Oliver Mest
Ein Beitrag von Oliver Mest, 21.07.2016

Kredite unter Verwandten Die Tücken einer Familienhypothek

Statt einer Baufinanzierung bei der Bank, kann auch ein Darlehen unter Verwandten fehlende Gelder ersetzen, die für den Bau oder Kauf einer Immobilie nötig sind. Doch aufgepasst.
Kredite unter Verwandten Die Tücken einer Familienhypothek

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Familienhypotheken schriftlich fixiert werden

Sie wollen ein Haus kaufen oder eine Eigentumswohnung erstehen? Warum nicht bei Oma nachfragen, ob sie einen Teil in Form eines Kredites dazu beisteuern möchte? Das Ganze nennt sich dann Familienhypothek. Darauf sollten Sie achten, damit das Verhältnis in der Zukunft herzlich bleibt: 

Die Geldgeber bei einer Familienhypothek

Wer in die eigenen vier Wände will, der braucht Kapital für den Bau oder Kauf der Immobilie. Eine günstige und clevere Alternative dafür ist die Familienhypothek. Das Geld für den Bau oder Kauf einer Immobilie stammt in diesem Fall nicht von einem Kreditinstitut, sondern von Eltern, Geschwistern, Verwandten oder engen Freunden.

Darlehensvertrag schriftlich fixieren

Mit Verwandten trinkt man Kaffee und macht keine Geschäfte: Dieses Sprichwort klingt vielen in den Ohren, die an eine Familienhypothek denken – nicht ganz zu Unrecht, denn es geht um viel Geld. Deshalb sollte das Darlehen mit einem schriftlichen Vertrag abgeschlossen werden. Ist alles geregelt, können Streitigkeiten meist vermieden werden.

Feste Laufzeit vereinbaren

Eine der wichtigsten Punkte im Vertrag ist die Laufzeit: Denn andernfalls kann der Darlehensgeber das Darlehen jederzeit mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Das könnte den Darlehensnehmer in arge Bedrängnis bringen, wenn er die gesamte Restschuld auf einen Schlag zurückzahlen muss.
Grundbucheintrag als Sicherheit – braucht man das in der Familie?
Vertrauen ist gut – ein Grundbucheintrag ist besser. Auch die Familienhypothek kann im Grundbuch als Sicherheit für den Darlehensgeber eingetragen werden. Allerdings können für den Eintrag ins Grundbuch Gebühren anfallen, die Sie dennoch nicht scheuen sollten. Bei 100.000 Euro Grundschuld sind das rund 300 Euro – dazu kommen ggf. die Kosten eines Notars, die auch bis zu 400 Euro ausmachen können. Und eine Eintragung ist bei einem gleichzeitig aufgenommenen Bankdarlehen nur im Rang nach diesem Fremdkapitalgeber möglich und damit deutlich weniger wert.

Aus dem Darlehen wird eine Erbschaft – oder nicht?

Problematisch kann es auch werden, wenn der Darlehensgeber der Familienhypothek stirbt. Die Verbindlichkeit aus dem Darlehen fließt dann in die Erbmasse. Um Ärger bei der Baufinanzierung in der Familie zu vermeiden, sollte bereits zu Lebzeiten des Darlehensgebers in dessen Testament eine entsprechende Regelung getroffen werden, ob das Darlehen dann mit dem Erbe verrechnet wird oder trotzdem zurückgezahlt werden muss.

Sondertilgungen sind unbegrenzt möglich und negative Schufa-Einträge kein Problem

Neben dem Zinsvorteil spielen dem Darlehensnehmer bei dieser Baufinanzierung weitere Vorteile in die Karten: Bei einem Verwandtendarlehen können hohe Sondertilgungen vereinbart werden, flexible Rückzahlungen und eine unbürokratische und kurzfristige Kündigungsoption. Ein weiterer Pluspunkt dieser Baufinanzierung ist, dass die Familienhypothek nicht der Schufa gemeldet wird und somit keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers hat. Dies wirkt sich vor allem dann vorteilhaft aus, wenn zusätzlich zum Familiendarlehen noch ein weiteres Darlehen zur Baufinanzierung aufgenommen werden muss.
 
Mein Tipp: Unser Vergleich Baufinanzierung zeigt Ihnen, wie hoch aktuell die Zinsen sind, die Sie bei einem Bank-Darlehen zahlen müssten:
Gesamten Vergleich anzeigenBaugeld Betrag: 200.000 €, Laufzeit: 10 Jahre
  Anbieter gebundener
Sollzins
eff. Zins
 
1.
0,88%
0,88%
2.
0,95%
0,98%
3.
1,10%
1,13%
Datenstand: 07.12.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
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