Von Brigitte Watermann, 21.11.2013

Vermögensaufbau So klappt das Sparen

Langfristiger Vermögensaufbau ist für Familien besonders wichtig. Doch wie das geht, will gelernt sein. Fünf Spartipps, die Sie berücksichtigen sollten.
Vermögensaufbau So klappt das Sparen

5 Tipps für cleveres Sparen

Sparen ist eine Tugend, die in Deutschland vergleichsweise hoch im Kurs steht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts legten die Deutschen im Jahr 2012 rund 10,3 Prozent ihres Einkommens auf die hohe Kante – mehr als die Sparer in den allermeisten europäischen Ländern. Allerdings landet eine Menge des gesparten Geldes offenbar immer noch auf schlecht verzinsten Sparbüchern – wenn auch weniger als in in früheren Jahren. Denn im historischen Zinstief schauen immer mehr Leute darauf, etwa auf besser verzinsten Tagesgeldkonten zumindest ein paar zehntel Prozentpunkte mehr auf ihr Erspartes zu verdienen.

Tipp 1: Tagesgeldkonto für die eiserne Reserve

Wenn Sie risikolos Geld parken möchten, sollten Sie einem Tagesgeldkonto den Vorzug vor einem Sparbuch geben. Auf dem Tagesgeldkonto sollte nach Empfehlungen von Verbraucherschützern ein Notgroschen von etwa drei Monatsnettoeinnahmen geparkt sein – damit Sie immer flüssig sind, wenn mal eine unvorhergesehene Reparatur oder eine neue Waschmaschine fällig wird. Besonders vorsichtige Zeitgenossen satteln noch eine Monatsausgabe drauf.

Tipp 2: Zinseszinseffekt beachten

Er ist der wichtigste Helfer beim Sparen. Der erste gesparte Euro ist nämlich der wichtigste. Dazu ein Beispiel: Nach Berechnungen der Verbraucherzentrale Bayern benötigt man für die Bildung einer Zusatzrente von 400 Euro pro Monat zum Rentenstart rund 100.000 Euro Verrentungskapital.

Wer 30 Jahre lang auf dieses Ziel hin spart, muss bei einer Anlageverzinsung von vier Prozent pro Jahr im Monat 145 Euro pro Monat aufbringen. Wer nur zehn Jahre Zeit zum Sparen hat, muss dagegen monatlich schon 679 Euro zurücklegen. Früh anfangen ist daher sehr wichtig, damit der Zinseszinseffekt voll wirken kann. Übrigens: Wenn man das Geld bei Tagesgeldanbietern investiert, die monatliche Zinsgutschriften bieten, wirkt sich der Zinseszinseffekt über die Jahre stärker aus.

Tipp 3: Regelmäßig sparen

Wer komfortabel Monat für Monat Geld zurücklegt, zum Beispiel über einen Dauerauftrag aufs Tagesgeldkonto oder auf einen Fondssparplan, gewöhnt sich daran zu sparen und muss sich nicht jeden Monat wieder aufraffen, Geld beiseite zu legen - zumal man das gerne auch mal vergisst.

Tipp 4: Sicherheiten beachten

Gerade als Familie, die keinen Euro zu verschenken hat, sind Sie darauf angewiesen, dass ihre Gelder möglichst sicher sind. In Deutschland greift bei den allermeisten Anbietern neben der gesetzlichen Einlagensicherung nach EU-Recht von 100.000 Euro auch noch ein zusätzliches System, so dass hohe Summen abgesichert sind.

Bei ausländischen Banken, die häufig höhere Zinsen offerieren, sollte man das Einlagensicherungssystem dagegen genau unter die Lupe nehmen. EU-Institute bieten oft nur die 100.000-Euro-Marke an. Sicherheitsbewusste Anleger sollten diese Marke ernst nehmen und bei Instituten mit Mindestsicherung nicht mehr als die abgesicherte Summe investieren.

Tipp 5: Fondssparen für die Rendite

Wer Renditen oberhalb der Inflationsrate erzielen möchte, kommt um Wertpapieranlagen nicht herum. Ein langer Spar-Atem zahlt sich insbesondere bei Fondssparplänen aus. Wer 30 Jahre lang in deutsche Aktienfonds investierte, konnte laut Branchenverband BVI über diese Zeit eine Rendite von 6,9 Prozent pro Jahr nach Abzug von Kosten erzielen (Stand: 30.9.2013). Aus 100 Euro monatlich, also 36.000 Euro insgesamt, wurden so über die Jahre rund 116.025 Euro.

Wegen der Börsenturbulenzen der jüngsten Vergangenheit sehen die Zahlen für kürzere Zeiträume deutlich schlechter aus. Auf Sicht von 15 Jahren waren nur 4,9 Prozent Rendite drin. Besonders kostengünstig ist das Fondssparen mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs). Vor allem bekannte Onlinebroker wie Consorsbank, Comdirect, DAB-Bank, ING-Diba, S-Broker und 1822 direkt sowie Maxblue und die Onvista Bank bieten diese Sparpläne an – zum Teil sogar ganz ohne Orderkosten. Das spart über die Jahre viel Geld – und steigert die Rendite.
Gesamten Vergleich anzeigenTagesgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 9 Monate
  Anbieter Zinssatz
Zinsertrag
 
1.
1,00% 
58,33
2.
0,75% 
57,57
3.
1,10% 
49,22
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