Von Brigitte Watermann, 17.12.2014

Finanzamt Neun goldene Steuerspar-Regeln

Diese neun goldenen Regeln helfen der ganzen Familie, am Ende des Jahres noch die Steuerlast zu drücken:
Finanzamt Neun goldene Steuerspar-Regeln

Beschenken Sie sich selbst und sparen Sie noch bis Jahresende Steuern

Wer in den kommenden Tagen noch seine Steuererklärungen und Belege durchforstet - oder auch nur auf Kapitalerträge oder die Steuerklassen achtet -, der kann noch einen richtigen Geldsegen vonm  Staat für seinen Familie und sich erwarten. Aber Achtung: Dementsprechende Unterlagen müssen oft noch das Datum dieses Jahres tragen. Übrigens: Finanzämter haben eigene Eingangsbriefkästen - die gewährleisten, dass solche Daten auf Ihren Einsendungen sind - wenn Sie sie dort direkt einwerfen.

Hier unsere neun goldenen Steuersparregeln:

1. Regel: Einkünfte verteilen

Familien mit mehreren Kindern haben es gut - sie können mehrere Freistellungsaufträge und Freibeträge nutzen. So manche Bank schreibt Zinsen aufs Tagesgeld- oder Festgeldkonto ja erst am Jahresende gut. Daher sollte man rechtzeitig schauen, ob man sein Freistellungsvolumen (maximal 801 Euro bei Ledigen und 1602 Euro bei Verheirateten) optimal auf seine verschiedenen Banken, Fondsgesellschaften oder Bausparkassen verteilt hat. Wen Sie Anlagen für Kinder abgeschlossen haben, muss auch dafür ein Freistellungsauftrag existieren. Alle Einnahmen müssen sonst versteuert werden.

2. Regel: Steuererklärung erstellen

Eigentlich muss nicht jeder eine Steuererklärung machen: Doch meist lohnt es sich für dei ganze Familie. Denn Arbeitnehmer bekommen im Schnitt rund 860 Euro vom Fiskus zurück, wenn sie zum Beispiel Sonderausgaben wie die Kirchensteuer oder Werbungskosten für Fahrten zur Arbeit geltend machen. Wer für 2010 noch keine Erklärung abgegeben hat, muss das bis Jahresende nachholen. Es gilt eine Vier-Jahres-Frist.

3. Regel: Studierende Kinder sparen Steuern

Der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) weist darauf hin, dass die Vier-Jahres-Frist auch für Studenten wichtig sein kann. Wer zum Beispiel 2010 Student im Masterstudium war und nachträglich seine Ausbildungskosten als vorweggenommene Werbungskosten noch geltend machen möchte, muss ebenfalls eine Einkommensteuererklärung abgeben. Zusätzlich muss man die „Verlustfeststellung“ auf dem Vordruck ankreuzen.

Zum Hintergrund: Nach einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs könnten auch Studenten im Erststudium Werbungskosten geltend machen (Aktenzeichen VI R 2/12). Das letzte Wort zu dieser Frage muss allerdings noch das Bundesverfassungsgericht sprechen. Wer sich aber alle Chancen offen halten möchte, muss auch beim Erststudium seine Ausbildungskosten in einer Einkommensteuererklärung für 2010 bereits bis Ende Dezember 2014 angegeben haben.

4. Regel: Riestern

Wer jetzt noch schnell einen Riester-Vertrag abschließt, kann das steuerlich für das Jahr 2014 nutzen. Beim Klick auf diesen Satz finden Sie die besten Verträge für Ihre Familie.  Maximal fördert der Staat Einzahlungen bis 2.100 Euro. Interessant ist Riestern besonders für Familien mit Kindern: Pro Kind gibt es jährliche Zulagen von 185 Euro, für ab 2008 Geborene sogar von 300 Euro. Der zu zahlende Eigenanteil sinkt entsprechend ab. Den gesamten Steuervorteil sichern Sie sich sich über eine Einmalzahlung bis Ende Dezember 2014.
 

5. Regel: Die klassische Familie

Nix da mit wilder Ehe: Wer 2014 noch schnell heiratet, spart massiv Steuern. Das Ehegattensplitting macht sich vor allem bemerkbar, wenn beide unterschiedlich gut verdienen, sonst lohnt es sich eher weniger.
 

6. Regel: Steuerklassen prüfen

Familien, aufgepasst: Bis 31.12. sollten verheiratete Arbeitnehmer prüfen, ob die gewählten Lohnsteuerklassen noch sinnvoll sind. Entscheidend für die künftige Besteuerung ist die Steuerklasse, die zum Jahresbeginn gilt. Deshalb muss ein Wechsel noch vor Januar erfolgen, wenn die Familie mit einer anderen Klassenverteilung günstiger fährt. Auch auf die Höhe des künftigen Elterngelds hat die Steuerklasse einen Einfluss. Werdende Eltern sollten sich den Effekt am besten durchrechnen lassen.

7. Regel: Arbeitnehmer-Sparzulage holen

Erinnern Sie sich noch an die Vier-Jahres-Regel? Auch die Arbeitnehmer-Sparzulage bei vermögenswirksamen Leistungen kann nur für vier Jahre rückwirkend beantragt werden. Und Anträge auf Wohnungsbauprämie sowie Riesterzulage sind sogar nur halb so lang rückwirkend möglich.

8. Regel: Krankheitskosten konzentrieren

Möglichst viel Geld in einem Jahr ausgeben - das ist bei den Krankheitskosten wichtig. Besonders Familien sollten darauf achten. Denn der Fiskus schreibt eine Art Selbstbeteiligungshürde vor. Sie richtet sich nach Familienstand, Kinderzahl und dem eigenen Einkommen. Alle Steuerzahler dürfen Ausgaben für Medikamente, Brillen oder Zahnersatz als außergewöhnliche Belastungen geltend machen, wenn die Krankenkasse nicht einspringt. Also checken Sie jetzt Ihre Rechnungen - und kaufen die neue Brille eventuell noch 2014.

9. Regel: Handwerker bezahlen

Vom Katzensitter bis zur Reinigungskraft: An haushaltsnahen Leistungen beteiligt sich der Fiskus mit bis zu 1.200 Euro jährlich. Absetzbar sind jeweils 20 Prozent der Lohnkosten (nicht des Materials) - und das bis zu einer Rechnungssumme von jährlich 6.000 Euro. Hat Ihre Familie den Betrag noch nicht ausgeschöpft - und beschäftigen Sie noch einen Handwerker? Dann können Sie sich den vollen Steuerbonus sichern, wenn Sie bis Silvester zahlen. Aber immer mit Überweisung - Bargeld erkennt das Finanzamt nicht an .
Gesamten Vergleich anzeigenFestgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 12 Monate
  Anbieter Zinssatz
Zinsertrag
 
1.
1,00%
100,00
2.
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90,00
3.
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85,00
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