Von Wolfgang Thomas Walter und Sabina Hoerder, 05.12.2016

Weihnachtseinkäufe Sicher bezahlen im Internet

Einkaufen im Internet ist bequem. Vom Buch bis zur gebratenen Gans - es gibt kaum etwas, was es nicht online gibt. Wie Sie sicher bezahlen:
Weihnachtseinkäufe Sicher bezahlen im Internet

Weihnachtsgeschenke werden häufig vom Paketboten gebracht

Eine der wichtigsten Fragen beim Einkaufen im Internet ist: Wie bezahle ich sicher, schnell und zuverlässig? Viele Online-Händler stellen mehrere Zahlmöglichkeiten zur Wahl. Ein Überblick über gängige Methoden und deren Vor- und Nachteile:

Rechnung

Besonders beliebt bei Kunden ist die Rechnung. Verständlich, ist es doch die transparenteste und kundenfreundlichste Zahlungsmethode – Kunden bekommen die Ware, können diese prüfen und dann bezahlen. Das Problem: Nur die Minderheit der Händler bietet mittlerweile noch diese Zahlungsmethode an. Zu groß ist das Risiko von Zahlungsausfällen.

Kreditkarte

Häufig anzutreffen ist hingegen die Zahlung per Kreditkarte. Das geht schnell und ist bequem. Der Käufer gibt Kartentyp, Kreditkartennummer, Gültigkeit der Karte und Sicherheitsziffern ein – fertig. Nachteil: Das Geld ist weg. Eine Kreditkartenzahlung ist mit einer Barzahlung vergleichbar. Sollte die bestellte Ware nicht oder fehlerhaft ankommen, müssen Käufer ihrem Geld möglicherweise hinterherlaufen. Das Kreditkarteninstitut darf in einem solchen Fall kein Geld zurückbuchen.

Lastschrift

Verbraucherschützer raten daher zur Zahlung per Lastschrift. Vorteil: Bei Problemen mit der Lieferung oder etwaigen Reklamationen können Kunden notfalls das Geld von ihrer Bank zurückbuchen lassen. Innerhalb von sechs Wochen ist dies möglich.

Allerdings: Wer per Lastschrift oder Kreditkarte im Internet bezahlt, gibt Daten im Netz preis, etwa Kreditkartennummer, Prüfziffern, Kreditinstitut und Gültigkeitsdauer der Karte. Sobald Sie Daten im Internet eingeben, sollten Sie darauf achten, dass diese verschlüsselt übertragen werden. Das erkennen Sie am „s“ hinter dem „http“ sowie am geschlossenen Vorhängeschloss vor der Internetadresse.

Tipp:
Prüfen Sie regelmäßig die Abbuchungen auf Ihrem Kreditkarten-Konto.


Vorkasse

Wer den Rechnungsbetrag hingegen vorab an den Verkäufer überweist, muss zwar keine Kontodaten im Internet angeben. Allerdings besteht hier keine Möglichkeit, das Geld zurückbuchen zu lassen. Zudem wird der Händler die Ware erst losschicken, wenn das Geld eingegangen ist.

Sofortüberweisung

Schneller kommt man an seine Bestellung beispielsweise per Sofortüberweisung. Denn wie der Name verrät, erhält der Händler sofort die Nachricht, ob er mit dem Geld rechnen und die Ware in die Post geben kann. Der Kunde verwendet seine normalen Online-Banking-Zugangsdaten, gibt sie jedoch weder bei seiner Bank noch beim Händler, sondern auf der Plattform der Sofort AG ein. Ein Benutzerkonto ist nicht nötig. Der Händler bekommt dann eine Nachricht, ob der Vorgang erfolgreich war. Die Online-Banking-Daten erhält er nicht. Bei welcher Bank der Kunde ist, spielt keine Rolle. Das Unternehmen versichert, dass das Verfahren hohen Sicherheitsstandards entspricht. Einige Händler bieten in Verbindung mit der Sofortüberweisung einen Käuferschutz an. Sollte die Ware nicht geliefert werden, können Kunden ihr Geld zurückerhalten.

Tipp:
Ist Ihnen der Käuferschutz wichtig, sollten Sie genau darauf achten, ob er für Ihren Einkauf tatsächlich gilt. Widerrufen können Sie eine Sofortüberweisung nicht.

Paypal

Mittlerweile Standard beim Einkauf im Internet sind spezielle Bezahldienste wie Paypal. Zwar müssen sich Kunden beim jeweiligen Online-Bezahldienst erst registrieren, geben aber ihre Bankdaten nur einmal im Internet preis – und nicht in jedem x-beliebigen Online-Shop. Alle künftigen Geldtransaktionen beim Online-Shopping regelt dann der jeweilige Dienst. Die Überweisungsvorgänge sind elektronisch verschlüsselt und werden im Lastschriftverfahren abgewickelt oder über das Kreditkartenkonto. Ein weiteres Plus: Paypal bietet einen Käuferschutz, falls die bestellte Ware nicht ankommt oder nicht der Beschreibung entspricht.

Doch Vorsicht: Auch hier gibt es Ausnahmen. So sind beispielsweise Autos, Gutscheine und individuell gefertigte Produkte vom Paypal-Käuferschutz ausgenommen.

Giropay

Auch Banken und Sparkassen haben mit Giropay einen gemeinsamen Bezahldienst ins Leben gerufen. Giropay funktioniert ähnlich wie die Sofortüberweisung, wurde jedoch von der Kreditwirtschaft selbst entwickelt. Käufer geben ihre sensiblen Bank-Daten direkt in ihrem vertrauten Online-Banking ein. Nutzen können es beispielsweise Kunden der Sparkassen, Volksbanken Raiffeisenbanken, PSD Banken, der DKB, Postbank und Comdirect.

Während des Bezahlvorgangs werden Kunden direkt auf das Online-Banking ihrer Bank weitergeleitet. Dort melden sie sich wie gewohnt an und sehen gleich das vorausgefüllte Überweisungsformular. Ist die TAN eingegeben, erhält der Händler direkt eine Bestätigung und kann die Einkäufe versenden. Kosten fallen für Giropay nicht an. Einen Käuferschutz gibt es nicht. Der Zahlungsauftrag kann nicht widerrufen werden.

Ebenfalls von Banken und Sparkassen gegründet wurde das Bezahlsystem Paydirekt. Kunden der teilnehmenden Banken können sich in ihrem Online-Banking kostenlos hierfür anmelden und bezahlen dann per Benutzername und Passwort. Paydirekt bietet einen Käuferschutz an.

Nachnahme

Geld gegen Ware – das klingt fair. Klingelt der Paketbote an der Tür, überreichen Sie ihm den Rechnungsbetrag und erhalten im Gegenzug Ihr Paket. Für eine Nachnahme-Sendung fallen allerdings Kosten an, für die man weniger Sicherheit erhält, als viele meinen. Denn was in dem Paket drin ist und ob die Ware hält, was der Händler versprochen hat, kann der Kunde an der Haustür noch nicht beurteilen.

Gut zu wissen: Kunden haben keinen Anspruch auf ein bestimmtes Zahlverfahren. Auch dürfen Händler für bestimmte Zahlarten in einem gewissen Rahmen Gebühren verlangen - beispielsweise für die Kreditkartenzahlung. Die Verbraucherzentralen weisen jedoch darauf hin, dass es auch immer eine gängige kostenlose Zahlmöglichkeit geben muss.


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