Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 14.03.2017

Kreditkarte auf Guthabenbasis Prepaid-Kreditkarte auch bei schlechter BonitÀt

Bankkunden mit geringem Einkommen sind auf Prepaid-Kreditkarten angewiesen. Worauf sie dabei achten sollten.
Kreditkarte auf Guthabenbasis Prepaid-Kreditkarte auch bei schlechter BonitÀt

Beim Reisen Buchen und Verreisen sind Kreditkarten kaum noch wegdenkbar.

Einkaufen mit der Kreditkarte oder Geldabheben auf Pump ist fĂŒr SchĂŒler, Studenten und Menschen mit geringem Einkommen oft nicht möglich. Denn Banken haben die Vergabe von Dispokrediten und Kreditkarten streng reglementiert. Einen Ausweg bieten sogenannte Prepaidkarten. Anders als klassische Kreditkarten funktionieren diese Karten nur auf Guthabenbasis, sie können nur in AusnahmefĂ€llen ĂŒberzogen werden. Um die Kreditkarte nutzen zu können, muss man vorab Geld auf das Kreditkartenkonto einzahlen. Ansonsten funktionieren Prepaidkarten analog zu klassischen Kreditkarten: Man kann mit ihnen in GeschĂ€ften, Restaurants, Tankstellen und im Internet bezahlen. DarĂŒber hinaus kann man FlĂŒge buchen und im In- und Ausland Geld abheben.
Vorteil: Viele Prepaidkarten erfordern keine Schufa-Auskunft. Selbst mit ungenĂŒgender BonitĂ€t können Sie diese Kreditkarte bekommen.

Prepaidkarten mit einigen Manko

Allerdings ist nicht alles Gold, was glĂ€nzt. Viele Prepaidkarten bescheren auch Nachteile. So kann die Buchung von Mietwagen oder Hotelzimmern Probleme bereiten, da die Kreditkarte auf Guthabenbasis hĂ€ufig nicht als Sicherheit akzeptiert wird. Viele Unternehmen verlangen klassische Kreditkarten mit Kreditfunktion. Auch das Bargeldziehen am Automaten kann dĂŒrftig ausfallen, da die Höhe der Auszahlungen hĂ€ufig gedeckelt ist. Zudem berechnen Banken GebĂŒhren, und die nicht zu knapp.
  • Mit der Payango Visa Basiscard der Landesbank Berlin zum Beispiel kostet  jede Abhebung im Inland fĂŒnf Euro. Im Ausland fallen innerhalb der Euro-Zone keine GebĂŒhren an, außerhalb der Euro-Zone mindestens 1,75 Euro Auslandsentgeldeinsatz. Außerdem zahlen Kunden fĂŒr die Karte eine Jahrespauschale von 39 Euro.
  • Mit der Prepaidkarte der Unicredit Bank kosten Abhebungen an fremden Geldautomaten die gleichen GebĂŒhren. Außerdem zahlen Über-18-jĂ€hrige pro Aufladevorgang auf die Kreditkarte jeweils einen Euro. Die JahresgebĂŒhr schlĂ€gt zudem mit 20 Euro zu Buche.

Welche Prepaidkarte empfiehlt sich?

  • Weltweit einsetzbar ist die die ADAC Clubmobil-Karte. Die Prepaidkarte kostet zwar 29 Euro im Jahr, verzichtet jedoch außerhalb Deutschlands auf AbhebegebĂŒhren, außerdem erhĂ€lt man beim Tanken ein Prozent Rabatt auf jede TankfĂŒllung. Eine Schufa-Auskunft ist fĂŒr diese Kreditkarte ebenfalls nicht nötig.
  • Auf Guthabenbasis arbeitet auch die Prepaidkarte von WĂŒstenrot. Mit dem Girokonto Top-Giro ist eine Prepaidkarte von Visa erhĂ€ltlich, die bis zum 25. Lebensjahr keine JahresgebĂŒhr kostet, danach nur 19 Euro. Bis zu 24 mal im Jahr kann man kostenlos Bargeld ziehen, egal, ob im In- oder Ausland. Nachteil: HĂ€ufigere Abbuchungen kosten 1,99 Cent je Vorgang.

Klassische Kreditkarte auf Prepaidbasis

Klassische Kreditkarten von ING-Diba, Consorsbank und Mittelbrandenburgischer Sparkasse sind ebenfalls als Prepaidkarten erhĂ€ltlich. Diese Kreditkarten sind an das Girokonto gekoppelt und bei ausreichender BonitĂ€t mit entsprechendem Kreditrahmen ausgestattet. Bei geringem Einkommen oder geringer BonitĂ€t können Sie das Girokonto aber auch ohne Dispokredit beantragen. Stimmt die Bank zu, erhalten Sie in der Regel eine Kreditkarte, allerdings hĂ€ufig ohne Kreditrahmen. Eine Ausnahme macht die ING-Diba. Das Girokonto-Student ermöglicht einen Dispokredit bis 500 Euro. Da die zum Girokonto gehörende Visacard den Dispokredit ausnutzen kann, darf der Student die Kreditkarte bis zur VerfĂŒgungsgrenze ins Minus treiben.

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse bietet die Kreditkarte Visa Basis. Diese Prepaidkarte arbeitet mit klassischer Guthabenfunktion, greift aber im Notfall auf den Disporahmen des Girokontos zurĂŒck. Das bedeutet: Fallen mehrere Abbuchungen zeitlich zusammen, geht die Kreditkarte ins Minus und ĂŒberbrĂŒckt finanzielle EngpĂ€sse. Mit 35 Euro JahresgebĂŒhr hat die Karte allerdings ihren Preis.
Geldsparen-Tipp: Einen Überblick ĂŒber die Kosten von Prepaid-Kreditkarten gibt Ihnen unser Kreditkarten-Vergleich. Setzen Sie im oberen Bereich einfach einen Haken bei "nur Prepaid-Karten" und schon werden sehen Sie nur noch Kreditkarten auf Guthaben-Basis.
 
    Karte Anbieter  
1.  
VisaCard
2.  
comdirect VISA-Karte
3.  
VISA Card
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kĂŒmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tĂ€tig.

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