Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 19.11.2013

Geldanlage Top-Zins fest, t√§glich verf√ľgbar

Gerade Familien brauchen bei der Geldanlage immer eine Summe, √ľber die sie schnell verf√ľgen k√∂nnen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie daf√ľr Top-Zinsen bekommen.
Geldanlage: Top-Zins fest, t√§glich verf√ľgbar

Notgroschen parat? Da hat die Familie gut lachen.

Beginnt bald die Berufsausbildung der Kinder? Oder macht das Familienauto langsam schlapp? Dann ist es gut, einen Notgroschen parat zu haben. Viele Familien wollen sich darum bei der Geldanlage ungern lang festlegen - gerade auch deswegen, weil die Zinsen wohl erst in einem Jahr wieder ansteigen werden.

Manche bevorzugen zudem regelm√§√üige Zinsertr√§ge oder brauchen gar in absehbarer Zeit einen Teil des Sparkapitals f√ľr eine gr√∂√üere Anschaffung. Festgeld hat aber den Nachteil, dass es nicht flexibel ist. Tagesgeld ist zwar flexibel, aber die Verzinsung ist weder √ľppig noch garantiert.¬†Familien, die Zinssicherheit w√ľnschen - und zugleich beweglich bleiben m√∂chten -, bieten sich zwei M√∂glichkeiten:
  1. verschiedene Festgelder miteinander kombinieren oder
  2. auf flexibles Festgeld setzen.

Wir erklären Familien beide Varianten der Festgeld-Anlage:

Möglichkeit 1: Festgeld-Laufzeiten kombinieren

Die meisten Banken erm√∂glichen Festgeld mit unterschiedlichen Laufzeiten bis zu zehn Jahren: bis zu einem Jahr gliedern sich die Anlagezeitr√§ume quartalsweise, danach folgt j√§hrliche Zinsfestschreibung. Um zumindest teilweise fl√ľssig zu bleiben, kann man zum Beispiel Laufzeiten von eins, zwei und drei Jahren mischen.

Au√üerdem k√∂nnen ja inzwischen auch die Zinsen vom historischen Tiefststand wieder gestiegen sein. Da Banken f√ľr Festgeld keine Geb√ľhren berechnen, entstehen Anlegern auch bei mehreren Festgeld-Konten bei unterschiedlichen Banken keine Kosten. Man kann also stets das jeweils beste Angebot aussuchen. Familien, die sich orientieren wollen, finden in unsem Festgeld-Rechner Hilfe:
Wie entwickelt sich die Rendite bei dreijähriger Geldanlage, wenn eine Familie ihr Geld gleichmäßig auf drei Festgeld-Anlagen verteilt - und die Zinsen jedes Jahr um einen Prozentpunkt steigen?

Das erkl√§rt diese Beispielrechnung f√ľr eine Gesamtanlagesumme von 30.000 Euro √ľber mehrere Jahre mit der Kombination verschiedener Laufzeiten:

Festgeldanlage im ersten Jahr

  
Anlagesumme Laufzeit Rendite
10.000 ein Jahr 2,0 %
10.000 zwei Jahre 2,2 %
10.000 drei Jahre 2,5 %

Ergebnis nach dem ersten Jahr: Die Anlage hat einen Durchschnittszins im ersten Jahr von 2,23 Prozent erwirtschaftet - also deutlich mehr als bei der reinen Einjahresanlage.
Und nach zwölf Monaten wird ja die erste Festgeldanlage wieder frei - und kann neu angelegt werden; bis dahin sind die Zinsen womöglich wieder gestiegen.

Auch hierf√ľr ein Rechenbeispiel:

Festgeldanlage im zweiten Jahr

 
Anlagesumme Laufzeit Rendite
10.000 (neu) zwei Jahre 3,0 %
10.000 zwei Jahre 2,2 %
10.000 drei Jahre 2,5 %

Ergebnis nach dem zweiten Jahr: Weil das erste inzwischen freigewordene Festgeld inzwischen f√ľr 3,0 Prozent erneut auf zwei Jahre angelegt werden konnte - und die anderen Gelder sich so verzinst haben wie gehabt - liegt der Durchschnittszins im zweiten Jahr sogar bei 2,56 Prozent.
Im dritten Jahr läuft das zweijährige Festgeld aus - und wenn die Zinsen wieder gestiegen sind, verbessert das noch einmal die Rendite.

Unsere Beispielrechnung belegt das:

Festgeldanlage im dritten Jahr

Anlagesumme Laufzeit Rendite
10.000 (neu) ein Jahr 4,0 %
10.000 zwei Jahre 3,0 %
 10.000 drei Jahre  2,5 %

Ergebnis nach dem dritten Jahr: Die 4,0 Prozent Zinsen f√ľr das neue Ein-Jahres-Festgeld z√ľnden noch einmal einen Ertrags-Turbo: Die Rendite im dritten Jahr liegt nun bei 3,06 Prozent.
Gesamtbilanz: Unterm Strich verzinsen sich die Festgelder mit 2,61 Prozent - das sind mehr als 2.400 Euro Zinsen.

Das kluge Anlegen mit gestaffelten Laufzeiten hat sich also ausgezahlt. Dazu muss der Kunde allerdings selbst die einzelnen Vertäge und deren dauer im Blick behalten, damit das Geld auch sofort wieder neu und möglichst gewinnbringend angelegt werden kann. Und das kann im turbulenten Familienleben ganz schön lästig sein.
 

Möglichkeit 2: Die Kombi-Alternative flexibles Festgeld

Einzelne Banken kombinieren neuerdings Anlageprodukte aus Tages- und Festgeld. Dabei wird das Ersparte f√ľr eine bestimmte Zeit fest angelegt, ein Teil des Geldes bleibt vorzeitig abrufbar. Die Bank zahlt f√ľr die gesamte Laufzeit und f√ľr den Gesamtbetrag des angelegten Kapitals einen fest vereinbarten Zinssatz.

Pluspunkt: Der Sparzwitter verursacht keine Kosten, die Produkte sind ebenso wie Tages- und Festgeld geb√ľhrenfrei - und alles geht automatisch.

Im Gegensatz zur Kombination verschiedener Festgelder sind die Kombiprodukte zeitlich flexibler, denn der Abruf des frei verf√ľgbaren Betrags ist nicht an eine Laufzeit gebunden. Andererseits ist stets nur ein Teil des angelegten Geldes abrufbar. Beim VTB Duo sind es beispielsweise 20 Prozent, beim NIBC Kombigeld sind es 50 Prozent. Die Verzinsung liegt in der Regel knapp unterhalb der reinen Festgeldanlage.

Auch hier wieder das passende Rechenbeispiel - angenommen ist dabei, dass die Zinssteigerung pro Jahr einen Prozentpunkt beträgt:

So rentiert sich flexibles Festgeld


1. Im ersten Jahr wird das gesamte Kapital mit den derzeitigen 2,1 Prozent verzinst.

2. Der Anleger hebt nach zwölf Monaten 50 Prozent des Ursprungsbetrags ab. Danach legt er sie in einem weiteren Kombigeld B mit 3,1 Prozent Zinsen an.
Ergebnis nach dem zweiten Jahr: Im zweiten Sparjahr liegt die Rendite bereits bei 2,6 Prozent.

3. Nach weiteren zwölf Monaten das gleiche Spiel: Es werden 50 Prozent von dem vor einem Jahr neu angelegten Kombigeld wieder abgehoben - und in ein Kombigeld mit nun 4,1 Prozent Zinsen umgeschichtet.
Ergebnis nach dem dritten Jahr: Die Rendite liegt nun bei 2,85 Prozent.

Gesamtbilanz: Unterm Strich bringt die Anlage etwa 2,51 Prozent - das sind mehr als 2.300 Euro Zinsen.
Fazit: Das Kombiprodukt ist die beste Wahl f√ľr alle, die sicher Geld anlegen, flexibel bleiben und sich nur einmal um die Anlage k√ľmmern wollen. Wer die Kombination selbst aust√ľftelt, kann aber mehr sparen. Obwohl beim flexiblen Kombiprodukt immerhin die H√§lfte des Kapitals in besser verzinste Papiere getauscht wird (im Festgeldbeispiel ist es nur ein Drittel), erzielen Sparer keinen Renditevorteil. Das liegt vor allem am geringeren Zinssatz des Ausgangsprodukts von 2,1 Prozent.
Gesamten Vergleich anzeigenFestgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 36 Monate
  Anbieter Zinssatz
Zinsertrag
 
1.
1,25%
379,70
2.
1,20%
 364,34
3.
1,05%
 318,32
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Liebe Leserinnen und Leser,

Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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