Von Michael Schreiber, 25.03.2013 (Aktualisiert 29.05.2013)

Anlage KAP Nachweise nutzen

Trotz Abgeltungssteuer sind viele Anleger verpflichtet, ihre Kapitalerträge mit dem Fiskus abzurechnen. Auch eine freiwillige Abrechnung kann sich lohnen.
Steuererklärung:  Anlage KAP

Bei der Anlage KAP am besten Nachweise nutzen

Viele Sparer müssen trotz Abgeltungsteuer weiterhin Angaben über ihre Kapitalerträge in der jährlichen Steuererklärung machen und sich durch komplizierte Formulare kämpfen:

Bisher unversteuerte Zinsen aus privaten Darlehen, Erträge aus thesaurierenden Auslandsfonds oder Auslandskonten- und Depots sowie steuerpflichtige Gewinne aus der Kündigung einer Lebensversicherung müssen Sie über die Anlage KAP mit dem Fiskus abrechnen. Im Steuerbescheid wird die Steuerbelastung auf den Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent gedeckelt.

Sind Sie kirchensteuerpflichtig müssen Sie sämtliche Kapitalerträge beim Fiskus angeben, sofern Sie 2012 der Bank keine Order erteilt haben, den Gotteslohn direkt neben der Abgeltungsteuer einzubehalten.

Zinseinkünfte freiwillig angeben

Für manche Sparer lohnt es sich, Zinsen, Dividenden und Kursgewinne freiwillig zu deklarieren, um Steuern zu sparen:

Steuerzahler mit geringem Einkommen, Rentner, Studenten und Kinder mit Zinseinkünften sollten ihre gesamten Kapitalerträge freiwillig beim Finanzamt abrechnen, da ihr persönlicher Grenzsteuersatz auf das Gesamteinkommen 2012 einschließlich der Kapitalerträge oft unter 25 Prozent liegt. Das ist der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen etwa bei 15.000/30.000 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) liegt.

Über eine "Günstigerprüfung" berechnen die Beamten im Steuerbescheid automatisch, ob der Anleger mit dem individuellen Steuertarif oder mit der Abgeltungssteuer besser fährt. Zuviel einbehaltene Abgeltungssteuer zahlen die Finanzbeamten zurück. Das gilt aber nur, wenn die Steuerbescheinigung im Original vorgelegt wird.

Haben Sie als Anleger den Freistellungsauftrag vergessen oder ihrer Bank nicht in ausreichender Höhe erteilt, können sie einbehaltene Steuerabzüge über die Steuererklärung zurückholen.

Rentner sollten unbedingt ihre gesamten Kapitalerträge auflisten. Sie erhalten über die Steuerabrechnung mit dem Altersentlastungsbetrag einen zusätzlichen Freibetrag für ihre Kapitalerträge, den die Bank beim Abzug der Abgeltungssteuer nicht berücksichtigen durfte. Wer 2011 das 64. Lebensjahr vollendet hat, kann für 2012 zusätzlich 28,8 Prozent seiner Nebeneinkünfte steuerfrei kassieren – maximal 1.368 Euro.
Tipp: Ehegatten erhalten den Altersentlastungsbetrag zweimal. Voraussetzung ist allerdings, dass jeder für sich ausreichend hohe eigene Einkünfte erzielt, um den maximalen Freibetrag auszuschöpfen. Ist das bisher nicht der Fall, können Ehepaare durch gezielte Aufteilung ihrer Vermögenswerte Steuern sparen.
Mit dem Formular KAP können Sie ihre gesamten Kapitalerträge beim Fiskus offenbaren oder alternativ auch nur für einzelne Kapitalanlagen den Steuerabzug überprüfen lassen. In diesem Fall brauchen die restlichen Kapitalerträge, bei denen der Steuerabzug in Ordnung war, nicht mehr aufgeführt zu werden. Jeder Ehegatte muss eine eigene Anlage KAP ausfüllen. Die Kapitalerträge von Gemeinschaftskonten müssen auf beide Ehegatten verteilt werden.

Die Zeile 4 der Anlage KAP füllen Sie aus, wenn das Finanzamt über die "Günstigerprüfung" klären soll, ob ihr persönlicher Steuersatz auf das Gesamteinkommen inklusive aller Kapitalerträge unter 25 Prozent liegt.

Das Finanzamt prüft auf Wunsch auch nur für einzelne Kapitalanlagen, ob die Bank den Steuerabzug korrekt vorgenommen hat. Dafür füllen Sie die Zeile 5 aus. Sparer, die noch Kirchensteuer entrichten müssen, tragen in Zeile 6 eine "1" ein und deklarieren ihre gesamten Zins- und Dividendenerträge in den nachfolgenden Rubriken.

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