Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 18.03.2014

Sparen im Zinstief Aktien √ľberraschend sicher

Banksparer m√ľhen sich um jede Rendite. Ein Ausweg bieten vermeintlich unsichere Aktien. Laut einer Allianz-Studie sind die B√∂rsenpapiere sicherer als gedacht.
Sparen im Zinstief Aktien √ľberraschend sicher

Wer einen langen Atem hat, kann mit Aktien gute Renditen einfahren

Die Untersuchung k√∂nnte helfen den Anlegern die Scheu vor vermeintlich unsicheren Aktien zu nehmen. Die Finanzexperten von Allianz Global Investors untersuchten √ľber einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren die Renditen von Aktien jeweils bezogen auf 30-Jahreszeitr√§ume. Ergebnis: √úber alle Zeitr√§ume hinweg haben Aktien real nie an Wert verloren – im Gegensatz zu Staatsanleihen oder Geldmarkttiteln. Das hei√üt: nach Abzug der Inflation.

Dieses gruns√§tzlich positive Ergebnis sollte allerdings nicht dar√ľber hinwegt√§uschen, dass an der B√∂rse ein Totalausfall-Risiko besteht. Geht das Unternehmen insolvent, deren Aktien Sie besitzen, nutzt auch der lange Atem nichts. Dennoch wird aus der Studie deutlich, dass der Aktienmarkt weniger riskannt als gedacht und lukrativer als viele Alternativen ist - wenn langfristig geplant werden kann.

Knapp sieben Prozent Rendite mit Aktien

Aktion√§re erzielten im schlechtesten Fall eine durchschnittliche Realrendite von 2,81 Prozent pro Jahr (Zeitraum 1903-1933), bestenfalls waren nach Abzug der Inflation 10,63 Prozent drin (1857-1887). Im Schnitt erzielten die B√∂rsenpapiere, √ľber alle 30-Jahreszeitr√§ume gerechnet, einen j√§hrlichen Nettozuwachs von 6,94 Prozent.

Zum Vergleich: Hätten Sie in 10-jährige US-Staatsanleihen investiert, hätten Sie bei gleichem Anlagehorizont im besten Fall 7,44 Prozent Rendite erzielen können (1981-2011). Es konnten aber auch 2,0 Prozent pro Jahr verloren gehen (1950-1980).
Fazit: Über einen Zeitraum von 30 Jahren bieten Aktien mehr Sicherheit als Staatsanleihen hoher Bonität.

Aktien stets im Plus?

Laut Allianz-Studie haben Aktien auch bei k√ľrzeren Zeitr√§umen die Nase vorn. So konnten Anleger auf 10-Jahressicht mit US-Aktien bis zu 16,84 Prozent Realrendite j√§hrlich erzielen, mit US-Staatsanleihen waren hingegen h√∂chstens 12,41 Prozent drin. Gleichzeitig war der h√∂chste durchschnittliche Verlust von Aktien mit minus 3,94 Prozent geringer als der von Staatsanleihen mit minus 5,36 Prozent oder Geldmarktpapieren mit minus 5,08 Prozent.

Vor k√ľrzeren Anlagehorizonten sollten Sie sich jedoch h√ľten, denn dann werden Aktien riskanter als Anleihen. So schlugen die Kurse am US-Aktienmarkt auf Jahressicht bis zu 38 Prozent ins Minus. Staatsanleihen verloren hingegen maximal 22 Prozent an Wert (1864) und Geldmarktpapiere maximal 16 Prozent (1948).
Fazit: Je k√ľrzer der Anlagehorizont, desto schlechter das Rendite-Risikoprofil von Aktien gegen√ľber Anleihen und Geldmarktpapieren.

Welche Aktien-Rendite verspricht die Zukunft?

F√ľr die kommende Dekade sind die Autoren der Studie skeptisch in Bezug auf die Renditen sicherer Zinsanlagen wie Festgeld und Anleihen. Perspektivisch sei kaum mit steigenden Zinsrenditen zu rechnen. Im Gegenteil: Bei Staatsanleihen h√∂chster Bonit√§t d√ľrfte das Anlagerisiko im aktuellen Niedrigzinsumfeld wegen der langfristig zu erwartenden steigenden Zinsen und den damit verbundenen Kursrisiken eher zu- als abnehmen. Bei Aktien seien hingegen reale Risikopr√§mien (Renditen) von f√ľnf Prozent durchaus realistisch.
Tipp: Aktienfonds sind aufgrund der breiten Verm√∂gensstreuung weniger riskant als Einzelaktien. Aus der F√ľlle von Aktienfonds den passenden zu finden, ist jedoch nicht leicht. Hilfe bei der Suche sowie der Zusammenstellung eines erfolgversprechenden Depots bietet unser erfahrener Kooperationspartner: H√∂sch&Partner.

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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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