Von Brigitte Watermann, 30.10.2013

Geldanlage Vermögensaufbau für Kinder

Viele Eltern wünschen sich, dass Ihre Kinder später einmal mit einem kleinen Finanzpolster das Elternhaus verlassen. Doch wie spart man sinnvoll fürs Kind?
Vermögensaufbau für Kinder: Kinderleicht Geld anlegen

Schon jetzt an später denken: Eltern sollten möglichst früh anfangen, für die Kinder Geld anzulegen

Im Kinderzimmer liegt schon die zweite Plüsch-Katze, die Lego-Steine füllen bereits zwei Kisten – und schon wieder nahen der Kindergeburtstag und bald darauf die Kommunion? Sprich: Großeltern und Paten werden wissen wollen, was sie dem Kind schenken sollen?

Auch wenn es in manchen Ohren profan klingt, warum nicht einmal zu Geburtstagen oder Festen Geld oder gleich Wertpapiere schenken – und auf diese Weise der Familie dabei unter die Arme greifen, für die spätere Ausbildung des Kindes Kapital anzusparen?

Geldanlage für die Kinder - so früh wie möglich

Dabei gilt es, planvoll vorzugehen – und möglichst früh anzufangen. Denn je länger man zum Sparen Zeit hat, desto deutlicher wirkt der Zinseszinseffekt. Eltern, die es sich leisten können, legen daher von Anfang an zum Beispiel regelmäßig einen Teil oder das ganze Kindergeld zurück.

Doch in welche Anlageform sollte das Geld fließen? Entscheidend ist es, Sparzweck und Anlagedauer zu betrachten. Anlageexperten raten dazu, für verschiedene Sparzwecke auch verschiedene "Töpfe" zu besparen.

Dabei gilt die Grundregel: Für schon bald benötigte Gelder wie den Schüleraustausch im übernächsten Jahr sollte das Geld auch rasch verfügbar und wenig riskant angelegt sein. Für noch sehr ferne Sparzwecke, etwa das Studium in 18 Jahren, darf man ruhig riskanter, dafür auch renditeträchtiger Geld anlegen.

Für die kurze Frist: Tagesgeldkonto

Ideal, um Geld kürzere Zeit anzulegen, ist ein gut verzinstes Tagesgeldgeldkonto. Selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase schaffen es die Top-Anbieter, zumindest die Inflation in Schach zu halten. Solche kostenlosen Tagesgeldkonten findet man in aller Regel bei Direktbanken.

Achten Sie aber nicht nur auf die Zinsen, sondern auch darauf, wie die Einlagen bei einer Schieflage der Bank abgesichert sind. Informationen zu aktuellen Konditionen und zur Höhe der Einlagensicherung finden Sie in unserem Tagesgeld-Vergleichsrechner. Ratsam ist es, auf dem Tagesgeldkonto stets ein paar tausend Euro liegen zu haben – und das Geld nach Ausgaben auch wieder anzusparen. Mehr Geld muss dort nicht liegen, denn für längerfristiges Sparen gibt es interessantere Geldanlagen.

Für eine genau absehbare Frist: Festgeld

Sie wissen, der Schüleraustausch steht in sechs Monaten an und das Geld dafür ist schon angespart? Warum es nicht für sechs Monate fest auf einem leistungsstarken Festgeldkonto anlegen, sofern man dafür noch etwas höhere Zinsen kassieren kann?

Bevor man sich festlegt, sollte man aber die allgemeine Zinslage prüfen. Das können Sie zum Beispiel mit Hilfe unseres Festgeld-Vergleichs. Ist – anders als derzeit absehbar – bald mit steigenden Zinsen zu rechnen, ist ein Festgeld keine so gute Idee. Anders sieht es aus, wenn eher mit fallenden oder gleich bleibenden Zinsen zu rechnen ist – dann sind Festgelder besonders sinnvoll.

Für lange Frist: Fondssparpläne

Klar ist, dass man mit 1,5 Prozent Zins pro Jahr auf dem Tagesgeldkonto auf Dauer keine Reichtümer anhäufen kann. Wer Geld dafür übrig hat, sollte daher Sparpläne auf Aktienfonds oder börsengehandelte Indexfonds wählen. Letztere sind kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds.

Sie scheuen das Risiko, das damit einhergeht? Gerade wegen des sehr langen Anlagehorizonts für kleine Kinder ist es ratsam, auf riskantere, dafür aber langfristig ertragreiche Anlageformen zu setzen. Denn auf längere Sicht treten die Chancen zutage, und die Risiken von Kursrückschlägen an der Börse verlieren an Gewicht.

Dazu ein paar Zahlen: Mit Sparplänen auf deutsche Aktienfonds zum Beispiel waren in den vergangenen 20 Jahren Renditen von fünf Prozent pro Jahr drin. Bei einer Monatsrate von 100 Euro in einen solchen Fonds schafft man damit nach 20 Jahren Spardauer ein Kapital von knapp 40.600 Euro – ein gutes Polster für den Start ins Erwachsenenleben. Sparpläne sind bei den meisten Direktbanken schon für Raten ab 50 oder sogar 25 Euro zu besparen. Einen guten Überblick über Fonds erhalten Sie auf dem Finanzportal biallo.de.
Von Kapitallebensversicherungen – früher auch mal Aussteuerversicherungen oder Ausbildungsversicherungen genannt – raten Verbraucherschützer aber ab. Die Renditen sind nur mäßig, man bindet sich auf Jahre feste Einzahlungen ans Bein und im Notfall kommt man nur unter herben Einbußen an sein Geld.

Für etwas Glanz: Gold zur Krisenabsicherung

Wenn Oma oder die Patentante mal besonders spendabel sein wollen, können sie dem Kind auch eine kleines Goldstück oder eine Münze zukommen lassen. Das dient nicht nur als Absicherung gegen Währungskrisen oder als Inflationsschutz, sondern sieht auch noch toll aus.

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» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

03.12.2013 14:21 Uhr
erasmus: Vermögensaufbau Kinder
Es gibt derzeit keine seriöse Empfehlung Geld für längere Zeit anzulegen. Ich würde, wenn auch zur Zeit nicht die optimale Lösung, zunächts auf ein Tagesgeldkonto ansparen. Wenn sich absehen lässt, wie sich unser Finanzsystem entwickelt, kann man immer noch umschichten. Langfristig würde ich nichts anlegen. Man weiß auch nicht, ob man später Steuern auf das Ersparte zahlen muss, was eher sicher ist, als nicht, angesichts der Vorschläge die es hierzu derzeit gibt.


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