Tatjana Viaplana
Ein Beitrag von Tatjana Viaplana, 02.01.2015

Mobile Banking Bequem und sicher - ein Widerspruch?

Mobile Banking ist der Trend. Clevere Apps sollen es für Kunden einfacher, schneller und sicherer machen. Mit einem einzigen Gerät.
Mobile Banking Bequem und sicher - ein Widerspruch?

Mit den neuesten Mobile-Banking-Apps soll alles schneller und einfacher funktionieren

Einer Umfrage der ING-Diba zufolge haben 80 Prozent Mobile-Banking-Nutzer eine bessere Kontrolle über ihre Finanzen. Sie kämen seltener in Zahlungsverzug und könnten beispielsweise Mahngebühren umgehen. Kaum verwunderlich also, dass immer mehr Kundinnen ihre Bankgeschäfte im Netz per Smartphone oder Tablett erledigen. Schlecht allerdings, wenn der elektronische Tan-Generator just in dem Moment zuhause vergessen wurde. Für die allermeisten Mobile-Banking-Verfahren sind nämlich noch immer Tan-Nummern zur Freischaltung eines Auftrags nötigt. Dabei wurde bisher immer erzählt, dass einer der wichtigsten Sicherheitsstandards die Trennung der Geräte sei. Konkret heißt das: Wenn Sie von Ihrem Smartphone aus Bankgeschäfte tätigen, sollten Sie die Tan möglichst von einem anderen Endgerät erstellen lassen. Einige Banken haben mittlerweile aber schon Apps im Angebot, die Banking von einem einzigen Gerät aus möglich machen – und das sogar ganz ohne Tan.

Video - Tipps zum sicheren Mobile Banking Quelle: Bankenverband

Apps fürs Mobile-Banking

Banken arbeiten mittlerweile mit neuester Technik, um den Kundinnen ihre Kontenverwaltung so einfach wie möglich zu machen. Die Banking-Apps sind meistens für iOS (Apple) und Android ausgelegt und unterscheiden nur in Anwendungsbereichen und Kosten. Im Vergleich sind die Banking Apps von 1822 direkt und Sparkasse besonders gut. Beide bieten Information in Echtzeit-, eine Anzeige für Kreditkartenumsätze, die Verwaltung von Überweisungen, von Daueraufträgen, sowie die graphische Auswertung und Kategorisierung aller Umsätze.
Auch können beide Apps mehrere Konten gleichzeitig verwalten, selbst wenn Sie diese bei verschiedenen Banken haben (Multibanking-Option). Mit der Sparkassen-App können Sie nun sogar Push-Tans empfangen. Es handelt sich dabei um Tans, die Sie auf dem gleichen Gerät empfangen können, mit welchem Sie Ihr Mobile Banking betreiben. Die Sparkassen-App „Sparkasse+“ kostet nur 0,89 Euro. Die App von 1822 direkt ist sogar kostenlos.

Achtung: Manche Funktionen können Sie nur mit neuen Betriebssystemen nutzen.

ING-Diba mit Mobile Banking ohne Tan

Neuerdings können Kundinnen bei der ING-Diba die kostenlose "Smart Secure App" auf ihrem Handy installieren. Sie ermöglicht, wie auch die App der Sparkasse, das Mobile Banking von einem einzigen Endgerät aus. Im Gegensatz zu früher werden hierbei keine Tan-Nummern für das Sicherheitsverfahren benötigt. Konkret funktioniert das so: Auf Ihrem Handy ist bereits die Mobile-Banking-App installiert. Der Zugang zu Ihrem Bankkonto wird mittels eines Passworts geschützt. Wollen Sie jetzt zum Beispiel eine Überweisung vornehmen, loggen Sie sich wie bisher in das System ein und erstellen den Überweisungsauftrag. Soll der Auftrag jetzt erfolgen, aktiviert sich automatisch die Smart Secure App und fordert nach dem selbst gewählten Passwort und die Überweisung wird ausgeführt.

Neu dabei ist: Die zwei Apps kommunizieren in getrennt voneinander laufenden Kanälen. Hiermit soll die gleiche Sicherheit gewährleistet sein, wie bei einer Auftragsabwicklung über zwei getrennte Endgeräte, denn virtuell werden hier vom System in der Tat zwei Geräte wahrgenommen. Achtung: Im Redaktionstest hat die App nicht immer einwandfrei funktioniert, sondern eine Fehlermeldung ist aufgeploppt. Gut, wenn man dann dennoch seine Telefon-Banking-PIN dabei hat, um seinen Zugang zu entsperren.

Bevor Sie dieses Verfahren nutzen können, müssen Sie die Smart Secure App herunterladen und einmalig per Computers aktivieren. Dazu scannen Sie einen für Sie generierten QR-Code ein, die App braucht also Zugang zu Ihrer Smartphonekamera. Von da an ist das System an Ihr Smartphone gebunden und kann nur von Ihrem Gerät aus genutzt werden. Laut Aussage von André Kauselmann der ING-Diba ist diese neue Authentifizierung Ihrer Aufträge anhand eines Passwortes genauso sicher wie die bisherigen Tan-Verfahren.

Banking-Apps von externen Anbietern

Neben Apps, welche direkt von den Banken angeboten werden, kann man auch allgemeine Banking-Apps erwerben. Diese kosten in der Regel um die zehn Euro und bieten neben der Multibanking-Option meist auch weitere Finanzdienstleistungen an. Dazu gehört etwa der Zahlungsverkehr mit Pay Pal oder Kreditkarte. Zusätzlich bieten solche Apps natürlich auch einen Virenschutz.
 
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Tatjana Viaplana mein Name ist Tatjana Viaplana. Meine Fachbereiche sind Soziologie und Wirtschaftswissenschaften. Ich bin als Journalistin bei geldsparen.de tätig und schreibe für Sie über Geldanlage und nachhaltiges Haushalten für die ganze Familie.

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