Tatjana Viaplana
Ein Beitrag von Tatjana Viaplana, 24.10.2014

Tagesgeld Vergleich Steuern und Inflation beeinflussen Ihre Rendite

Bei der Auswahl des besten Tagesgeldanbieters werden häufig zwei Dinge vergessen: Die Inflationsrate und der Freistellungsauftrag. Was es damit auf sich hat:
Tagesgeld Vergleich Steuern und Inflation beeinflussen Ihre Rendite

Steuern und Inflation können Ihre Tagesgeld-Rendite schmelzen

Für Zinsen die Sie mit Ihrem Tagesgeld erwirtschaften, sollten Sie, wie für andere Kapitalerträge auch, einen Freistellungsauftrag stellen. Wer das vergisst, zahlt darauf 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Statt den Gewinn mit Fiskus und Gesellschaft zu teilen, können Sie diese bis zu 801 Euro freistellen. Den Auftrag dazu müssen Sie allerdings selbst bei Ihrer Bank stellen.

Wichtig ist dabei: Jede Bank bei der Sie Kapitalerträge erwirtschaften, benötigt jedoch einen gesonderten Freistellungsauftrag. Verfügen Sie über Geldanlagen bei verschiedenen Banken, sollten Sie berechnen wieviel Kapitalerträge Sie je Institut in einem Jahr erwarten und die 801 Euro aufteilen.

So viel Tagesgeld können Sie steuerfrei anlegen

Diese Rechenbeispiele zeigen, wie viel Geld Sie maximal anlegen können, bevor die Abgeltungssteuer greift: 

Beispiel 1: Ein guter Anbieter für Tagesgeld ist aktuell zum Beispiel die Ikano Bank mit 1,25 Prozent Zinsen. Legen Sie hier rund 64.000 Euro an, erreichen Sie eine Rendite, die dem Freibetrag von 801 Euro entspricht und daher komplett steuerfrei zu Ihrer Verfügung steht. (Wenn die Ikano Bank den Zinssatz in den kommenden zwölf Monaten nicht verändert.) Mit einer Anlagesumme von rund 66.000 Euro erreichen Sie eine Rendite im steuerfreien Bereich bei den aktuellen Konditionen der Sberbank und von Moneyou.

Beispiel 2: Der aktuelle Durchschnittszins für Tagesgeld in Deutschland liegt bei 0,45 Prozent. Anbieter, die Zinsen um diesen Wert gewähren, sind beispielsweise: Oyak Anker Bank, Wüstenrot oder die Bausparkasse Mainz. Hier erreichen sie erst mit einer Anlagesumme von 178.000 Euro die Freistellungsgrenze.

Reale Rendite nur mit Zinsen oberhalb der Inflationsrate

Die Inflation beschreibt den Wertverlust des Geldes im täglichen Leben. Der Zins, den Sie für Ihr Tagesgeld erhalten, sollte daher höher sein, sonst betreiben Sie reale Geldvernichtung. Die Inflationsrate lag in diesem Herbst bei 0,8 Prozent. Die Jahresinflation wird aktuell auf 1,0 Prozent geschätzt. Das der Durchschnitt für Tagesgeld-Zinsen derzeit bei 0,45 Prozent liegt zeigt, dass ein Großteil der Banken keine Zinsen oberhalb dieser Werte bereit stellen.

Geldsparen-Tipp: Die Top-Anbieter gewähren aber durchaus noch reale Renditechancen: 1822 Direkt und Sberbank mit je 1,3 Prozent für Neukunden, ING Diba und VTB mit 1,25 Prozent für Neukunden oder Ikano Bank mit ebenfalls 1,25 Prozent für Neu- und Bestandskunden. Auch Consorsbank, Moneyou und Renault Bank stellen mit 1,2 Prozent Zinsen noch Tagesgeldzinsen oberhalb der Inflationsrate zur Verfügung.

Neukundenbonus und Garantiezeit

Mit besonders lukrativen Zinssätzen für Neukunden versuchen die Banken im Wettbewerb besser dazustehen. Reizvoll sind hier Garantiezeiten auf die guten Zinssätze. Da die Europäische Zentralbank den Leitzins auf einem sehr niedrigen Niveau hält, schafft der Garantiezins Renditesicherheit.

Doch Vorsicht: Läuft die Garantiezeit ab, sinkt der Zinssatz oft auf einen deutlich niedrigeren Wert ab. Achten Sie bei zeitlich begrenzten Neukundenaktionen daher auf den Anschlusszins oder wechseln Sie nach Ablauf der Sonderkonditionen zu einem anderen Anbieter. Ein besonderes Angebot stellt die Cosmos Direkt zur Verfügung. Sie legt ihren Zinssatz für Tagesgeld pro Quartal fest. Sowohl Neu- wie auch Bestandskundinnen erhalten hier demnach einen quartalsgebundenen Garantiezins. Aktuell liegt dieser bis zum 31. Dezember bei 1,05 Prozent.
Gesamten Vergleich anzeigenTagesgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 9 Monate
  Anbieter Zinssatz
Zinsertrag
 
1.
1,00% 
58,33
2.
0,75% 
57,57
3.
1,10% 
49,22
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Liebe Leserinnen und Leser,

Tatjana Viaplana mein Name ist Tatjana Viaplana. Meine Fachbereiche sind Soziologie und Wirtschaftswissenschaften. Ich bin als Journalistin bei geldsparen.de tätig und schreibe für Sie über Geldanlage und nachhaltiges Haushalten für die ganze Familie.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben

Name*

Email*

Überschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Colourbox.de ID:5521

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Geld Pagename: inflation(5521)