Anja Lang
Ein Beitrag von Anja Lang, 01.08.2013

Gesundheitskosten Arztrechnungen von der Steuer absetzen

Aufwendungen für die Gesundheit gehen ins Geld. Einen Teil dieser Kosten können Sie sich aber zurückholen. Das Zauberwort heißt außergewöhnliche Belastungen.
Gesundheitskosten Arztrechnungen von der Steuer absetzen

Außergewöhnliche Leistungen können in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden

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Als solche können viele private Gesundheits-Aufwendungen in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden: Darunter fallen zum Beispiel Zuzahlungen zu Rezepten und die Arztpraxisgebühr, Kosten für Zahnersatz, Brillen, Einlagen oder auch Kuren.

Kurz: Alle Kosten, die vom Arzt verordnet, aber von der Krankenkasse nicht übernommen werden.

Ein Steuerabzug ist allerdings erst möglich, wenn die Summe der angefallenen Gesundheitskosten pro Jahr die zumutbaren Eigenbelastung überschreitet. Diese richtet sich nach der Höhe des Einkommens, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder.
Beispiel: Eine Familie mit drei Kindern und einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro beispielsweise, hat diese Grenze bei 400 Euro erreicht. Kosten, die diesen Grenzbetrag übersteigen, können dann bei der Steuer mindernd berücksichtigt werden.
Wer möglichst viel absetzen will, sollte deshalb vorausschauend planen. Größere Anschaffungen, wie Brille, Zahnspange oder Zahnersatz, sollten möglichst dann getätigt werden, wenn die Chance besteht, dass die Eigenbelastung überschritten wird. Maßgeblich für die Steuererklärung ist das Zahlungsdatum, nicht das Rechnungsdatum.

Was wenige wissen: Das Finanzamt erkennt erstaunlich viele Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen an. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Quittungen und Belege vorgelegt werden und ein Arzt die angegebenen Maßnahmen oder das Medikamente verordnet hat.
Die Liste der absetzbaren Gesundheitskosten ist lang. Absetzbar sind zum Beispiel:
  • Kosten beim Heilpraktiker,
  • verordnete psychoanalytische oder therapeutische Behandlungen,
  • Krankengymnastik, 
  • Therapien beim Logopäden und Sprachheilpädagogen, 
  • Kosten für eine Suchttherapie von Alkoholikern,
  • Ausgaben für eine künstliche Befruchtung und für Klinik und Mediziner bei der Geburt eines Kindes,
  • Laserkorrekturen für eine bessere Sehschärfe, 
  • Krankenbesuche zu den Kindern im Krankenhaus oder zu pflegebedürftigen Eltern ebenso
  • gängige Kopfschmerz- Erkältungs- und Vitaminpräparate, solange sie ein Arzt verschreibt.

Wichtig für Kassenpatienten: Jetzt schon Quittungen über Zuzahlungen sammeln

Schon zu Beginn des Jahres sollten Kassenpatienten anfangen Belege über Zuzahlungen im Gesundheitsbereich zu sammeln. Nur mit diesen Quittungen erhalten gesetzlich Versicherte nämlich später eventuell auch eine Befreiung von weiteren Zuzahlungen.

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» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

23.12.2013 09:06 Uhr
Krug: Erstttung von Kosten, die noch nicht abgerechnet wurde.
Die im Dezember angefallenen und bezahlten Kosten werden vom Finanzamt nicht angerechnet, wenn die Krankenversicherung aus Verwaltungsgründen noch nicht mitgeteilt hat, welchen Anteil sie von den Kosten übernimmt.


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