Von Michael Schreiber, 18.07.2013

Haushaltshilfe Teil 1 Anmelden spart Geld

Wer Beruf und Familie vereinbaren muss, beschäftigt oft eine Haushaltshilfe. Welche Vorteile sich ergeben, wenn sie legal beschäftigt wird.
Haushaltshilfe Teil 1 Anmelden spart Geld

Schwarzarbeit bei einer Haushaltshilfe lohnt sich nicht

Laut Minijobzentrale helfen Haushaltshilfen in mehr als vier Millionen deutschen Haushalten der Hausfrau beim Kochen, Waschen und Putzen. Aber es sind nur 242.000 von ihnen angemeldet. In der gleichen Studie gibt jeder zehnte zu, dass er schon mal jemand schwarz beschäftigt, um sich Steuern und Versicherungsbeiträge zu sparen. Dagegen sind 65 Prozent überzeugt, dass dies der Wirtschaft schadet.

Auch wenn es nur um kleine Beträge geht, rechtlich gesehen begeht jeder, der eine Haushaltshilfe nicht anmeldet, eine Ordnungswidrigkeit. Wer erwischt wird, muss mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro rechnen. Dabei genießt der, der anmeldet, durchaus Vorteile: Für die Kosten gibt es eine Steuerermäßigung und die Haushaltshilfe ist bei einem Unfall versichert.

Neue Spielregeln 2013

Für Haushaltshilfen gelten die gleichen Richtlinien wie für Minijobber. Sie dürfen seit diesem Jahr etwas mehr, nämlich 450 Euro weitgehend steuer- und sozialabgabenfrei kassieren. Dafür unterliegen sie allerdings der Rentenversicherungspflicht. Ausnahme: Die Haushaltshilfe verzichtet darauf. Wenn nicht, dann zahlt der Hausherr fünf Prozent des Lohns als Arbeitgeberanteil in die Rentenversicherung, sie selbst muss zusätzlich 13,9 Prozent einzahlen. Als Gegenleistung werden Rentenansprüche erworben.

Sollen sich Haushaltshilfen rentenversichern?

Für Rentner, die als Haushaltshilfe minijobben, lohnen sich die Einzahlungen wahrscheinlich nicht. Anders sieht es aber bei Erwerbstätigen aus: Zwar sind die Beiträge nur gering, wichtiger ist aber hier etwas ganz anderes: Die gezahlten Monate zählen bei der Rente als Beitragszeiten. Zudem können Haushaltshilfen auch Ansprüche für Reha-Maßnahmen erwerben.

Für wen lohnt es sich besonders?

Von der Rentenversicherungspflicht profitieren insbesondere Haushaltshilfen, die Kinder zwischen drei und zehn Jahren haben. Grund: Der 450-Euro-Job wird bei der Rente so angerechnet, als hätten sie 675 Euro pro Monat verdient. Somit steigen spätere Rentenansprüche.

Vorteil Riester

Außerdem haben rentenversicherte Haushaltshilfen Anspruch auf Riesterförderung. Wer also einen Riestervertrag abschließt und mindestens 60 Euro einzahlt, erhält zusätzlich im Alter die Gundzulage von 154 Euro sowie Kinderzulagen von 185 Euro (Geburt des Kindes vor 2008) bzw. 300 Euro (Geburt nach 2008) dazu. Auch der Ehepartner kann sich, wenn er ebenfalls mindestens 60 Euro einzahlt, die Grundzulage sichern.

Mit wie viel Sie insgesamt rechnen können, erfahren Sie mit ein paar Klicks mithilfe unseres Riester-Rechners:
 
Vergleich Riester-Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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