Von David M√ľhlfeld, 04.12.2013

Erwachsene Kinder Das Finanzamt hilft beim Start

Auch wenn die Kinder gro√ü sind, h√∂rt das K√ľmmern nicht auf. Eltern sind irgendwie immer in der Pflicht. In manchen F√§llen sieht dies auch der Fiskus so.
Erwachsene Kinder: Das Finanzamt hilft beim Start

Wohnen die Kinder zur Miete bei den Eltern, kann dies steuerlich geltend gemacht werden

Wenn die Tochter Mieterin wird

Wenn die Kinder pfl√ľge sind und ausziehen, ben√∂tigen sie beispielsweise eine Wohnung. F√ľr Eltern, die eine vermiete Eigentumswohnung haben, ergeben sich an dieser Stelle interessante M√∂glichkeiten das Finanzamt an den Kosten f√ľr den Start der Kinder zu beteiligen. Sie k√∂nnen die Wohnung ihrem Nachwuchs n√§mlich preisg√ľnstig zur Verf√ľgung stellen. Aber was hei√üt preisg√ľnstig?

Sie m√ľssen Ihren Kindern mindestens 66 Prozent der orts√ľblichen Miete f√ľr die Wohnung in Rechnung stellen, damit Sie trotzdem die vollen Kosten, die Ihnen f√ľr die Wohnung anfallen, zum Beispiel f√ľr Hausverwaltung oder notwendige Reparaturen zu 100 Prozent steuerlich geltend machen k√∂nnen. Dadurch verringern Sie Ihre Eink√ľnfte aus der Vermietung der Wohnung, die Sie versteuern m√ľssen.

Beispiel: Die Eltern vermieten ihrer Tochter eine Eigentumswohnung, die normalerweise f√ľr monatlich 1.000 Euro vermietet wird, f√ľr 660 Euro im Monat. Von den Mieteinnahmen werden die Schuldzinsen f√ľr das Immobiliendarlehen, Reparaturen am Geb√§ude usw. bezahlt. Durch die verbilligte Vermietung entsteht ein Verlust von 6.000 Euro. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro sparen die Eltern immerhin 2.243 Euro Steuern.
So sieht es das Finanzamt: Die Mietzahlungen m√ľssen nachweisbar vom Konto der Kinder abgehen und den Eltern zuflie√üen. Das Finanzamt pr√ľft n√§mlich bei einer Vermietung an nahe Angeh√∂rigen ganz genau, ob so ein Mietverh√§ltnis genauso abgewickelt wird, als wenn ein Dritter die Wohnung mieten w√ľrde. Kommt das Finanzamt zu einem anderen Schluss, w√ľrde es auch nur 66 Prozent der geltend gemachten Kosten anerkennen. Die Steuerlast w√ľrde steigen.

Wenn vollj√§hrige Kinder noch finanziell unterst√ľtzt werden

Im Leben l√§uft es aber nicht immer so wie geplant. Mitunter brauchen Kinder nach der Lehre oder dem Studium einen zweiten Anlauf, um beruflich richtig Fu√ü zu fassen. Wenn Sie ihr vollj√§hriges Kind, f√ľr das Sie dann keinen Anspruch mehr auf Kindergeld haben, noch finanziell unterst√ľtzen, k√∂nnen Sie diese Unterst√ľtzungsleistungen bis zu einem Betrag von 8.004 Euro im Jahr steuerlich absetzen. Bezieht Ihr Sohn oder Ihre Tochter ein eigenes Einkommen, wird dieses Geld auf die 8.004 Euro angerechnet: Dabei bleiben Eink√ľnfte und Bez√ľge bis 624 Euro anrechnungsfrei.

Konkret: Ihr Kind hat Eink√ľnfte aus einem Nebenjob in H√∂he von 4.000 Euro. Der abziehbare H√∂chstbetrag betr√§gt hier 4.628 Euro (8.004 Euro minus 4.000 Euro plus 624 Euro). Ausbildungszusch√ľsse aus √∂ffentlichen Mitteln werden dagegen nach Abzug einer Kostenpauschale von 180 Euro in voller H√∂he angerechnet.

Beispiel: Ein Ehepaar mit zwei Kindern hat ein zu versteuerndes Einkommen von 55.000 Euro. Eines der Kinder ist vollj√§hrig und wird von den Eltern noch mit 8.004 Euro j√§hrlich finanziell unterst√ľtzt. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen von 55.000 Euro auf 46.996 Euro (55.000 Euro minus 8.004 Euro). Die Steuerlast reduziert sich dadurch von 10.184 Euro auf 7.697 Euro. Sie sparen also 2.487 Euro Steuern.
¬† Variante ohne Unterst√ľtzungsleistungen Variante ohne Unterst√ľtzungsleistungen¬†
Verheiratete Eltern, zwei Kinder, zu versteuerndes Einkommen  55.000 Euro  55.000 Euro 
Unterst√ľtzungsleistungen (Kind hat keine eigenen Eink√ľnfte)¬† - 0 Euro¬† - 8.004 Euro ¬†
zu versteuerndes Einkommen neu  = 55.000 Euro  = 46.996 Euro 
Steuerschuld (Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag)  10.184 Euro  7.697 Euro 
So sieht es das Finanzamt: Bei den 8.004 Euro handelt es sich nicht um einen Pauschalbetrag. Damit das Finanzamt mitspielt, m√ľssen Sie die Zahlungen aufgeschl√ľsselt nachweisen (Taschengeld, Versicherung, Miete usw.).

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