Annette Jäger
Ein Beitrag von Annette Jäger, 16.10.2015

Versicherungen Die h√§ufigsten Irrt√ľmer

Sie glauben, Sie sind rundum gut versichert? Dann schauen Sie lieber nochmal genau nach. Wir nennen Ihnen die häufigsten Versicherungsfehler.
Versicherungen:Die h√§ufigsten Irrt√ľmer

An Halloween gehen manche Streiche zu weit - die Haftpflichtversicherung ist daher f√ľr Eltern Pflicht

Irrtum 1: „Wenn mein Kind einen Schaden anrichtet, zahlt meine private Haftpflichtversicherung.“

Nicht immer. Kinder unter sieben Jahren sind nicht deliktf√§hig und k√∂nnen somit nicht f√ľr Sch√§den haftbar gemacht werden, die sie verursacht haben. Auch Sie als Eltern nicht! Infolgedessen springt auch die private Haftpflichtversicherung nicht ein. Im Verkehr gilt dieser Deliktschutz sogar bis zum Alter von zehn Jahren. Haben Sie als Elternteil jedoch Ihre Aufsichtspflicht verletzt, haften Sie durchaus – und die private Haftpflichtversicherung springt ein. Um Streit mit Nachbarn und Freunden zu vermeiden, lohnt es sich f√ľr Sie, auch Sch√§den durch Ihre deliktunf√§higen Kinder √ľber die private Haftpflichtversicherung abzusichern. Neuere Policen bieten dieses Extra an.¬† Die Versicherungssumme ist meist gedeckelt, Sch√§den bis 5.000 Euro sollten abgesichert sein. Policen kosten ab rund 65 Euro im Jahr, z.B. von der Gothaer oder der Europa mit einer Gesamtdeckung von bis zu 10 Millionen Euro.

Haftpflichtversicherung

G√ľnstigste Police f√ľr Single oder Familie

Irrtum 2: „Wenn ich krank werde, zahlt die gesetzliche Krankenkasse. Private Zusatzversicherungen sind √ľberfl√ľssig.“

Stimmt grunds√§tzlich, jedoch nicht f√ľr den Bereich Zahnersatz. Hier beteiligt sich die Kasse √ľber die sogenannten Festzusch√ľsse insbesondere bei hochwertiger Versorgung nur noch sehr gering. Und das kann f√ľr Sie teuer werden. Auch eine private Zusatzversicherung f√ľr den station√§ren Bereich kann von Bedeutung sein. Sie sichert Ihnen die freie Klinik- und Arztwahl zu, was in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht √ľblich ist.
Tipp: Private Krankenzusatzversicherungen sind g√ľnstiger, wenn Sie m√∂glichst jung und ohne Vorerkrankungen einsteigen. Policen f√ľr Zahnersatz oder eine station√§re Zusatzversicherung k√∂nnen Sie einzeln abschlie√üen. Gute Anbieter von Zahnzusatzversicherungen sollten zusammen mit dem Anteil der gesetzlichen Krankenkasse 80 bis 95 Prozent der Arztrechnung abdecken. In Tests „sehr gut“ abgeschnitten haben etwa die HanseMerkur (Tarif EZ+EZT), die Allianz (ZahnBest) oder die Debeka (EZ70plus).


Irrtum 3: „Wenn ich zum Pflegefall werde, deckt die gesetzliche Pflegeversicherung die Kosten.“

Ein weitverbreiteter Irrtum. Der gesetzliche Zuschuss deckt Ihre Kosten nur etwa zur H√§lfte - oder noch nicht einmal das. Den Rest m√ľssen Sie aus Ihrem eigenen Verm√∂gen bestreiten. Vielen ist nicht klar, wie gro√ü die Versorgungsl√ľcke tats√§chlich ist. An Eigenleistung k√∂nnen in Pflegestufe III bei einem Heimplatz schnell 1.500 Euro im Monat oder noch mehr, je nach Ausstattung des Heimes, zusammenkommen.
Tipp: Eine Pflegezusatzversicherung ist empfehlenswert. Am besten im Alter ab 40 bis 50 Jahren, dann sind die Beiträge deutlich niedriger, als wenn Sie später einsteigen. Am besten wählen Sie eine Pflegetagegeldversicherung. Bei dieser Vorsorgevariante wird Ihnen bei der jeweiligen Pflegestufe ein vorher vereinbarter Tagessatz ausgezahlt Рunabhängig davon, wie teuer die Pflegeleistung tatsächlich ist.

Irrtum 4: „Wenn ich wegen Krankheit nicht mehr arbeiten kann, erhalte ich eine Erwerbsminderungsrente vom Staat.“

Stimmt, aber: die volle Rente erhalten Sie in diesem Fall nur, wenn Sie nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten können. Im Durchschnitt erhalten Sie laut Deutscher Rentenversicherung nur in etwa 700 Euro im Monat Рviel zu wenig zum Leben. Als Faustregel gilt: 29 Prozent des letzten Bruttolohns gibt es als Rente. Betroffen sind von dieser Regelung alle, die nach 1961 geboren sind.
Tipp: Eine Berufsunf√§higkeitsversicherung sollten Sie unbedingt ins Auge fassen, wenn Sie auf Ihr Einkommen angewiesen sind, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. W√§hlen Sie die Rentenh√∂he so, dass Sie im Notfall nicht auf Sozialleistungen angewiesen sind. Andernfalls wird Ihnen die Rente aus der Police angerechnet. Die Beitr√§ge einer Berufsunf√§higkeitsversicherung sind stark abh√§ngig vom Alter, Gesundheit und Beruf. Daher gilt: je eher Sie einsteigen, desto geringer sind die Beitr√§ge und das Risiko eventuell abgelehnt zu werden oder hohe Risikzuschl√§ge zahlen zu m√ľssen. Gute Policen bieten etwa die Hannoversche, die Canada Life oder die Gothaer an. Hier gilt besonders: Vergleichen Sie vorher die Angebote und den Leistungsumfang!

Berufsunfähigkeit

Finanzielle Sicherheit im Fall der Fälle

Irrtum 5: „Eine gro√üe Bandbreite an Policen gew√§hrleistet umfassenden Schutz.“

Klares Nein. Viel bringt nicht unbedingt viel, vor allem, wenn Sie niedrige Versicherungssummen gew√§hlt haben, um die Beitr√§ge √ľberschaubar zu halten. Als Faustregel gilt: Sichern Sie immer zuerst existenzbedrohende Risiken ab und zwar mit ausreichend hohen Versicherungssummen: Eine Haftpflicht-, eine Berufsunf√§higkeits- und eine Risikolebensversicherung sind – je nach Lebenssituation - die wichtigsten Policen. Und gehen Sie auf Reisen, ben√∂tigen Sie eine Auslandsreisekrankenversicherung im Gep√§ck.

Hausratversicherung

Die besten Anbieter finden
Jetzt zum Geldsparen Newsletter anmelden!

Liebe Leserinnen und Leser,

Annette Jäger mein Name ist Annette Jäger. Ich schreibe √ľber Gesundheit, Versicherungen und Soziales auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de. Ich habe Neuere Geschichte studiert und bin seit 1993 als Journalistin t√§tig.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben

Name*

Email*

√úberschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Colourbox.de ID:2661

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Geld Pagename: irrtuemer(2661)