Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 12.12.2014

Girokonto Unterschied zwischen Giro- und Maestrocard?

Unterschiedliche Girokontokarten sorgen f├╝r Verwirrung bei Bankkunden. Was steckt hinter welcher Girokonto-Karte und welche ist f├╝r mich die richtige?
Bankkarte: Schutz gegen Missbrauch

Der Verlust der Kredit- oder EC-Karte (Girocard/Maestro-Karte) kann teuer werden

Er├Âffnen Sie ein Girokonto, gibt Ihnen die Bank eine Geldkarte gratis dazu. Dabei handelt es sich in der Regel um eine sogenannte Girocard. Diese Karten brachten Banken und Sparkassen 2008 f├╝r Girokonto-Kunden in Umlauf, um die bis dahin gebr├Ąuchliche EC-Karte abzul├Âsen. Die Girocard sollte die internationale Akzeptanz deutscher Geldkarten bei der Errichtung des einheitlichen europ├Ąischen Zahlungsraumes SEPA erh├Âhen. Unter dem Dach der Girocard wurden die bis dato unterschiedlichen Zahlungssysteme vereinheitlicht und der Zugang zu Geldautomaten erweitert.

Woran erkennt man eine Girocard?

Bankkunden erkennen die Girocard am blauen Logo: Es zeigt einen Pfeil, der auf ein Zahlenfeld verweist und dar├╝ber steht die Aufschrift "Girocard". W├Ąhrend das Logo auf allen Geldautomaten zu finden ist, tr├Ągt es aber l├Ąngst nicht jede Girocard. H├Ąufig tragen die Geldkarten der Banken lediglich das Logo eines der beiden zugrunde liegenden Karten-Zahlungssysteme in Deutschland: das Maestro-Zeichen oder das V Pay-Zeichen.

Girokonto-Karten im Vergleich

Der Grund liegt darin, dass die Girocard zwar das Dach f├╝r beide Zahlungssysteme bildet, die praktische Ausf├╝hrung ├╝bernehmen aber die ausgebenden Kreditinstitute: Mastercard und Visacard. Die Handhabung der Logos auf den Karten ist daher recht unterschiedlich. W├Ąhrend beispielsweise die Girocard der DKB Bank nur das Maestro-Zeichen tr├Ągt, weisen die Girocards von DAB Bank und ING-Diba sowohl das Logo von Girocard als auch das Maestro-Zeichen auf.
Das leistet die Girocard:
Bargeldlos zahlen: Als bargeldloses Zahlungsmittel ist die Karte in Gesch├Ąften, Restaurants oder Tankstellen einsetzbar, zudem kann man an Bankautomaten Bargeld ziehen. Im Gegensatz zu klassischen Kreditkarten werden die einzelnen Transaktionen sofort ausgef├╝hrt, sprich das Girokonto belastet. Shoppen und Tanken innerhalb der Euro-Zone ist geb├╝hrenfrei, die Geb├╝hren der Girocard-Zahlungen tragen die H├Ąndler. Au├čerhalb der Eurozone fallen in der Regel Geb├╝hren an.
Geldabheben: W├Ąhrend das Bargeldziehen im Inland an bankeigenen Automaten und an Partnerbanken kostenfrei ist, verursacht die Abhebung im Ausland Geb├╝hren. Die ING-Diba berechnet beispielsweise au├čerhalb Deutschlands f├╝nf Euro, Comdirect erhebt 5,90 Euro. In beiden F├Ąllen fahren Kontoinhaber mit der kostenfreien Visacard besser.
Geldkartenfunktion: Dar├╝ber hinaus sind viele Girocards mit einem aufladbaren Geldchip ausgestattet. Wird ein Geldbetrag auf die Karte geladen, kann man zum Beispiel an vielen Fahrkarten- und Parkautomaten ohne Kleingeld bequem ├╝ber den Geldchip der Girocard zahlen.

Zwei Karten, tausend Unterschiede

Obwohl alle Girocards grunds├Ątzlich gleich funktionieren, bestehen Unterschiede hinsichtlich der Verf├╝gbarkeit. W├Ąhrend die Maestrocard weltweit in Gesch├Ąften, Restaurants und an Geldautomaten einsetzbar ist, gilt die V Pay-Karte nur in der EU sowie in einigen angrenzenden L├Ąndern, etwa in Gr├Ânland, Island, Israel und der T├╝rkei. Ein Grund f├╝r die eingeschr├Ąnkte Verbreitung der V Pay-Karte ist der f├Ąlschungssichere EMV-Chip. Die teure Chip-Technologie ist noch nicht in allen L├Ąndern fl├Ąchendeckend verf├╝gbar. Mit Maestro-Karte kann man zwar inzwischen fast ├╝berall auf der Welt bezahlen, allerdings besteht ein h├Âheres Sicherheitsrisiko, da sie noch mit dem veralteten und leicht zu kopierenden Magnetstreifen arbeitet.

Bei der Girocard gelten Limits

Kein Unterschied zwischen beiden Girocards besteht hingegen in Sachen Girokonto-Verf├╝gungsgrenze. Um unberechtigte Abhebungen m├Âglichst einzud├Ąmmen und die Sicherheit f├╝r ihre Girokonto-Kunden zu erh├Âhen, haben fast alle Banken eine Verf├╝gungsgrenze beim Geldabheben mit Girocards festgelegt. Diese betr├Ągt in der Regel 1.000 Euro pro Tag und 2.000 bis 2.500 Euro die Woche – dies gilt sowohl f├╝r Verf├╝gungen vom Girokonto in Deutschland als auch im Ausland. Wer mehr Geld vom Girokonto ben├Âtigt, kann den Verf├╝gungsrahmen jedoch problemlos erweitern. Ein Anruf bei der Bank gen├╝gt und das Limit wird zeitlich befristet heraufgesetzt.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k├╝mmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t├Ątig.

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