Thomas Brummer
Ein Beitrag von Thomas Brummer, 05.02.2015

Dax, MDax, Fonds Dividendenstars – Hier sahnen Sie ab

Unternehmen schütten derzeit ordentlich Gewinne aus. Mit Aktien oder Fonds sind auch Sie dabei. Dank dieser Dividenden winken Ihnen vier Prozent und mehr.
Dax, MDax, Fonds Dividendenstars – Hier sahnen Sie ab

Jeder kann sich ein Stück vom Dividenden-Kuchen nehmen

Sie ärgern sich über die niedrigen Zinsen bei Tages- und Festgeld? In den Zeitungen lesen Sie aber ständig solche Meldungen: Der deutsche Aktienindex erreicht ein neues Allzeithoch. Oder: Unternehmen fahren Rekordergebnis ein. Mit den richten Aktien oder Aktienfonds können auch Sie ordentlich mitverdienen. Möglich macht das die sogenante Dividende, eine Gewinnbeteiligung für die Aktionäre.

Experten rechnen in den kommenden Wochen mit Rekordausschüttungen von 30 Milliarden Euro - und das allein bei den 30 größten deutschen Unternehmen im Dax. Im Schnitt kommen Dax-Aktionäre damit auf eine Rendite von 2,6 Prozent. Die Aktionäre von Siemens bekamen als Erste Geld - 3,30 Euro je Anteil oder rund drei Prozent Dividende. Das ist selbst beim besten Festgeld-Anbieter nicht drin. Experten rechnen, dass sich die Allianz mit rund 4,7 Prozent an die Spitze der Dividendenzahler im Dax positionieren wird. Ob eine Dividende gezahlt wird und in welcher Höhe sie ausfällt, wird auf der Hauptversammlung bekannt gegeben. Diese sind größtenteils im April und Mai.
Beispiele für Unternehmen mit Dividendenzahlungen
 Unternehmen  Erwartete Dividendenrendite  Hauptversammlung
 Allianz  4,71 Prozent  06.05.2015
 Axel Springer  3,70 Prozent  14.04.2015
 BASF  4,01 Prozent  30.04.2015
 Deutsche Börse  3,61 Prozent  13.05.2015
 Deutsche Telekom  3,77 Prozent  21.05.2015
 Fielmann  2,86 Prozent  09.07.2015
 Fuchs Petrolub  2,34 Prozent  06.05.2015
 Hugo Boss  3,66 Prozent  12.05.2015
 Münchner Rück  4,52 Prozent  23.04.2015
 ProSiebenSat. 1  4,61 Prozent  21.05.2015
 Siemens  3,52 Prozent (bereits gezahlt)  27.01.2015
Quelle: Onvista.de, Stand 03.02.2015

Dividendenaktien in Dax und MDax

"Die Ausschüttung einer Dividende ist letztlich auch ein Qualitätsbeweis für eine Firma, da in der Regel nur rentable und solide Firmen auf lange Sicht eine Beteiligung der Aktionäre an den Gewinnen bewerkstelligen können", sagt Florian Söllner, Leitender Redakteur beim Anlegermagazin Der Aktionär. Die Experten der DZ Bank empfehlen, was die Dividende angeht diese Aktien: Münchner Rück, BASF, Hugo Boss, Siemens, Axel Springer und Deutsche Börse.

In Sachen Dividende lohnt sich der Blick auf einen weiteren Index, den MDax. Er ist in der Dax-Familie die Nummer zwei hinter dem großen Dax. Hier sticht beispielsweise Fuchs Petrolub mit einer überragenden Kontinuität hervor. Anleger des Schmierstoffunternehmens bekommen seit mehr als zehn Jahren jedes Jahr eine höhere Dividende als im Vorjahr. Gleiches gilt für den Optiker Fielmann, knapp drei Prozent sind in diesem Jahr zu erwarten. Ein weiteres MDax-Unternehmen steht nach Meinung von Analysten aussichtsreich da: ProSiebenSat. 1 soll Schätzungen zufolge 4,6 Prozent ausschütten. In puncto Dividende tat sich auch immer wieder die Deutsche Telekom hervor. In diesem Jahr trauen Experten dem Dax-Konzern knapp 3,8 Prozent Dividendenrendite zu. Allerdings ist der Kursverlauf der Bonner nicht sehr überzeugend. Die Aktie hatte sich jahrelang seitwärts bewegt.

Dividende bequem über Fonds einstreichen

Wer nicht alles auf eine Karte setzen möche, setzt besser auf einen Dividendenfonds. Hier investieren Anleger in einen bunten Korb verschiedenster dividenträchtiger Unternehmen. Etabliert ist beispielsweise der DWS Top Dividende, der im Jahr durchschnittlich 3,63 Prozent ausschüttet. Daneben konnte er in den letzten Jahren auch solide Kursgewinne einfahren. Zu den Top-Positionen zählen Allianz und Nestlè. Der DWS Top Dividende schüttet die Dividenden direkt aus. Daneben gibt es auch thesaurierende Dividendenfonds, die Erträge wieder anlegen. Ein Beispiel hierfür ist der DJE - Dividende & Substanz, zu dessen größten Positionen ebenfalls Nestle aber auch Apple zählen.

Achten Sie dabei aber stets auf den Ausgabeaufschlag. Einige Direktbanken bieten bei zahlreichen Fonds Rabatte auf den Ausgabeaufschlag an, andere verzichten ganz darauf. Attraktive Depots gibt es unter anderem bei der DKB, 1822 direkt, Consorsbank oder der ING-Diba.

Übrigens: Sie können auch auf einen kostengünstigeren ETF setzen. Ein ETF (Exchange Traded Fund) bildet beispielsweise einen Index wie den Dax nach, der seinerseits die Dividenden erneut anlegt. Positiv: Bei der DAB Bank können Sie einen ETF-Sparplan auflegen und müssen für Produkte von Comstage der Commerzbank oder db x-trackers der Deutschen Bank aktuell keine Gebühren bezahlen.
Geldsparen-Tipp: Sichern Sie Ihre Aktienbestände mit einem sogenannte Stop-Loss-Limit nach unten hin ab. Bei konservativen Titeln ist die Faustregel: etwa zehn Prozent unterhalb des aktuellen Kurses. Spekulativere Werte, die größeren Schwankungen unterliegen, sollten mit 20 Prozent angesetzt werden. Vergleichen Sie zum Zwischenparken die Tagesgeldzinsen. Hier hilft Ihnen der Geldsparen-Tagesgeld-Vergleich. Derzeit haben Sberbank Direct, ING-Diba sowie Wüstenrot die Nase vorn.
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Was bringt Anlegern die Dividende?
Auf Sicht mehrerer Jahre ist der Unterschied der Dividende enorm. Das zeigt vor allem der bekannte Dax. Er legt jede Dividende erneut an. Das heißt, das Geld fließt erneut in den Kurs mit ein und lässt ihn steigen. Sein unbekannterer Bruder, der Dax-Kursindex, tut das nicht. Das Ergebnis: Er notiert nur etwa halb so hoch. Ganz ähnlich zeigt sich der Unterschied beim DivDax und dem konventionelle Dax. Der DivDax fasst die 15 dividendenstärksten Titel der insgesamt 30 Dax-Werte zusammen. Von 2000 bis heute fällt das Plus rund 80 Prozent größer aus. "Grundsätzlich sind solide Dividendenaktien eine sehr sinnvolle Anlage, da bei einem guten Geschäftsverlauf neben einer starken Dividendenrendite Kurssteigerungen der Aktie winken", sagt Söllner.

Risiko: Eine hohe Rendite bei der Dividende kann auch aus einem Kursrückgang resultieren. Solche Aktien sind mit Vorsicht zu genießen. Ein Beispiel: Der Aktienkurs liegt bei 100 Euro, die Dividende beträgt zwei Euro. Die Rendite beträgt also zwei Prozent. Im Folgejahr fällt der Kurs auf 50 Euro, die Dividende bleibt konstant. Dadurch steigt die Dividendenrendite auf vier Prozent. "Anleger sollten entsprechend immer auch die langfristigen Perspektiven eines Unternehmens im Auge behalten", mahnt Söllner.

Liebe Leserinnen und Leser,

Thomas Brummer mein Name ist Thomas Brummer. Ich studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei der LV 1871 und der Hypovereinsbank tätig. Im Anschluss schrieb ich für das Anlegermagazin Der Aktionär.

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