Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 22.04.2015

Steuererklärung Eigenheim: Was das Finanzamt anerkennt

Wohnen Sie in den eigenen vier Wänden, können Sie zahlreiche häusliche Tätigkeiten in Ihrer Steuererklärung angeben. Was ist erlaubt, wie viel Erstattung winkt?
Steuererklärung Eigenheim: Was das Finanzamt anerkennt

Zwei Stunden arbeiten, 900 Euro kassieren - ganz einfach mit der Steuererklärung

Handwerkerleistungen in der Steuererklärung
M√∂chten Sie im Fr√ľhjahr Ihr Haus oder Ihre Wohnung streichen oder einen neuen Fu√üboden verlegen, k√∂nnen Sie mit Unterst√ľtzung vom Finanzamt rechnen. In die Steuererkl√§rung geh√∂ren beispielsweise Maler- und Tapezierarbeiten, Fenster- und T√ľrenstreichen oder Fu√üboden- und Flie√üenarbeiten. Wichtig ist, dass die Arbeiten von einem Handwerksbetrieb gegen Rechnung erledigt werden. Das gleiche gilt f√ľr Arbeiten an Dach, Fassade und Garage. Von der Steuer absetzbar sind ferner der Austausch von Heizung, Elektro- oder Gasanlagen, ebenso die Bad- oder K√ľchenmodernisierung. Wohneigent√ľmer k√∂nnen Arbeiten an der Wohnanlage steuerlich geltend machen, wenn die Eigent√ľmergemeinschaft der Auftraggeber ist. Die Auslagen werden dann anteilig erstattet.

• Tipp: Auch Instandsetzungs- und Sanierungskosten an Ferienwohnungen im EU-Ausland erkennt das Finanzamt an.

Finanzamt an Reparatur von Haushaltsgegenständen beteiligen
Neben Arbeiten an der Immobilie beteiligt sich das Finanzamt auch an der Reparatur von Haushaltsger√§ten. Allerdings gilt auch hier: Die Arbeiten m√ľssen im eigenen Haushalt erfolgen. Steuerlich anerkannt sind zum Beispiel das Instandsetzen der Waschmaschine, des Geschirrsp√ľlers, des Fernsehers oder des Computers. Auch das Stimmen des privaten Klaviers ist nach Angaben von Steuerrat24.de absetzbar. Das Finanzamt erkennt allerdings nur Fahrt- und Arbeitszeit sowie Maschinenkosten an, Materialkosten bleiben unber√ľcksichtigt. Unbegrenzte Kosten erkennt das Finanzamt allerdings nicht an. F√ľr Handwerkerleistungen und f√ľr h√§usliche Reparaturen akzeptiert die Beh√∂rde Rechnungsbetr√§ge bis zur H√∂he von 6.000 Euro im Jahr an. 20 Prozent davon sind von der Steuer absetzbar, das hei√üt die maximale Entlastung bel√§uft sich auf 1.200 Euro.

• Wichtig: Weisen Sie die Kosten gegen√ľber dem Finanzamt mit einer ordentlichen Rechnung nach und bezahlen Sie die Leistungen per Bank√ľberweisung.

Haushaltshilfe bringt Steuerrabatt
Beauftragen Sie eine Hilfskraft, die im Haushalt oder im Garten mit zur Hand geht, zeigt sich das Finanzamt ebenfalls gro√üz√ľgig: Kochen, Waschen, Putzen, Schnee schieben, Rasen m√§hen und Hecke schneiden geh√∂ren genauso zu den beg√ľnstigten T√§tigkeiten wie die Betreuung von Kindern und √§lteren Menschen. Die Voraussetzung auch hier: Die Arbeiten m√ľssen im Haus verrichtet werden. F√ľr das Spazierengehen mit dem Hund au√üerhalb des Grundst√ľcks gibt es keinen Steuernachlass. Das Finanzamt akzeptiert Ausgaben von bis zu 20.000 Euro pro Jahr, ein F√ľnftel davon sind steuerlich anerkannt und werden als Rabatt direkt von der f√§lligen Einkommensteuer abgezogen. Das gilt auch f√ľr den Solidarzuschlag und f√§llige Kirchensteuer.

• Tipp: F√ľr haushaltsnahe Dienstleistungen von angemeldeten Minijobbern k√∂nnen Sie bis zu 2.550 Euro j√§hrlich beim Finanzamt geltend machen, 20 Prozent davon werden auf die Steuer angerechnet.

Handwerkerleistungen als außergewöhnliche Belastungen
In bestimmten F√§llen k√∂nnen Sie Handwerkerarbeiten als au√üergew√∂hnliche Belastungen von der Steuer absetzen. Dazu geh√∂ren zum Beispiel die Kosten f√ľr die behindertengerechte Gestaltung des Hauses oder der Eigentumswohnung, die Sanierung von asbesthaltigen Materialien sowie Aufwendungen zur Beseitigung von Brand-, Hochwasser- und Sturmsch√§den. In diesem Fall ist der Steuerbonus nicht nach oben gedeckelt, allerdings muss man die zumutbare Eigenbelastung selbst tragen. Diese ist abh√§ngig von den famili√§ren Verh√§ltnissen und vom Einkommen und kann zwischen ein und sieben Prozent des Jahresverdienstes betragen.

Arbeitszimmer von der Steuer absetzen
Fr√ľher sehr beliebt, heute nur noch in Ausnahmef√§llen absetzbar: das h√§usliche Arbeitszimmer. Entweder Sie Arbeiten als Freiberufler oder Selbstst√§ndiger von zu Hause aus oder aber ihr Arbeitgeber stellt Ihnen keinen eigenen Arbeitsplatz zur Verf√ľgung, wie dies bei Lehrern oder Au√üendienstmitarbeitern oft der Fall ist. Im ersten Fall k√∂nnen Sie s√§mtliche Raumkosten als Betriebsausgabe geltend machen, im zweiten Fall sind bis zu 1.250 Euro von der Steuer absetzbar.

• Tipp: Das Finanzamt erkennt auch ein Archiv im Keller an, dadurch k√∂nnen Sie die Kellerr√§ume teilweise als Steuersparschwein nutzen.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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