Thomas Brummer
Ein Beitrag von Thomas Brummer, 10.04.2014

Girokonto Über 300 Euro für die Familienkasse

Viele Familien wissen nicht, wie viel Sparpotenzial im Girokonto schlummert. Wir haben für Sie mit Familie Huber den Test gemacht und erstaunliches herausgefunden.
Girokonto Über 300 Euro für die Familienkasse

Wer das richtige Girokonto wählt, kann das Ersparte in den einen oder anderen Familienausflug investieren

Unser Geldsparen.de Leser Martin Huber ist 44 Jahre alt und arbeitet in einem Handwerksbetrieb. Wir haben für Ihn und seine Famile alle Kosten, Gebühren und Sollzinsen zusammengerechnet, die für seine Girokonten und Kontoüberziehungen zusammenkommen.

Girokonto-Check von Vater Martin

Herr Huber verdient brutto monatlich 2.500 Euro, die auf ein Girokonto bei einer VR-Bank fließen. Für die Kontoführung knüpft ihm seine Hausbank Jahr für Jahr 72 Euro ab. Für die EC-Karte kommen weitere acht Euro hinzu. Seine Kreditkarte schlägt mit 20 Euro im Jahr zu Buche. Hebt er im Ausland Geld mit der Kreditkarte ab, kostet ihn das zusätzlich extra. Da Herr Huber reiselustig ist und mit seiner Familie viele Urlaube macht, überzieht er dazu noch regelmäßig sein Konto mit 300 Euro. „Alles in allem zahle ich locker 180 Euro im Jahr“, sagt Martin Huber.

Girokonto-Check von Monika Huber

Seine Ehefrau Monika ist ebenfalls 44 Jahre und ist wegen der zwei Kinder Hausfrau. Dafür überweist ihr Vater Huber ein monatliches Haushaltsgeld in Höhe von 500 Euro auf ihr Girokonto. "Viel zu wenig", findet Monika Huber. Ihr Girokonto, dass sie bei der örtlichen Targobank führt, weist daher stets ein Minus von rund 200 Euro aus. Dafür verlangt die Targobank satte 13,74 Prozent Dispokreditzinsen. Teuer, allein das belastet Monika mit gut 27 Euro Sollzinsen im Jahr. Das ist aber nicht der einzige Aspekt, der ihr missfällt: Aufgrund ihres geringen Einkommens muss sie bei der ehemaligen Citibank weitere 95 Euro für die Kontoführung hinlegen. Denn die Bank verlangt Gebühren für die Kontoführung, sofern weniger als 2.000 Euro monatlich eingehen. Da sie nur 500 Euro Hausgeld erhält, zahlt sie. In der Summe kostet Monika ihr Girokonto somit jährlich mehr als 120 Euro.

Girokonto-Check von Tochter Lisa

Die 17-jährige Tochter Lisa hat im September des vergangenen Jahres eine Lehre in einer Großstadt begonnen. Ihr Ausbildungsbetrieb bucht ihr dafür einmal im Monat 460 Euro auf ihr Konto. Dieses Girokonto führt sie bei der örtlichen Stadtsparkasse, kostenlos. Da sie ihre Wochenenden gerne in der teuren Metropole verbringt, fällt es ihr schwer, mit dem Einkommen auszukommen.  Das Konto, so wie die Mutter, überziehen, das darf sie aber aufgrund ihres Alters noch nicht. Daher nutzt Lisa die Vorzüge einer Prepaid-Kreditkarte, welche die Eltern monatlich mit einem Taschengeld aufladen. „Meine Konzertkarten kann ich problemlos mit meiner Kreditkarte bezahlen“, schwärmt die 17-Jährige. Als Auszubildende muss sie lediglich 20 Euro Gebühr für die Prepaid-Kreditkarte bezahlen.

Girokonto-Check von Sohn Andreas

Der siebenjährige Andreas bekommt 40 Euro Taschengeld, das ihm sein Vater auf ein Girokonto bei einer Stadtsparkasse überweist. Für Kinder, die unter zehn Jahre alt sind, fallen keine Gebühren an.

Girokonto-Check - das Ergebnis

Nach einem Jahr sind die Hubers aufgrund ihrer vielen Girokonten und Kontoüberziehungen um insgesamt rund 320 Euro ärmer. Das muss nicht sein.

So könnte die Familie Huber mit ihren Girokonten sparen: 
1. Nutzen Sie Banken, die Guthabenzinsen zahlen, wie die DKB, ING-Diba oder 1822 direkt.
2. Nutzen Sie Girokonten mit niedirgen Sollzinsen, wenn sie dieses häufig in Minus führen. Die günstigsten Banken, finden Sie hier. Beispiele: DAB Bank, 1822 direkt oder ING-Diba.
3. Achten Sie auf niedrige Kontoführungsgebühren. Diese entfällt am häufigsten bei Direktbanken. Wer aber auf den persönlichen Kontakt in der Geschäftsstelle nicht verzichten will, dem bieten sich die Gratis-Filialkonten der Post- und Commerzbank an. Auch einige Sparda Banken sowie VR Banken bitten ihre Kunden - trotz Filialkonto - nicht zu Kasse.
4. Des Weiteren gilt es, gerade bei einem Familienkonto, zu prüfen, ob eine zweite EC-Karte kostenpflichtig ist. Ehepaare nutzen meist ein Konto gemeinsam. Bei Spitzenanbietern fällt dieser Aspekt allerdings nicht ins Gewicht. Überdies bieten Top-Anbieter eine kostenfreie Kreditkarte.

Würde Frau und Herr Huber zum Beispiel zur DKB wechseln, hätten sie folgende Ersparnis: 
1. Keine Kosten für die Kontoführung.
2. Dispozinsen für die regelmäßigen Überziehungen sinken mit dem DKB Cash-Konto auf 7,9 Prozent. Die Sollzinsen reduzieren sich somit auf knapp 40 Euro im Jahr.

  Anbieter Ertrag pro Jahr
Sie sparen pro Jahr 
 
1.
+6,10 € 
87,75 gespart
2.
+5,34 € 
86,99 gespart
3.
+4,58 € 
86,23 gespart
Datenstand: 08.12.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Liebe Leserinnen und Leser,

Thomas Brummer mein Name ist Thomas Brummer. Ich studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei der LV 1871 und der Hypovereinsbank tätig. Im Anschluss schrieb ich für das Anlegermagazin Der Aktionär.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben

Name*

Email*

Überschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Colourbox.de ID:4875

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Geld Pagename: girokonto-sparpotential(4875)