Von Brigitte Watermann, 08.11.2013

Geldanlage für Kinder Mit den Kindern den Fiskus ausbremsen

Auch Kindern stehen die jährlichen steuerlichen Freibeträge zu. Eltern können sich das zunutze machen – und die Steuerlast der Familie senken.
Geldanlage für Kinder: Mit den Kindern den Fiskus ausbremsen

Steuern sparen: Auch den Kindern stehen Freibeträge zu

Haben Sie vor kurzem ein Baby bekommen? Dann haben Sie sich vielleicht auch gewundert oder sogar geärgert, dass nur ein paar Wochen nach der Geburt Ihr Kind einen Brief vom Bundeszentralamt für Steuern bekommen hat.

Darin enthalten: Die Steueridentifikationsnummer, die ein Leben lang und sogar noch 20 Jahre nach dem Tod bestehen bleibt. Doch Eltern kann dieser Brief auch daran erinnern, dass schon ein Neugeborenes wie seine Eltern auch gewisse steuerliche Freibeträge hat, die man sich für die Gesamtfamilie zunutze machen kann.
Zu diesen Freibeträgen zählen im Jahr 2013:
  • Grundfreibetrag: 8.130 Euro
  • Sparer-Pauschbetrag: 801 Euro
  • Sonderausgaben-Pauschbetrag: 36 Euro
Diese Freibeträge kann man nutzen, falls man etwa über Geld- oder Wertpapiervermögen verfügt – und dieses Vermögen auf seine Sprösslinge überträgt. Falls das Kind ausschließlich Einnahmen aus Kapitalvermögen erzielt, kann es folglich insgesamt pro Jahr steuerfrei 8.967 Euro an Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen einstreichen. Geht man davon aus, dass man eine Verzinsung von zwei Prozent erzielt, dann dürfte das Kapital des Kindes knapp 448.350 Euro überschreiten, ohne dass Steuern fällig wären.

Bei Gesamteinnahmen des Kindes unter diesem Schwellenwert dürften Eltern auch eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Dann behält die Bank bei Kapitaleinkünften oberhalb des Sparerpauschbetrags von 801 Euro keine Abgeltungsteuer von 25 Prozent ein.

Allerdings müssen Eltern einkalkulieren, dass Kinder mit hohen eigenen Einkünften womöglich Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung zahlen müssen. Die Grenze liegt bei Kapitalerträgen von 385 Euro pro Monat nach Abzug des Sparerpauschbetrags. Auch für andere Fördermaßnahmen wie zum Beispiel Bafög sind Einkommens- und Vermögensgrenzen zu beachten.

Aufpassen muss man auch in Sachen Erbschaftssteuer:
Bis zu 400.000 Euro alle zehn Jahre dürfen Eltern jeweils pro Kind verschenken. Allerdings erkennt der Fiskus solche Schenkungen nur an, wenn die Eltern das Geld bei ihren Kindern nicht nur zwischenparken, sondern endgültig verschenken.
Im Klartext heißt das vor allem: Das Kind muss ein eigenes Depot oder Konto haben, auf das die Erträge fließen – und darüber später auch wirklich verfügen können. Die Eltern dürfen das Geld nur treuhänderisch verwalten und allenfalls für Ausgaben des Kindes wie etwa den Auslandsaufenthalt antasten. Beim Übertrag größerer Summen sollte man sich sicherheitshalber Rat von einem Steuerberater oder Notar einholen.

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