Von Brigitte Watermann, 15.11.2013

Richtig sparen Schulden tilgen statt Sparen

Immerhin gut jeder siebte Deutsche spart mehr als noch vor einem halben Jahr. Doch so mancher spart auf unsinnige Art und Weise. So geht es richtig.
Richtig sparen: Schulden tilgen statt Sparen

Schulden tilgen oder sparen: Manchmal fährt man besser, Schulden abzuzahlen

Der guten Wirtschaftslage sei Dank: 15 Prozent der Deutschen legen mehr zurück als noch vor einem halben Jahr, vor allem jüngere Leute sind aktiver geworden. Allerdings sagt auch gut jeder fünfte Deutsche, dass er derzeit nichts zurücklegen kann. Das zeigt eine neue repräsentative Umfrage der Postbank.

Insgesamt dürfte die Sparquote in diesem Jahr aber auf gut zehn Prozent weiter zurückgehen – von 11,5 Prozent im Krisenjahr 2008. Das bedeutet: Von 100 Euro Nettoeinkommen landen gut zehn Euro auf der hohen Kante.

Tagesgeldkonto mit guten Zinsen

Die Beliebtheit des Sparbuchs klassischer Prägung geht inzwischen weiter zurück. Während 2011 noch 38 Prozent der Deutschen Geld aufs Sparbuch legten, sind es heute nur noch 31 Prozent laut Postbank-Befragung. Und auch laut dem aktuellen Vermögensbarometer der Sparkassenorganisation ist die Bedeutung der Sparbuchrücklagen für den Vermögensaufbau ganz klar gesunken.

Angesichts von Mini-Zinsen ist das nur allzu verständlich. Besser fährt man mit gut verzinsten und flexiblen Tagesgeldkonten. Bei den Topanbietern wie der Renault Bank oder Rabo direct gibt es 1,5 Prozent auf Tagesgeld – nicht üppig, aber immerhin noch genügend, um die Inflation in Schach zu halten. Den gleichen Satz bekommen Neukunden bei Consorsbank sogar auf zwölf Monate garantiert und bei ING-Diba auf vier Monate.

Dispokredit kommt Sparern teuer

Aber noch etwas gilt es zu berücksichtigen. Vielen Deutschen passiert es immer wieder, dass sie auf ihrem Girokonto ins Minus rutschen und teure Dispozinsen bezahlen – im Marktdurchschnitt liegt der Wert bei 10,9 Prozent. Wenn man dann gleichzeitig auf dem Tagesgeldkonto ein paar tausend Euro liegen hat, ist das ein wahrlich schlechtes Geschäft, vor allem, wenn der Zustand mehr als nur zwei, drei Tage anhält.

Dazu ein Rechenbeispiel: Wer 100 Euro im Soll ist, zahlt aufs Jahr einen Dispozins von elf Euro. Hat derjenige gleichzeitig 200 Euro auf einem Tagesgeldkonto liegen, bringt im das selbst bei einem Topanbieter aufs Jahr nur einen Ertrag von gut drei Euro. Unter dem Strich bleibt ein dickes Minus.
Unser Tipp: Wenn Sie mal in den Dispo rutschen, schauen Sie, ob Sie rasch Geld vom Tagesgeldkonto locker machen können, um den Kredit auszugleichen. Denn der gesparte Kreditzins ist derzeit eine fast unschlagbare Geldanlage. Haben Sie etwas längerfristigen Kreditbedarf, schauen Sie sich besser nach einem Ratenkredit um. Der ist auf jeden Fall günstiger als ein Minus auf dem Girokonto.

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