Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 23.04.2014

Serie: Was kostet eigentlich... ... ein Fonds?

Kaufen Sie einen Fonds, fallen Geb√ľhren in unterschiedlicher H√∂he an. Wie k√∂nnen Familien dabei Geld sparen?
Serie: Was kostet eigentlich... ... ein Fonds?

Familien sollten einen Blick auf die Kosten eines Fonds werfen

Ausgabeaufschlag

Erster Kostenpunkt ist der Ausgabeaufschlag. Er wird unmittelbar beim Fondskauf f√§llig und deckt als Verkaufsgeb√ľhr die Kosten des Vertriebs. Die H√∂he des Aufschlags variiert von Fondsart zu Fondsart. W√§hrend Aktienfonds drei bis sechs Prozent des aktuellen Kurswertes in Rechnung stellen, zahlen Sie bei Rentenfonds nur zwei bis vier Prozent. Bei Mischfonds werden meist vier bis f√ľnf Prozent f√§llig und bei offenen Immobilienfonds vier bis sechs Prozent. Die Rechnung ist einfach: Kostet ein Fondsanteil 100 Euro, so entstehen bei einem Ausgabeaufschlag von f√ľnf Prozent Kaufkosten von 105 Euro.

Spartipp: Kaufen Sie börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs. Bei diesen fällt kein Ausgabeaufschlag an, sondern nur Bank-Börsenspesen, die aber meist niedriger sind. Zweite Möglichkeit ist der Kauf von Investmentfonds mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Fast alle Direktbanken und Fondsshops bieten Verkaufsrabatte zwischen 25 und 100 Prozent Рzum Beispiel Comdirect, Consorsbank und ING-Diba.

Managementgeb√ľhr

Jeder Fonds erhebt eine Geb√ľhr f√ľr das Management des Fonds. Aktiv verwaltete Fonds berechnen bis zu 2,5 Prozent pro Jahr, weil die Portfolios intensive Beobachtung, Marktanalysen und h√§ufige Umschichtungen erfordern. Die Geb√ľhr wird j√§hrlich dem Fondsvolumen entnommen. Im Gegensatz dazu verlangen Indexfonds oft nur Geb√ľhren zwischen 0,2 und 0,5 Prozent, weil die Portfolio√ľberwachung und -steuerung in der Regel per Computer erfolgt. Tipp: In den j√§hrlich ausgewiesenen Renditen der Fonds sind die Managementgeb√ľhren bereits enthalten.

Spartipp: Versuchen Sie j√§hrliche Management- und Verwaltungsgeb√ľhren niedrig zu halten, denn sie belasten die Rendite. Vergleichen Sie dazu die sogenannte Total Expensive Ratio (TER). Sie zeigt die Summe aller laufenden Kosten und Geb√ľhren eines Fonds. Der Ausgabeaufschlag sowie eventuelle Erfolgshonorare des Managements sind allerdings nicht enthalten.

Performance Fee

Dabei handelt es sich um ein erfolgsabh√§ngiges Honorar f√ľr die Fondsmanager. L√§uft ein Fonds zum Beispiel besser als seine Benchmark (Vergleichsindex), kann das Management einen Teil der Outperformance als Erfolgspr√§mie einstreichen. Oft lobt die Fondsgesellschaft 20 oder gar 25 Prozent Outperformance-Pr√§mie aus. Damit sollen die Fondsmanager angestachelt werden, besonders erfolgreich zu arbeiten. Allerdings verlangen nur wenige Fonds ein Erfolgshonorar, Informationen dazu finden Sie im Fondsprospekt.

Spartipp: Den Fondsprospekt genau studieren und wenn m√∂glich einen Fonds ohne Performance Fee kaufen. Nur wenn eine weit √ľberdurchschnittliche Rendite des Fonds die Zusatzgeb√ľhr rechtfertigt, habe Sie von der Geb√ľhr Vorteile.

Depotkosten

Diese Kosten werden zwar nicht vom Fonds erhoben, sind f√ľr Fondssparer aber oft unvermeidlich. Schlie√ülich m√ľssen die Fondsanteile irgendwo verwahrt werden, und dies geschieht im Depot. Banken berechnen daf√ľr entweder Pauschalgeb√ľhren von 20 bis 40 Euro im Jahr oder volumenabh√§ngige Geb√ľhren von 0,1 bis 0,2 Prozent, in seltenen F√§llen auch mehr.

Spartipp: Besitzen Sie bereits Aktien, Anleihen oder Zertifikate, k√∂nnen Sie Fondsanteile in das gleiche Depot einbuchen lassen. Bei pauschalen Depotgeb√ľhren erh√∂hen sich die Kosten dadurch nicht. Viele Banken bieten kostenlose Wertpapierdepots, etwa ING-Diba, DAB Bank oder DKB. Unter bestimmten Bedingungen verzichten auch 1822 direkt, Comdirect und S-Broker auf Depotgeb√ľhren.
 
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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