Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 16.12.2015

Börsenjahr 2016 Analysten bevorzugen Industrieländer

Ohne Aktien gibt’s kaum noch Rendite. Doch in welches Papier soll ich investieren? Investmentexperten verraten ihre bevorzugten Anlageregionen für 2016.
Börsenjahr 2016 Analysten bevorzugen Industrieländer

Deutschland spielt nicht nur beim Fußball ganz vorne mit, auch deutsche Aktien sind der Renditerenner

Der deutsche Aktienmarkt bleibt auch 2016 ein gutes Aktienpflaster – so sehen es viele Börsenexperten. "Im Jahr 2015 haben die meisten Firmen die Erwartungen der Analysten übertroffen, dieser Trend dürfte auch 2016 anhalten", so Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity German Growth Fund.

Warum deutsche Aktien der Renner sind

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des DAX liege ungeachtet der starken Unternehmensbilanzen immer noch rund 20 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Niedrige Zinsen und der schwache Euro sowie die hohe Widerstandskraft deutscher Unternehmen seien die Basis für gute Anlagechancen im kommenden Jahr. Nicht ganz so euphorisch sieht es Jens Wilhelm, Vorstand von Union Investment. Der VW-Skandal könnte die sektoral anfälligen Exporte belasten, außerdem werde in Deutschland zu wenig investiert, so sein verhaltenes Credo. Allerdings komme Bewegung in die Binnenkonjunktur, was zu einem BIP-Wachstum von 1,8 Prozent führen werde. Positiver ist die Deutsche Bank gestimmt. Sie erwartet für 2016 ein Konjunkturplus von 1,9 Prozent. Dafür dürften nach ihrer Ansicht neben den steigenden Realeinkommen auch die höheren Ausgaben für Flüchtlinge sorgen. Die Gesellschaft Universal Investment befragte zahlreiche Vermögensverwalter nach Ihren Erwartungen für die DAX-Entwicklung im kommenden Jahr. Fazit: Rund acht Prozent werde der deutsche Leitindex zulegen.

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Europäische Aktien: Neuer Aufwärtstrend

Nachdem es zuletzt nicht immer so gut für europäische Aktien lief, sind viele Börsenexperten für 2016 verhalten positiv gestimmt. Der niedrige Ölpreis werden den Konsum ankurbeln und der schwache Euro die Exportwirtschaft stützen, argumentiert zum Beispiel der für den Fidelity European Growth Fund zuständige Fondsmanager Matthew Siddle. Allerdings stünden dem Wachstumssorgen wegen der wirtschaftlichen Schwäche Chinas und anderer Schwellenländer gegenüber. Der Aktienexperte hofft, dass höhere Staatsausgaben und niedrigere Zinsen die Volkswirtschaften der Schwellenländer wieder auf Wachstumskurs bringen und dadurch die europäische Erholung stützen. Für Nick Sheridan, Fondsmanager bei Henderson Global Investors, haben Europäische Aktien nach wie vor "Luft nach oben". Zwar gehe die Erholung langsam voran, aber der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone habe jüngst ein 54-Monatshoch erklommen und viele Unternehmen hätten ihre Prognosen für 2016 angehoben. Auch Allianz Global Investors ist erwartet ein gutes Börsenjahr: Der niedrige Ölpreis und steigender Konsum würden das Wachstumsniveau in der Eurozone 2016 bis zu 1,5 Prozent vorantreiben. Rein aus Bewertungssicht seien europäische Aktien attraktiver als japanische oder US-Aktien. Die oben bereits erwähnte Vermögensverwalter-Umfrage von Universal Investment ergab ein Wertsteigerungspotential für den Euro-Stoxx 50 von gut acht Prozent.

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US-Aktien: Weiterhin gute Aussichten

Den USA bescheinigen die Investmenthäuser für das kommende Jahr bessere Aussichten als Europa. Die US-Wirtschaft sei in guter Verfassung, bestätigt die Fondsgesellschaft Fidelity. "Für Wachstumsimpulse dürften die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt, die weitere Erholung des Konsums und das hohe Auftragspotential in der Bauindustrie sorgen", so Fondsmanager Angel Agudo. In das gleiche Horn bläst der Fondsanbieter Vontobel. Die Analysten erwarten dass die US-Wirtschaft sogar noch einen Gang höher schaltet und 2016 mit 2,8 Prozent wächst. Wachstumstreiber dürfte vor allem die kräftige Binnennachfrage sein. Nicht ganz so optimistisch zeigt sich Allianz Global Investors. Die Analysten rechnen für die größte Volkswirtschaft der Welt im kommen Jahr mit einem Wachstum von 2,0 bis 2,5 Prozent. Die Deutsche Bank geht ebenfalls von 2,5 Prozent Wachstum aus, allerdings werde die US-Wirtschaft die anhaltend schwache Investitionsneigung spüren. Zudem bereite die schwache Ölindustrie Sorge. Die befragten Vermögensverwalter prognostizieren für den US Leitindex Aktienindex S&P 500 ein Wertsteigerungspotential von fünf Prozent.

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Schwellenländer Aktien: Trendwende mit Fragezeichen

Die Kurskorrektur in den Schwellenländern könnte 2016 zu Ende gehen. Ulrich Stephan von der Deutschen Bank sieht das Zugpferd China auf dem Konsolidierungspfad: "Ich rechne für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit einem gesunden Wachstum von 6,5 Prozent." Neben der anziehenden Immobilienwirtschaft könnte der Konsum zu einem bedeutenden Teil des Wachstums beitragen. Japan dürfte 2016 hingegen nicht mehr so stark wie bisher von der Yen-Schwäche profitieren, dennoch sollte das Wachstum dort 1,5 Prozent erreichen, so Stephan. Die Schweizer Großbank UBS prognostiziert für die Schwellenländer ein leicht steigendes Wirtschaftswachstum, und zwar von 4,1 auf 4,3 Prozent im kommenden Jahr. Allerdings bilden mögliche Zinserhöhungen in den USA ein hohes Risiko. Ähnlich sieht es Schroders Investment, weshalb die Analysten bei Schwellenländer-Investments eher vorsichtig gestimmt sind.

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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de kümmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor tätig.

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