Thomas Brummer
Ein Beitrag von Thomas Brummer, 29.06.2016

Briten-Abstimmung Brexit – steigt jetzt der Goldpreis?

Wie es mit der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich weiter geht, ist alles andere als klar – eine Unsicherheit, die Gold-Spekulanten träumen lässt.
Briten-Abstimmung Brexit – steigt jetzt der Goldpreis?

Der Brexit lässt Goldmünzen wieder attraktiver erscheinen.

Seit dem 24. Juni 2016 ist es amtlich: Das Vereinigte Königreich soll nicht mehr Mitglied der Europäischen Union sein, so wollten es die britischen Wähler. Die Akteure auf an den Finanzmärkten wurden damit auf dem falschen Fuß erwischt. Noch in den Tagen vor dem Referendum stiegen die Aktienkurse in ganz Europa. Die Hoffnung dahinter: Die Bürger Großbritanniens und Nordirland würden für den EU-Verbleib stimmen. „Dieser Ausgang traf die Märkte völlig unvorbereitet“, bestätigt auch Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Besonders deutlich bekamen es die Briten selbst zu spüren. Notierte der Sterling/Dollar-Kurs am Abend der Abstimmung noch bei 1,50, mussten verwunderte Anleger beim Frühstücken einen Rückgang auf 1,32 verkraften. Nachdem geldsparen.de bereits über die Auswirkungen des Brexits für Sparer berichtete, nehmen wir uns nun den Öl-Preis und die Aussichten für Gold vor.

Öl schmiert ab

Zwischenzeitlich hatten die Öl-Sorten Brent sowie WTI um mehr als sechs Prozent an Wert eingebüßt. Hier rechnen die Experten der Saxo Bank mit einer Beruhigung. Den Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl sehen die Analysten der Saxo Bank mittelfristig im Bereich von 45 und einem niedrigen 50 US-Dollar-Bereich (Stand 27.06.2016: knapp unter 47 Euro).

Können Privatpersonen am Öl-Markt mitmischen?

Ja, ein Wertpapierdepot bei einer Bank genügt. Hierfür gibt es börsengehandelte Wertpapiere, sogenannte Exchange-traded Commodities (ETC). So bildet etwa der ETFS Crude Oil (A0KRJX) die gängige US-Sorte WTI ab. Wer es lieber europäisch mag, setzt auf die Nordseemarke Brent. Hier gibt es beispielsweise den ETFS Brent 1mth (A0KRKM). Die Preisentwicklung der beiden Öl-Sorten ist jedoch nahezu gleich.

Gold profitiert von Unsicherheit um den Brexit

Ein Gefahrenpotential für die Wirtschaft, politische Unsicherheit oder Inflationsängste. Es scheint fast schon ein Reflex zu sein, dass unter solchen Vorzeichen Gold an Wert gewinnt. Und so war es auch diesmal. So kletterte jüngst der Goldpreis auf ein Zwei-Jahres-Hoch. „Der Hauptgrund, weshalb Gold vom Ausgang des Referendums profitierte, ist die Risikoaversion der Anleger bezüglich anderer Assetklassen“, so Hansen weiter. Das heißt übersetzt: Anleger setzen vermehrt auf Sicherheit und sehen in Gold den bekannten „sicheren Hafen“. Hinzu käme die Annahme, dass sich eine Erhöhung der US-Leitzinsen aufgrund der Entscheidung weiter verzögern werde. Für eine weitere Aufwärtsbewegung des Goldpreises ist der Rohstoffexperte positiv gestimmt: „Diese eindrucksvollen Preisentwicklungen könnten zwar einige Investoren abschrecken. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch keine Anzeichen, dass eine größere Korrektur bevorsteht.“ Heinrich Peters, Analyst der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), mahnt vor allzu viel Euphorie beim Gold: „Verbraucher sollten Gold nicht als klassische Geldanlage sehen. Denn für das Edelmetall gibt es keine Erträge. Häufig fallen sogar noch Kosten an, etwa für Lagerung und Versicherung. Vielmehr können Privathaushaushalte Gold als langfristige Inflationsversicherung nutzen – eine Police für zumindest teilweisen realen Kapitalerhalt.“ Als Faustregel für Goldbesitz nennt er fünf bis zehn Prozent des Geldvermögens.

Tipp: Bei Investitionen in Öl gilt es Vorsicht walten zu lassen. Zwar befindet sich Öl auf lange Sicht gesehen derzeit immer noch auf einem niedrigen Preisniveau, dennoch kann es zu erheblichen Kursschwankungen kommen. Gold sollten Sie als Versicherung für Ihr Vermögen, nicht aber als Geldanlage, sehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, setzt auf attraktiv verzinste Festgelder.

Gesamten Vergleich anzeigenFestgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 12 Monate
  Anbieter Zinssatz
Zinsertrag
 
1.
1,00%
100,00
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90,00
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85,00
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Liebe Leserinnen und Leser,

Thomas Brummer mein Name ist Thomas Brummer. Ich studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei der LV 1871 und der Hypovereinsbank tätig. Im Anschluss schrieb ich für das Anlegermagazin Der Aktionär.

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