Von Michael Schreiber, 20.09.2013

Güterstandsschaukel Steuerpflicht bei einem Girokonto umgehen

Müssen Sie Steuern zahlen, weil Sie ein Gemeinschaftskonto unterhalten? Dieses Geld können Sie sich vom Fiskus zurückholen – ganz legal.
Güterstandsschaukel: Steuerpflicht bei einem Girokonto umgehen

Sparen mit der Güterstandsschaukel

Für den weniger vermögenden Ehepartner kann ein Gemeinschaftskonto manchmal zur Steuerfalle werden. Sie lässt sich aber elegant umgehen. Der Kniff nennt sich Güterstandschaukel: Damit können Eheleute, die in einer Zugewinngemeinschaft leben, Vermögenswerte steuerlich unbehelligt untereinander verschieben.

Unter bestimmten Umständen kann nämlich das Gemeinschaftskonto Schenkungssteuer kosten - das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Partner vermögend ist und der "ärmere" freien Zugriff auf die Ersparnisse hat. Dann kann das Finanzamt dies als hälftige Schenkung der deponierten Vermögenswerte auffassen und kassiert Schenkungssteuer, wenn die Freibeträge überschritten werden.

Die Güterstandsschaukel funktioniert so:
Sie beenden als Ehepaar ihren ehelichen Güterstand mit einem notariellen Ehevertrag und wechseln damit in die Gütertrennung. Das kann auch nur für einen Tag sein. Sie können auch nach einem Tag zurück in die Zugewinngemeinschaft wechseln.

Mit der Güterstandsschaukel Steuern sparen

Was dahinter steckt: Rechtlich ist dann – mit dem Ende der Zugewinngemeinschaft – der vermögende Partner gesetzlich verpflichtet, seinem ärmeren Ehegatten einen finanziellen Ausgleich für das in der Ehe erarbeitete Vermögen zu bezahlen. Dieser Ausgleich unterliegt nicht der Schenkungssteuer. Diesen Steuertrick hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil als legal bestätigt. (Urteil vom 12. Juli 2005, Az. II R 29/02)
Tipp: Die Güterstandsschaukel funktioniert auch rückwirkend. Dazu muss ein Notar Vermögensübertragungen vergangener Jahre auflisten und auf den Zugewinn anrechnen. Damit erlischt die Schenkungssteuer rückwirkend und Sie erhalten bereits bezahlte Steuern zurück. Heben Sie daher Schenkungssteuerbescheide gut auf.
Für unverheiratete Paare gibt es leider nur eine Möglichkeit, um nicht vom Finanzamt zur Kasse gebeten zu werden: strikt getrennte Konten. Damit der jeweilige Partner im Ernstfall nicht auf dem Trockenen sitzt, sollten Sie sich gegenseitig eine Kontovollmacht erteilen.
Tipp: Um sich für gegenseitig für den Todesfall abzusichern – ohne wieder in die Steuerfalle zu tappen – können Sie jeweils eine Risikolebensversicherung abschließen. Sie müssen nur darauf achten, nicht das eigene Leben, sondern das des Partners zu versichern. Stirbt der Partner, zahlt die Versicherung den Betrag steuerfrei aus.

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