Horst Biallo
Ein Beitrag von Horst Biallo, 14.01.2015

Girokonto Teure Dispo-Zinsen müssen nicht sein

Was haben Kunden von Sparkasse Göttingen, Geno Bank Essen oder Volksbank Ruhr Mitte gemeinsam? Dispo-Zinsen über 13 Prozent. So was sollten Sie vermeiden.
Girokonto Teure Dispo-Zinsen müssen nicht sein

Bei Sparkassen werden häufig 13 Prozent und mehr für Kontoüberziehungen fällig

Wer bei diesen Geldhäusern den eingeräumten Dispo von meist zwei Netto-Monatsgehältern überschreitet, zahlt dafür Überziehungszinsen von deutlich über 15 Prozent. Dabei werden all diesen Geldhäusern wegen der Finanzkrise die Gelder von der Europäischen Zentralbank praktisch kostenlos zur Verfügung gestellt! Die Differenz zwischen 0 und 15 Prozent streichen sich die Banken und Sparkassen ein.

Was sollen Sie also tun? Leider nutzt es nach unseren Erfahrungen oft gar nichts, zu dem anderen örtlichen Institut zu wechseln. Gleich, ob es sich um eine Sparkasse oder eine Genossenschaftsbank, also eine Volks- und Raiffeisenbank, handelt. Denn deren Dispo-Zinssätze ähneln der Konkurrenz doch sehr. Und: Wer einmal teuer ist, bleibt es eigentlich immer. Das liegt einfach daran, dass Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken, aber auch private Geldinstitute wie allen voran die Commerzbank viele teure Filialen unterhalten, die Sie mit Ihren Euros bezahlen müssen.
Wer Geld sparen will, hat zwei Wahlmöglichkeiten:

1. Abrufkredit bei Direktbank statt hohe Dispo-Zinsen

Sie bleiben, warum auch immer, bei Ihrer alten Bank und besorgen sich bei einer Direktbank einen externen, deutlich billigeren Dispo-Kredit, einen sogenannten Abrufkredit und tilgen damit die Überziehung bei der Hausbank. Die ING-Diba vergibt einen solchen Abrufkredit bereits für 6,43 Prozent. Mit den ersparten Zinsen sollten Sie dann die Überziehung schneller zurückführen.

2. Umstieg mit dem Girokonto auf Direktbank

Am besten ist jedoch ein gänzlicher Kurswechsel, indem Sie auf Internet-Banking umsteigen und sich eine günstige Direktbank suchen. Vorteil: Nicht nur die Dispo-Zinsen sind deutlich niedriger. Sie bekommen deutlich mehr für Ihr Geld.
Vorteile von Direktbanken:
- keine monatliche Grundgebühr
- gebührenfreie Maestro- und Kreditkarten
- eine gebührenfreie Bargeldversorgung weltweit oder zumindest in der Eurozone
 

Kontowechsel einfach und schnell

Die Arbeit der einmaligen Kontenumstellung können wir Ihnen zwar nicht abnehmen. Sie sparen jedoch Monat für Monat und Jahr für Jahr. Einige Direktbanken versüßen einem diese Arbeit aktuell noch mit Willkommens-Prämien.
  • 75 Euro ist der Netbank jeder neue Kunde wert (Aktion bis 31. Januar 2015).
  • 50 Euro zahlt einem Comdirect unjd wienn Sie unzufrieden sind und das Konto nicht behalten wollen, gibt es sogar 100 Euro.
  • Und schließlich zahlt Ihnen die ING-Diba 75 Euro als Willkommensgeschenk, wenn Sie bis 31.3.2015 ihr Gehaltskonto zu Ihr bringen.
  • Das meiste Geld zahlt jedoch 1822direkt, die Tochter der Frankfurter Sparkasse. Die Prämie hier: satte 100 Euro.
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Horst Biallo mein Name ist Horst Biallo. Ich habe Wirtschaft studiert, danach bei der Tageszeitung Die Welt eine Journalisten-Ausbildung absolviert. Als Familienvater mit drei Kindern kümmere ich mich bei Geldsparen vor allem um Finanz-Themen. Wenn ich Ihnen helfen kann, lassen Sie es mich einfach per Mail wissen.

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» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

14.01.2015 14:01 Uhr
Stadtmensch: Es lebe das Internet ...
... und den Tod dem regionalem Einzelhandel. Am besten sofort die gesamte Kontoverbindung zur nächstbesten Internetbank übertragen und Einkaufen auch nur noch bei Amazon & Co. Für die 40 Euro jährliche Kontoführung die man gespart hat, geht man dann ja gleich mal zwei Stunden ins Kino gehen, aber ohne Essen. Und fünf Jahre später jammern, dass in der Region keiner mehr einen Job hat und die Innenstädte verwaisen. Geiz ist nicht immer geil...


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