Caroline Benzel
Ein Beitrag von Caroline Benzel, 24.04.2014

Handy-Geldbörse Auf das NFC-Symbol kommt es an

Anstatt an der Kasse die EC-Karte zu zücken, kann man auch das Smartphone zum Zahlen nutzen. Dafür braucht man NFC. Was dies bedeutet und wie es funktioniert:
Handy-Geldbörse Auf das NFC-Symbol kommt es an

Kinderleicht: Das Bezahlen via NFC können auch Kinder für kleine Beträge nutzen

Bislang sind die deutschen Verbraucher eher skeptisch. Nur 13 Prozent der Bevölkerung nutzen einer Umfrage zufolge mobile Bezahldienste mit dem Handy. Und das obwohl neun von zehn Menschen über 14 ein Handy besitzen. Klar ist, wer per Smartphone zahlen will, hat die Qual der Wahl. Hier die gängigsten Systeme: 

Zahlsysteme der Mobilfunker mit NFC-Chip

Mobilfunkanbieter Base bietet ein Zahlsystem gemeinsam mit der Targobank an. Im ersten Jahr ist der Service kostenlos, im zweiten Jahr fallen 25 Euro Jahresgebühr für die zum Service gehörende Kreditkarte an. Das Bezahlen funktioniert dann so: Neben der Kreditkarte bekommen Kunden einen Bezahlchip zugesandt, den sie auf die Rückseite ihres Handys kleben können. Der so genannte NFC-Chip ist ein Funk-Chip, der eine Verbindung mit der Kasse herstellt. Das funktioniert aber nur, wenn der NFC-Chip direkt vor das Bezahlsystem gehalten wird. Wenn das Geschäft eine NFC-fähige Kasse hat, reicht es, das Handy ans Terminal zu halten. Bei Beträgen ab 25 Euro müssen Kunden zusätzlich eine PIN eingeben.

T-Mobile, Vodafone und O2 arbeiten mit dem Bezahlsystem „mpass“ , das das Einkaufen per Handy ermöglicht. Mpass erlaubt den Einkauf bei rund 30.000 Akzeptanzstellen in Deutschland und hunderttausenden Online-Shops weltweit. Auch Mpass funktioniert über einen NFC-Chip. Abgebucht wird das Geld dann per Lastschrift vom angegebenen Konto oder der Kunde überweist das Geld auf das „mpass“-Konto. Für den NFC-Chip entstehen keine zusätzlichen Kosten.
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Zusätzliche Systeme mit NFC

Doch mit Mpass nicht genug. Zusätzlich arbeitet Vodafone an einem eigenen System. Vodafone bietet das Bezahlen über die Vodafone-eigene App „Wallet“, also „Brieftasche“ an. Damit das Bezahlen klappt, brauchen die Nutzer ein NFC-Wallet-zertifiziertes Smartphone, um den kontaktlosen Datentransfer zu ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise das Samsung Galaxy S3 und S4. Zusätzlich ist eine NFC SIM-Karte notwendig. Doch damit nicht genug: Zusätzlich müssen Kunden Geld auf den so genannten Smartpass laden, das ist eine Prepaid-Visa-Karte. Andere Zahlmöglichkeiten sind mit der Vodafone Wallet bislang nicht möglich. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kann wie bei den anderen Systemen einfach einen NFC-Chip von Smartpass aufs Handy kleben. Auch die Telekom will ihr System im Laufe dieses Jahres starten.

Zahlen per App nur mit NFC

Ähnlich wie mpass und Smartpass funktioniert das System Cashcloud. Auch hier läuft das Bezahlen im Geschäft über einen NFC-Chip. Allerdings müssen Kunden den NFC-Chip vorab mit Geld aufladen.

Das Zahlungssystem Kesh wird dagegen per App bedient. Bezahlen können Nutzer in Geschäften oder online – außerdem können sie sich gegenseitig Geld schicken. Voraussetzung ist, dass das Kesh-Konto vorab per Überweisung aufgeladen wird. Das Bezahlen im Geschäft ist nicht so richtig einfach. Käufer müssen den Zahlbetrag eingeben, den QR-Code des Händlers scannen und am Ende die Zahlung bestätigen.

Auch Supermärkte mischen mit. Nicht zuletzt, weil sie die Kunden so direkt mit Werbung versorgen können. Edeka beispielsweise hat eine App für iPhones und Android-Geräte entwickelt. Die App liefert Öffnungszeiten und Adressen von Edeka-Märkten und die aktuellen Sonderangebote. Wer das System zum Bezahlen nutzt, profitiert automatisch von aktuellen Rabattaktionen. die Beträge der Coupons automatisiert abgezogen. Das Bezahlen läuft über die App und per PIN-Eingabe. Das Smartphone zeigt einen Barcode an, der vom Kassenpersonal eingescannt wird. Das Geld wird später vom Girokonto abgebucht.

Die Rewe-Supermärkte haben das Bezahlsystem Yapital eingeführt, das auch bei Sportscheck und Görtz läuft. Wollen Kunden bei Rewe mit ihrem Smartphone bezahlen, bekommen sie am Kartenterminal einen QR-Code angezeigt, den sie nach Aufrufen ihrer Yapital-App scannen. Das Geld wird dann vom Konto abgebucht. Auch Yapital gibt es sowohl für Android-Geräte als auch fürs iPhone.
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Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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