Von David MĂŒhlfeld, 06.11.2013

Finanzamt Kinderbetreuung von der Steuer absetzen

Kinder und Job unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach. Was viele nicht wissen: An den Kosten fĂŒr die Kinderbetreuung beteiligt sich das Finanzamt.
Finanzamt: Kinderbetreuung von der Steuer absetzen

Kinderbetreuung: Auch diese Kosten lassen sich von der Steuer absetzen

Kinder sind unser grĂ¶ĂŸter Reichtum, aber sie können einen auch buchstĂ€blich arm machen. Wer jedoch ein paar Tricks beachtet, kann seine Steuerlast verringern. Denken Sie dabei nicht nur an das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag. Die gibt es, zumindest solange das Kind noch nicht 18 Jahre alt ist, mehr oder weniger automatisch.

Hier geht es oft um richtige kleine Steuer-Sparmodelle, zum Beispiel bei den Kosten fĂŒr einen Kindergartenplatz oder ein Au-Pair-MĂ€dchen. Kinderbetreuungskosten können in Höhe von zwei Dritteln der geleisteten Zahlungen steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden, maximal 4.000 Euro je Kind und Jahr.

Finanzamt erkennt Kosten fĂŒr Kinderbetreuung an

Wichtig fĂŒr die SteuererklĂ€rung: Zahlen Sie nicht bar. Denn wie bei der Steueranrechnung fĂŒr haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen darf das Geld fĂŒr die Kinderbetreuung nicht bar gezahlt werden, damit Sie die Kosten steuerlich geltend machen können. So haben jedenfalls die Richter des Bundesfinanzhofs entschieden (Bundesfinanzhof, Beschluss v. 23.3.2012, Az. III B 126/11, NV).
Es gibt jedoch eine Ausnahme: Werden die Kinder von einer Kinderfrau betreut, die auf Basis eines 450-Euro-Jobs arbeitet, sind Barzahlungen kein Problem. Das haben die Richter des Finanzgerichts Niedersachsen entschieden (FG Niedersachsen, Urteil v. 20.3.2013 - 3 K 12356/12).
Beispiel: Eltern haben ein Einkommen von 80.000 pro Jahr. FĂŒr die Betreuung ihres Kindes zahlen sie jĂ€hrlich 5.000 Euro fĂŒr einen Minijobber (Minijob-Gehalt plus Abgaben an die Minijobkasse). Davon können sie 3.333 Euro also Sonderausgaben abziehen und sparen so 1.256 Euro Steuern.

So sieht es das Finanzamt bei der Kinderbetreuung: Schwierigkeiten könnte es mit dem Finanzamt auch geben, wenn das Kind noch nicht drei Jahre alt ist. Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen. Denn das gilt nur fĂŒr SteuererklĂ€rungen bis 2011. Seit 2012 ist das anders: Denn unter welchen Voraussetzungen Eltern Kosten fĂŒr die Kinderbetreuung als Sonderausgaben geltend machen dĂŒrfen, hĂ€ngt davon ab, fĂŒr welche ZeitrĂ€ume sie einen Sonderausgabenabzug beantragen.

Diese Regelung gilt jedoch erst seit 2012 und somit nur fĂŒr SteuererklĂ€rungen bis 2011: Bis Ende 2011 durften Eltern Kinderbetreuungskosten nur dann als Sonderausgaben abziehen, wenn beide Elternteile berufstĂ€tig, in Ausbildung, krank oder behindert waren. ErfĂŒllte ein Elternteil diese Voraussetzung nicht, war der Sonderausgabenabzug verloren (FG DĂŒsseldorf, Urteil v. 20.12.2012, Az. 14 K 1455/11; Revision beim BFH zugelassen). Seit 2012 sind Kinderbetreuungskosten unabhĂ€ngig davon, ob die Eltern arbeiten oder nicht, als Sonderausgaben bei der Steuer abziehbar.

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