro Jahr f├╝r Kinderbetreuung zuschie├čen. Seit diesem Jahr ist auf diese Leistung keine Einkommensteuer mehr f├Ąllig. Voraussetzung ist, dass der Mitarbeiter im Betrieb unabk├Âmmlich ist, w├Ąhrend sein Kind zu Hause betreut werden muss. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die alleinerziehende Mutter einen wichtigen Termin in der Firma hat, das Kind aber krank ist und nicht in die Schule gehen kann. Die Kosten f├╝r das notwendige Kinderm├Ądchen ├╝bernimmt der Arbeitgeber. Das Kind darf jedoch nicht ├Ąlter als 14 Jahre sein. Au├čerdem gilt die Steuerfreiheit nur dann, wenn der Chef die Leistungen zus├Ątzlich zum Arbeitslohn zahlt. Entgeltumwandlungen sind ausgeschlossen.
Steuertipp: Achten Sie darauf, dass der Betreuungszuschuss nicht mehr als 600 Euro im Jahr betr├Ągt, ansonsten wird er steuerpflichtig.

2. Erholungsbeihilfe einfacher

Arbeitgeber k├Ânnen Familien Zusch├╝sse zum Zwecke der Erholung spendieren. „Besch├Ąftigte d├╝rfen einmal j├Ąhrlich 104 Euro f├╝r den Ehepartner und 52 Euro f├╝r jedes Kind kassieren“, erl├Ąutert Christina Georgiadis, von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH). Der Chef kann den Zuschuss pauschal versteuern, so dass f├╝r den Arbeitnehmer keine Steuern anfallen. Neu ab diesem Jahr: Als Nachweis gen├╝gt es, wenn die Erholungsbeihilfe in zeitlichem Zusammenhang mit dem Urlaub des Arbeitnehmers gezahlt wird. Bislang gab es daf├╝r keine klare Regel. Der Bundesfinanzhof forderte, dass der Chef die Verwendung der Erholungsbeihilfen zu ├╝berwachen habe, die Finanz├Ąmter begn├╝gten sich dagegen mit einer zeitnahen Zahlung eng am Erholungsurlaub des Arbeitnehmers.

Steuertipp: Die neue Regelung entr├╝mpelt die B├╝rokratie und erh├Âht die Chancen auf Zahlung der Erholungsbeihilfe.

3. Betriebsfeier entspannter

Betriebsfeiern sind ab diesem Jahr steuerlich einfacher zu handhaben. Der Gesetzgeber wandelte die bislang g├╝ltige Freigrenze von 110 Euro pro Mitarbeiter in einen Freibetrag um. ├ťberstiegen die Kosten der Feier die 110-Euro-Grenze, mussten die Angestellten bislang die f├╝r die Betriebsfeier gedachten Aufwendungen von ihrem Einkommen versteuern.
Steuertipp: Jetzt muss nur der Betrag, der ├╝ber 110 Euro liegt, wie Einkommen versteuert werden.

4. Chef spendabler

Der Chef darf jetzt gr├Â├čere Sachgeschenke machen, wenn Besch├Ąftigte einen besonderen Anlass zu feiern haben, etwa eine Hochzeit oder die Geburt eines Kindes. Seit 2015 bleiben Pr├Ąsente bis zu einem Betrag von 60 Euro steuerfrei, bislang lag die Steuerfreigrenze bei 40 Euro.
 
Steuertipp: Zuwendungen in Geld – egal ob bis 40 oder 60 Euro – sind unver├Ąndert als Arbeitslohn steuerpflichtig!

5. Altersvorsorge lohnenswerter

Die betriebliche Altersvorsorge ist seit diesem Jahr attraktiver. Ursache hierf├╝r ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung West auf 72.600 Euro. Da bei der Gehaltsumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge Einzahlungen in Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei sind, k├Ânnen Arbeitnehmer nun 2.904 Euro Gehalt brutto f├╝r netto in Rente umwandeln.
Steuertipp: Aus dem Gesamtbetrag ergeben sich monatliche Einzahlungen von 242 Euro, die jetzt steuer- und sozialabgabenfrei bleiben.
 
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k├╝mmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t├Ątig.

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Leserkommentare

 

07.02.2015 18:25 Uhr
Gscheitle: Altersvorsorge steuerfrei
Es bleibt leider unerwähnt, dass die jetzt steuerfreien Beträge bei der Auszahlung zu versteuern sind. Das schmälert die so vielfach gelobte Ersparnis wesentlich, ganz zu schweigen, dass man sich viele Jahre an die abgeschlossene Altersvorsorge bindet.


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