Von Brigitte Watermann, 27.10.2016

Weltspartag 2016 Die Deutschen setzen auf Sicherheit

Die Zinsen sind anhaltend niedrig, trotzdem scheuen sich die Deutschen, etwas mehr Risiko bei der Geldanlage in Kauf zu nehmen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Sparkassenverbands zum Weltspartag 2016.
Weltspartag 2016 Die Deutschen setzen auf Sicherheit

Sicherheit bei der Geldanlage hat bei vielen Deutschen Priorität

Nur einer von zehn Befragten würde für mehr Rendite auch mehr Risiko eingehen. 70 Prozent lehnen das komplett rundweg ab. Das ist ein wichtiges Ergebnis des Vermögensbarometers 2016. Dabei handelt es sich um eine jährlich vorgestellte Studie zum Sparverhalten der Deutschen, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zum Weltspartag am 28. Oktober präsentiert.

Als größtes Problem für die Vermögensbildung werden Auswirkungen der aktuellen Geld- und Zinspolitik der Europäischen Zentralbank gesehen. „Der Wegfall von Zins- und Zinseszinseffekt wird für die Menschen zu einer immer größeren Belastung“, beklagt DSGV-Präsident Georg Fahrenschon. „Das Vertrauen der Menschen, mit ihren Sparanstrengungen ausreichend für das Alter vorsorgen zu können, bröckelt.“

Sicherheitsbedürfnis weiter gestiegen

War das Sicherheitsbedürfnis der deutschen Bevölkerung bei der Geldanlage schon im Vorjahr hoch, so ist 2016 noch einmal deutlich angestiegen: Inzwischen erachten 57 Prozent der Befragten Sicherheit als eines der drei wichtigsten Anlagekriterien, davor war es jeder Zweite. Auf den Plätzen dahinter werden Flexibilität (40 Prozent) und Verfügbarkeit (36 Prozent) einer Geldanlage als wichtigste Kriterien genannt; die Rendite liegt mit 22 Prozent (2015: 27 Prozent) nur noch auf Platz fünf. Dass Sicherheit so wichtig ist, liegt laut DSGV auch an der politischen Debatte um eine Vergemeinschaftung der europäischen Einlagensicherungen. Der DSGV ist strikt dagegen.

Auch selbstgenutzte Immobilien profitieren vom hohen Sicherheitsbedürfnis und legen daher in der Beliebtheit weiter zu. Sechs von zehn Befragten sprechen ihr die höchste Eignung für den Vermögensaufbau zu. Gegenüber 2007 – also kurz vor dem Beginn der Finanzkrise – hat sich die Zahl der Immobilienfreunde glatt verdoppelt.

Trotz faktisch abgeschaffter Zinsen und Zinseszinsen sparen die Deutschen aber nach wie vor: Im vergangenen Jahr lag die Sparquote bei 9,7 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte höher als 2014. Doch mehr als jeder Dritte (36 Prozent) legt laut Vermögensbarometer gar nichts für die Altersvorsorge zurück, von den 14-bis 29-Jährigen spart sogar nur die Hälfte. An den Folgen der Null- und Negativzinsen haben laut DSGV vor allem Geringverdiener besonders zu knabbern.

Mit Fondssparplänen langfristig Vermögen aufbauen

Wenn Sie langfristig Vermögen aufbauen und für später sparen wollen, sind Sie gut beraten, auf flexible Fondssparpläne zu setzen. Sie sind bei vielen Direktbanken, aber auch bei Sparkassen und anderen Filialbanken zu haben, oft schon ab einer Mindestsparsumme von 25 oder 50 Euro. Kurzfristige Kursschwankungen wurden in der Vergangenheit auf längere Sicht stets überkompensiert. Daher sind Fondssparpläne vielleicht auf kurze Sicht eine riskantere Anlage, aber auf lange Sicht lohnend. Dazu ein Beispiel: Hätten Sie vor zehn Jahren angefangen, auf einen typischen Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland zu sparen, hätten Sie eine jährliche Rendite nach Kosten von 4,8 Prozent erzielt, bei 30 Jahren Spardauer hätte die Rendite sogar 6,2 Prozent betragen. Das zeigt die aktuelle Sparplanstatistik des Fondsverbands BVI.

Mein Tipp: Aber auch mit guten Tagesgeld- und Festgeldangeboten schaffen Anleger zumindest etwas mehr als den Inflationsausgleich. Gute Angebote finden Sie in unseren Sparrechnern.
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