Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 15.04.2015

Immobilie verschenken Steuer-Tipps für die Schenkung

Bei Erbschaft und Schenkung hält der Staat die Hand auf. Wenn der Ehegatte aber eine selbstbewohnte Immobilie übernimmt, geht der Fiskus leer aus. Die Optionen:
Immobilien-Schenkung Steuer-Trick für Ehepartner

Häuser verschenken kann teuer werden, wenn der Fiskus mitverdient

Neben den normalen Freibeträgen gibt es bei der Schenkung weitere lukrative aber kaum bekannte Steuervorteile. So ist beispielsweise die Schenkung des selbstbewohnten Familienheims unter Eheleuten oder eingetragenen Lebenspartnern grundsätzlich steuerfrei – und das unabhängig vom Wert sowie der Größe der Immobilie. Also selbst, wenn es sich um eine teure Millionärsvilla handelt.

„Diese Steuerbefreiung besteht zusätzlich zu dem persönlichen Freibetrag“, sagt Agnes Fischl, Fachanwältin für Erbrecht und Steuerberaterin von der Kanzlei Convocat aus München. Dies gilt übrigens auch, wenn das Grundstück in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) liegt. Die Immobilie muss lediglich den Mittelpunkt des familiären Lebens zu eigenen Wohnzwecken darstellen.

Ein wichtiger Aspekt dabei: Wie vom Bundesfinanzhof entschieden, kommt es hier nur auf den Zeitpunkt der Zuwendung des Familienheims an. Keine Rolle spielt dabei, wann die betreffende Immobilie angeschafft wurde. So ist nicht von Belang, dass beispielsweise die Immobilie bereits zu einem Zeitpunkt erworben wurde, zu dem die Ehe noch gar nicht bestand. Ebenso unerheblich ist, seit wann die Immobilie als Familienheim der Eheleute dient (BFH-Urteil, Az. II R 37/09).
 

Schenkung unbegrenzt möglich

Auch die zehnjährige Wohnpflicht, wie beim Vererben einer selbstgenutzten Immobilie, gibt es bei der Schenkung nicht. Der beschenkte Partner kann das Familienheim bei Bedarf jederzeit veräußern und sich damit wirtschaftlich so stellen, als sei ihm Bargeld in jeglicher Höhe erbschaftsteuerfrei geschenkt worden.
Weder im Hinblick auf den späteren Verkauf der familiären Immobilie durch den Beschenkten noch hinsichtlich einer erneuten Schenkung eines Familienheims bestehen irgendwelche gesetzlichen Sperrfristen. „So ist es durchaus möglich, durch wiederholte schenkweise Übertragung von Familienheimen von einem Ehepartner auf den anderen – auch im Wert von mehreren Millionen – komplett ohne Inanspruchnahme der persönlichen Freibeträge ganz legal an der Erbschaftsteuer vorbei Vermögen zu transferieren“, sagt Anwältin Fischl. Eine gewisse steuerliche Schamfrist sollte dabei jedoch schon eingehalten werden.
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