Von Brigitte Watermann und Heidi Roider, 10.10.2013

Online-Shops Hohe Hürden beim Kauf auf Rechnung

Zahlreiche Online-Shops verweigern ihren Kunden den Kauf auf Rechnung – oder nehmen dafür Extra-Gebühren. Auf was Sie achten sollten.
Online-Shops: Hohe Hürden beim Kauf auf Rechnung

Nicht jeder Online-Shop bietet Kauf auf Rechnung an

Kunden schätzen es, Online-Shops meiden es – gemeint ist der Kauf auf Rechnung. Bei Online-Shoppern ist diese Bezahlmethode die weitaus beliebteste, aber viele Unternehmen bieten ihn gar nicht erst an. Und wenn doch, dann will jeder dritte Shop ein zusätzliches Entgelt dafür sehen, das bisweilen sogar happig ausfällt.

Oder sie verärgern ihre Kunden mit Bewährungskäufen oder einer begrenzten Bestellsumme. Das zeigt eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in 100 Onlineshops.

Kauf auf Rechnung - die Ergebnisse der Verbraucherschützer

Mehr als die Hälfte der untersuchten Shops hatten die Abwicklung und Bonitätsprüfung an spezielle Dienstleister übertragen. Diese standen dem Shop gegenüber dafür ein, dass die Rechnungsbeträge auch wirklich eingehen.

Für Kunden bedeutet das: Sie zahlen nicht direkt aufs Shop-Konto, sondern auf das Konto des Zahlungsdienstleisters ein.

Dieser Service kostet aber Geld – und viele Shops wälzen die Kosten dafür auf den Verbraucher ab. Besonders heftig: Sieben getestete Läden koppelten die Höhe des Aufschlags an den Warenwert – und verlangten zwischen 2,5 Prozent und besonders saftigen fünf Prozent an Gebühren für die Option Rechnungskauf. Insgesamt kassierte jedes dritte Unternehmen der Stichprobe beim Rechnungskauf extra ab.

Doch auch Läden, die ohne Hilfe von Zahlungsdienstleistern auskommen, verlangten zum Teil Aufschläge: Branchenprimus Amazon beispielsweise kassierte im Test 1,50 Euro pro Einkauf.

Große Unterschiede gab es auch bei den Zahlungsfristen. Das Gros der Händler wollte sein Geld nach 14 Tagen sehen, manche aber auch schon nach sieben oder zehn Tagen. Amazon wollte das Geld "sofort nach Erhalt der Ware" sehen.

Doch egal, wie lang die Zahlungsfrist ist – wer sie nicht einhält, dem drohen laut Allgemeiner Geschäftsbedingungen sofortige Mahnkosten und Inkasso.
Damit Sie nicht zum eigentlichen Kauf noch ordentlich drauf zahlen, sollten Sie daher immer die Kosten des Zahlverfahrens und die Zahlungsfristen genau prüfen.

Das Widerrufsrecht bei Kauf auf Rechnung

Übrigens - was viele nicht wissen: Der Kauf auf Rechnung wirkt sich beim Online-Shopping negativ auf das Widerrufsrecht aus. Das bestimmt: Wer innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung die Bestellung retour schickt, hat bei einem Warenwert ab 40 Euro Anspruch auf Erstattung der Rücksendekosten. Hat jedoch der Händler noch keine Gegenleistung, sprich kein Geld, erhalten, entfällt für ihn die Pflicht zur Erstattung.
Tipp zum Online-Einkauf: Verbraucherschützer empfehlen auch das Lastschriftverfahren, da es rückgängig gemacht werden kann. Innerhalb von sechs Wochen können sich Kunden das Geld zurückbuchen lassen. Alternativ können Sie auch mit der Kreditkarte bezahlen. Auch hier gilt in der Regel eine Sechs-Wochen-Frist, um fehlerhafte Abbuchungen rückgängig zu machen. Im Zweifelsfall bei der Bank erkundigen.

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» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

04.03.2015 00:02 Uhr
Gerd: Online Einkauf
Das Übel schlechthin sind Vorkasse Zahlungen. Hier ist nur einer geschützt, der Shopbetreiber, auch hier schwarze Schafe nicht nur bei Käufern. Früher war der Kauf auf Rechnung üblich.Ein Zahlungsziel war immer 30 Tage oder innerhalb 3 Tagen mit 3 Prozent Skonto. So hat sich leider alles zum negativen verändert und der übliche Rabatt wurde auch noch ausgehebelt. Kauft doch alle nur noch da wo auf Rechnung auch geliefert wird !

21.10.2013 09:46 Uhr
Alexander: Na und?
Wer etwas haben möchte muss die Ware auch bezahlen, ob man dies 8 Tage später oder früher macht oder nicht ist doch vollkommen egal. Wenn die Leute in den Deichmann gehen und Schuhe kaufen käme auch nie einer auf die Idee einen Kauf auf Rechnung zu verlangen.. schon einmal was von PayPal, Vorkasse gehört und Nachnahme gehört? Das bietet doch jeder Onlineshop an - reicht doch?! Und PayPal und NN sind genau so sicher (für die ganz vorsichtigen..) obwohl - oh ja hilfe - Die Fa. Deichmann will mich besch... und schickt mir nach meiner Zahlung bestimmt keine Ware -> dann bestell ich lieber nichts und lauf ohne Schuhe rum).. *kopfschüttel*

19.10.2013 17:38 Uhr
Silke: Online Kaufen
Auch ich kaufe gern Online und bin leider auch auf wenige Shops beschränkt da ich aus schlecher Erfahrung raus auch meine Kontodaten nich angebe.Schade

19.10.2013 16:23 Uhr
Wolfgang Jost: Kauf auf Rechnung
Also wenn mir eine Online-Verkäufer keine Möglichkeit gibt auf Rg. zu bezahlen bestelle ich dort grundsätzlich nicht od. wo anders! Auch eine Vorauszahlung ohne den Artikel gesehen oder funktionstüchtig zu haben bin ich nicht gewillt auf meine Schultern zu legen. Ich bin bei meinen Firmen langjähriger Kunde und bezahle ebenso grundsätzlich meiner Einkäufe auch. W.J.


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