Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 30.10.2014

Serie: Was ist eigentlich ... ... eine Debitkarte?

Prepaidkarte, Chargekarte, Debitkarte – Kreditkarten gibt es viele. Mit allen Karten kann man bargeldlos Zahlen und Abheben – doch wo sind die Unterschiede?
Serie: Was ist eigentlich ... ... eine Debitkarte?

Welche Karten haben Sie eigentlich im Portemonnaie?

Die Debitkarte wird umgangssprachlich oft als EC-Karte bezeichnet. Das hat vor allem historische Gründe: Früher gab es die Eurocheque Karte, kurz EC-Karte genannt. Ursprünglich als Garantiekarte für die Einlösung von Eurocheques gedacht, entwickelte sich die Karte bald zu einem eigenständigen Zahlungsmittel. 2002 wurde dann aus der Eurocheque Karte die „Elektronisch Cash-Karte“, die wiederum 2007 durch die Girocard abgelöst wurde. Die Bezeichnung Girocard wurde von der deutschen Kreditwirtschaft eingeführt und umfasst das Bezahlen mit Debitkarte und PIN-Nummer sowie die Bargeldbeschaffung mit Geldautomaten.


Welche Debitkarten sind auf dem Markt?

Die gängigsten Varianten sind derzeit die deutsche Girocard, die Maestro-Karte von Mastercard und die V PAY-Karte von Visacard. Debitkarten enthalten einen Magnetstreifen sowie einen elektronischen Chip. Um den Missbrauch der Karte zu verhindern, ist auf jeder Debitkarte außerdem eine persönliche Geheimnummer (PIN) gespeichert, die man bei Transaktionen wie Bargeldabhebungen am Automaten eingeben muss. Dadurch wird verhindert, dass Unbefugte auf das Kartenguthaben zugreifen können. Mit der Debitkarte kann man bargeldlos in Geschäften, Restaurants oder an Tankstellen zahlen. Auch Geldabheben am Bankautomaten ist damit kein Problem.

Debitkarte verhindert Überschuldung

Debitkarten sind im engeren Sinne eigentlich gar keine echten Kreditkarten, denn sie stellen keinen eigenen Kreditrahmen zur Verfügung. Debitkarten sind mit einem Referenzkonto, in der Regel dem Girokonto des Karteninhabers, gekoppelt. Über dieses erfolgt die Abrechnung der getätigten Umsätze. Zudem kann man den Disporahmen des eigenen Girokontos anzapfen, falls das Konto kein Guthaben aufweist. Das bedeutet: Im Unterschied zur klassischen Kreditkarte besteht kein Zahlungsaufschub, sondern die Umsätze werden taggenau zinswirksam erfasst und das Girokonto zeitnah belastet. Bei echten Kreditkarten erfolgt die Belastung hingegen nur in bestimmten Intervallen, meist am Monatsende oder später.

Ausnahme: Es gibt einzelne Anbieter, die fällige Beträge – ähnlich wie bei herkömmlichen Kreditkarten – erst nach Tagen oder Wochen belasten. Ein Beispiel hierfür ist die Maestro Card von Barclaycard, die fällige Beträge erst nach 59 Tagen einzieht.

Welche Probleme können auftreten?

Gelegentlich gibt es Probleme, wenn die Debitkarte als Sicherheit hinterlegt werden soll. Dies kann zum Beispiel bei Mietwagenfirmen oder in Hotels passieren. Dadurch dass die Karte in der Regel keinen eigenen Kreditrahmen besitzt, sondern mehr oder minder vom Deckungsgrad des Girokontos abhängig ist, verweigern manche Firmen die Akzeptanz. Mittlerweile findet jedoch ein Umdenken statt und manche Hotelketten und Mietwagenbetreiber blockieren einfach einen bestimmten Betrag auf der Debitkarte. Dieser bleibt dann für die Dauer der Nutzung gesperrt. Allerdings muss auch in diesem Fall die Karte gedeckt sein. 

Kostenfreie Debitkarten

In der Regel reichen Banken klassische Maestro zum Nulltarif an ihre Kundschaft aus. Vereinzelt finden sich aber auch Visa Karten ohne Grundgebühr, Beispiele hierfür sind die Comdirect Visacard, die Consorsbank Visacard Classic sowie die Visa Card von der ING-Diba. Diese Debitkarten erlauben entweder europaweit oder weltweit Bezahlen und Bargeldabheben zum Nulltarif.
  Anbieter Ertrag pro Jahr
Sie sparen pro Jahr 
 
1.
+6,10 € 
87,75 gespart
2.
+5,34 € 
86,99 gespart
3.
+4,58 € 
86,23 gespart
Datenstand: 09.12.2016
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Jetzt zum Geldsparen Newsletter anmelden!

Liebe Leserinnen und Leser,

Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kümmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tätig.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

30.10.2014 20:51 Uhr
Karau: Debitkarte
Die Geheimzahl/PIN ist nicht auf dem chip gespeichert! Ansonsten könnte diese von IT-Profis ausgelesen werden. Bei Onlinetransaktionen wird die vom Kunden eingegebe PIN im Rechner der Sparkasse oder der Bank geprüft und bei "OK" dem Geldautomaten ein Signal gegeben, die Betragseingabe anzufordern.


Kommentar schreiben

Name*

Email*

Überschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Colourbox.de ID:5536

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Geld Pagename: debitkarte(5536)